Das Bundesministerium des Innern. Berlin, 30.08.2017
Bild: Geisler-Fotopress/Krick

Eisenhüttenstadt - Kind auf Fahrrad von abbiegendem Lkw getötet

Ein Lastwagen hat in Eisenhüttenstadt (Landkreis Oder-Spree) am Mittwoch ein zehnjähriges Kind auf einem Fahrrad erfasst - es wurde dabei getötet.

Wie das Einsatzlagezentrum der Polizei Brandenburg mitteilte, wollte der Lastwagen nach rechts abbiegen. Er habe dabei das Kind übersehen, das auf einem kombinierten Rad- und Gehweg unterwegs gewesen sei. Sowohl der Lastwagen als auch das Kind hatten nach Darstellung der Polizei Grün.

Insbesondere durch rechtsabbiegende Autos und Lastwagen kommt es immer wieder zu folgenschweren Unfällen. Seit längerem gibt es auch eine Debatte über Abbiegeassistenten für Lastwagen, um Zusammenstöße zu verhindern.

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53 Kommentare

  1. 53.

    Ich hab es auch gesehen, wie der Papa über seinen Sohn kniete, mit der Verzweiflung im Kopf, nichts ist unvorstellbare als sein eigenes Kind im Arm sterben zu sehen, ich bin selbst Vater von 2 Kindern und mag mir nicht vorstellen wie es dem Papa ergangen ist, dass Leid zu sehen.

    Meine aufrichtige Anteilnahme an die Familie des Jungen.

  2. 51.

    Harte aber zutreffende Worte. Wär mir nicht möglich gewesen, mir fehlten diese, ob einiger verstörend unempathischer, dreister Kommentare hier.

  3. 49.

    Nochmals, Blaulicht: ein beispielsweise Rollatorfahrender Renter ist kein Vekehrsteilnehmer, der RÜCKSICHT auf LKWs nehmen muss. Die STVO gilt aber für den LKW-Fahrer, der im Zweifelsfall eine Omma Karsubke einfach übermöllert. Weil er a) keine Rücksicht nahm, die sie einfordern mit ihren unbedachten, rechthaberischen Sätzen und b) nicht gewartet hat, bis der Weg für ihn frei war, hat er also einen DOPPELfehler begangen.

    Es gibt wirklich KEINEN Grund auf der WElt, wieso ein Mensch einen anderen totfahren kann / soll, und der Totfahrer dabei auch noch Recht hatte. Draufzuhalten, weil man im REcht ist? Abzubiegen, ohne zu sehen, wer da ist, weil man im REcht ist?

    Dem toten, unschuldigen Kind anzuhängen, es möge den toten Winkel bitte bedenken, sobald es aus dem Haus tritt?

    Klar, Fabien würde auch noch leben, wenn der Polizist nicht betrunken durch Berlin gerast wäre. Aber er hatte ja REcht, er hatte BLAULICHT an. Sie hätte ja... seinen Fehler einkalkulieren müssen, den Suff!

  4. 48.

    Als unbeteiligter habe ich vorschnelle Worte gefunden, ohne auch nur darüber nachzudenken wie es sich wohl für die Betroffene Familie anfühlt, sein Kind auf so eine tragische Weise zu verlieren. Daher schließe ich mich Ihren Worten an um hier meine tiefe Anteilnahme auszudrücken.

  5. 47.

    Ich sah es. Ein Kind, reglos quer auf der Fahrbahn liegend, den Fahrradhelm noch auf dem Kopf; Sicherheit zuerst... Einen Vater, mit dem Gesicht auf dem Bauch seines Sohnes, die Hände überm Kopf verschränkt, vielleicht mit Gedanken voller Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit darin, die wir Außenstehende uns trotz aller Empathie nicht vorzustellen vermögen, und vielleicht trotzdem mit einer Leere im Kopf, wie noch nie in seinem Leben...

    Der mir unbekannten Familie drücke ich meine ehrliche, tiefe Anteilnahme aus und wünsche ihr alle Kraft der Welt, dass sie, auch wenn es wohl sehr, sehr lange dauern mag, darüber hinweg kommt; dass diese nun so schwer leidgeprüfte Familie ihren Lebensmut nicht verliert, und dass sie möglichst schnell Wege findet, irgendwann wieder ein normales Leben führen zu können.

    Meine Gedanken sind bei Ihnen!

  6. 46.

    -Was hilft die Kenntnis des Toten Winkels für 7jährige? Bei grüner Ampel?-

    Ganz einfach: sie wissen dann, dass bei so einem großen Fahrzeug Gefahr für Leib u Leben droht, wenn man sich in diesem Berich des Toten Winkels aufhält und dass es besser ist, Abstand zu halten und stehen zu bleiben, um gar nicht erst in den Bereich des Toten Winkels zu kommen.
    Zumindest meine 7-jährige Tochter weis dies seit min. 2 Jahren, seit sie mit dem Schulbus zw. Wohnort u. Schule pendelt. Dank dieses Wissens u. noch weiterer Kenntnisse über Gefahren im Straßenverkehr kann sie sich schon sehr sicher im Straßenverkehr bewegen. Hier trifft -früh übt sich- u. steter Tropfen höhlt den Stein- voll zu. Denn wir haben schon sehr zeitig immer u. immer wieder solche Dinge erklärt. Und weiterhin ist sie schon in sämtlichen gängigen Lastkraftwagen, vom 7,5 - 40 Tonner mitgefahren od. hat drin gesessen u. das Ganze auch schon aus der Sicht eines LKW-Fahrers gesehen, was deutlich zum Verständnis beigetragen hat.

  7. 45.

    Stimmt. Nachdem ich meinen Kommentar abgeschickt hatte, ist mir erst bei nochmaligen Lesen und vor allem beim Lesen des Kommentators K.K. ( 33) erst aufgegangen, welch ein Mist ich da verzapft habe. Tut mir wirklich leid.

  8. 42.

    Habe meiner Tochter immer gesagt, dass sie sich nicht auf ihre Vorfahrt verlassen kann, sie könnte immer leicht übersehen werden. Als Autofahrer beobachte ich immer lange den Radweg neben der Fahrbahn bevor ich abbiegen, dann kann ich rechtzeitig erkennen, ob ein Radfahrer ii n meinem Bereich ist. Bin 16 Jahre in Berlin im Taxi unterwegs und hatte mit Radfahrern kein Problem.

  9. 41.

    Bittesehr:
    http://www.darmstadtfaehrtrad.org/?p=961

    und als mittelfristige Lösung weitgehend autofreie Innenstädte anstreben. Ja, das mag dem einen oder der anderen jetzt weh tun. Aber mir tut auch weh, wie hier einige von Kindern als Verkehrseinsteiger hier abgeklärtes und allumsichtiges Verhalten in komplexen Verkehrssituationen abfordern. Erst recht wo das Kind eben kein Fehlverhalten an den Tag gelegt hat, wie es ja so gern das erste Aber der Autofahrenden in solchen Diskussionen ist.

  10. 39.

    Mir fehlen die Worte, Lothar.

    Sagen Sie das den Eltern des getöteten Kindes. Tote Radfahrer sind von der Autolobby fest eingeplant. Ich würde mir an Ihrer Stelle diese zynische Bemerkungen noch einmal überlegen, zumal es längst Systeme gibt, die solche Unfälle verhindern können.

    Eine (freiwilliges) Abbiegesystem kostet am LKW weniger als ein Satz Reifen.

  11. 37.

    Netter Versuch, die Schuld auf ein Kind bzw. dessen Eltern abzuwälzen.

    Der LKW-Fahrer weiß zwingend um einen ggf. bestehenden toten Winkel und hat sich entsprechend zu verhalten. Wer nix sieht, darf nicht fahren. Ganz einfach. Noch mal zur Verdeutlichung: nix sehen = nix fahren.

  12. 36.

    ... ich muss doch nicht beim geradeausfahren anhalten und den abbiegeverkehr durchlassen!

    Muss nicht, aber im Zweifelsfall anhalten rettet einem unter Umständen das leben. Sollte man drüber nachdenke, wenn man so'n biss'l an seinem Leben hängt.

    Ich sage nur §1 Abs. 1 STVO (1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht" . Und wie lautet doch eine Antwort auf eine Theorieprüfungsfrage während der Fahrschulausbildung: Ich muss mit dem Fehlverhalten anderer Rechnen!

  13. 35.

    es geht hierbei um den Vorschlag von "Berlinerin" - Einführung von Grünphasen, nicht um das Opfer. Bitte erst genau lesen, worauf sich der Kommentar bezieht.

  14. 34.

    Hier sind auch Elternhaus und Grundschule in der Pflicht, den Kindern den "Toten Winkel" eines LKW anschaulich und frühzeitig zu erklären.
    https://blog.zeit.de/fahrrad/2015/05/08/toter-winkel-radfahrer-gefahr/

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