Die DHL-Packstation an der Kantstraße Ecke Roseggerstraße in Potsdam (Brandenburg), in der die Paketbombe aufgegeben wurde (Quelle: dpa/ Gregor Fischer)
Video: Aktuell | 29.12.2017 | Bild: dpa

Bericht der PNN - Hinter DHL-Erpressung sollen mehrere Täter stecken

Im Fall der Paketbomben, die nach Frankfurt (Oder) und Potsdam geschickt wurden, gibt es offenbar neue Erkenntnisse: Den "Potsdamer Neuesten Nachrichten" zufolge haben die Ermittler Spuren mehrerer möglicher Täter gefunden.

Die zwei Paketbomben in Brandenburg sind möglicherweise nicht das Werk eines Einzeltäters. Wie die "Potsdamer Neuesten Nachrichten" am Freitag berichten, gehen die Ermittler inzwischen von mehreren Erpressern aus.

Grund sind demnach Spuren, die auf den Paketen gefunden wurden. Der Sprecher des Polizeipräsidiums Brandenburg, Torsten Herbst, wollte sich zu dieser Theorie nicht äußern, sagte dem rbb lediglich, dass die Ermittlungsgruppe auch über den Jaheswechsel intensiv nach den Tätern suche. "Wir hatten bis zum jetzigen Zeitpunkt seit dem 1. Dezember etwa 40 gemeldete verdächtige Pakete, die sich aber allesamt als harmlos herausgestellt haben."

220 Hinweise aus der Bevölkerung

Der oder die Erpresser hatten Anfang November an einen Händler in Frankfurt (Oder) und am 1. Dezember an eine Potsdamer Apotheke Paketbomben verschickt. Die Empfänger alarmierten rechtzeitig die Polizei, die die Sendungen unschädlich machen konnte. In dem Paket entdeckten die Ermittler neben einem so genannten Polenböller, Batterien und einer Metalldose voller Nägel einen mit einem QR-Code verschlüsselten Erpresserbrief. Weitere Paketbomben tauchten seitdem nicht mehr auf. 220 Hinweise gingen aus der Bevölkerung ein. In den weitaus meisten Fällen wurden allerdings verdächtige Pakete gemeldet, die sich allesamt als harmlos erwiesen, wie die Ermittler berichteten.

Der Paketdienstleister DHL will sich wegen der laufenden Ermittlungen zum Erpressungsversuch und zu möglichen Auswirkungen auf den Betrieb nicht äußern. Im Vergleich zum Vorjahr seien die Sendungsmengen im Weihnachtshochbetrieb noch gestiegen, berichtete eine Sprecherin. So habe das Unternehmen Mitte Dezember mit mehr als zehn Millionen Sendungen innerhalb von 24 Stunden einen neuen Rekord bei der Zahl der eingelieferten Pakete verzeichnet. Der Jahresdurchschnitt liege bei 4,3 Millionen Sendungen pro Tag.

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