Ein Naturschützer zeigt am 12.01.2018 eine Fledermaus der Art Großes Mausohr (Myotis myotis) im Kellergewölbe der alten Brauerei in Frankfurt (Oder) (Brandenburg). (Quelle: dpa/Pleul)
Bild: dpa/Pleul

Für Fledermaus-Monitoring - Naturschützer suchen 'Batman' in Frankfurt (Oder)

Sie verstecken sich in verrosteten Rohren und sitzen in noch so kleinen Ritzen: Eine frühere Brauerei in Frankfurt (Oder) ist ein beliebtes Winterquartier für Fledermäuse in Brandenburg. Für das Große Mausohr, die größte der deutschlandweit vorkommenden 23 Arten, gilt die alte Brauerei mit ihren frostfreien Räumen als bundesweit wichtigstes Quartier zum Überwintern.

Am Freitag haben die nachtaktiven Tiere wieder viel Aufmerksamkeit bekommen: Mit Taschenlampen und Leitern ausgestattet zählten rund 15 Naturschützer im Kellergewölbe Fledermaus für Fledermaus. Mit Spiegeln versuchten sie jedes Versteck in dem alten Gemäuer ausfindig zu machen.

Rund 2.000 Fledermäuse im vergangenen Jahr gezählt

Der Winter ist für die Aktion deshalb ein guter Zeitpunkt, denn das Herz der handtellergroßen Säuger schlägt während der Winterruhe lediglich zehn Mal in der Minute. Üblich sind sonst 600 Herzschläge pro Minute. In den Winterquartieren sind die Fledermausbestände am leichtesten zu erfassen, denn dann sitzen sie lethargisch in Spalten und Fugen, erläutert Bartelt. 

Seit 1987 erfolgt alljährlich im Januar diese Bestandsaufnahme für ein langfristiges Monitoring von Fledermäusen. Die Naturschützer erhoffen sich durch die Zählung Aufschlüsse über Wanderbewegungen der Fledermäuse. Im vergangenen Jahr zählten sie rund 2.000 Tiere.

Sendung: Studio Frankfurt, 12.01.2018, 17:30 Uhr

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