Ein Schild weist in der Potsdamer Innenstadt auf die Maskenpflicht hin. Quelle: Andreas Friedrichs/www.imago-images.de
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Cottbus jetzt Risikogebiet - Zahl neuer Corona-Fälle in Brandenburg steigt auf 144

Auch in Brandenburg steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen immer weiter: Am Donnerstag vermeldete das Gesundheitsministerium den dritthöchsten Wert seit Pandemie-Beginn. Cottbus ist mittlerweile Risikogebiet. Zwei Landkreise nähern sich der 50er-Marke.

In Brandenburg ist die Zahl neuer Corona-Infektionen innerhalb der letzten 24 Stunden sprunghaft angestiegen. Wie das Gesundheitsministerium in Potsdam am Donnerstag mitteilte, hat sich die Zahl der laborbestätigten Corona-Fälle seit Mittwoch um 144 erhöht.

Es ist der dritthöchste Wert, der seit dem Ausbruch der Pandemie in Brandenburg registriert wurde, der höchste Wert lag Anfang April bei 186 Fällen. Laut dem Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) sind damit insgesamt 5.227 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst, 861 Menschen gelten derzeit als erkrankt.

Cottbus ist jetzt Risikogebiet

Die meisten Neuinfektionen registrierten die Behörden im Landkreis Prignitz (+22) und in Cottbus (+20). Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Cottbus damit nun bei 57,2 - und erstmals überhaupt über dem kritischen Wert von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Damit ist Cottbus jetzt das erste Risikogebiet in Brandenburg. Mit einer Inzidenzzahl von 47,3 nähert sich aber auch der Lankreis Prignitz der kritischen Marke und auch im Kreis Oder-Spree liegt der Wert bei 43,6.

Für Einwohner von Risikogebieten haben Bund und Länder zuletzt ein bundesweites Beherbergungsverbot erlassen. Menschen aus betroffenen Städten und Landkreisen müssen für Übernachtungen woanders negative Corona-Tests vorweisen.

Mit der Zahl der Infektionen ist nach den Angaben des Brandenburger Gesundheitsministerium vom Donnerstag auch die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Krankenhauspatienten gestiegen. Aktuell würden 63 Patienten wegen COVID-19 stationär behandelt, zehn Menschen mehr als am Vortag. Intensivmedizinisch beatmet werden aktuell drei Menschen. In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen 4.189 Menschen als genesen, das sind 46 Menschen mehr als am Vortag.

Sendung: Brandenburg aktuell, 15.10.2020, 19.30 Uhr

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9 Kommentare

  1. 9.

    Die Verschwörungstheoretiker kennen wir jetzt aus der Presse,wie steht's eigentlich mit Praktikern,man traut sich RKI und Namen kaum zu nennen, man rückt sofort nach rechts . Aber die Frage darf,glaube ich ,in einer. Demokratie gestellt werden .

  2. 8.

    Nein. Wir tragen keine Masken. Im Schulunterricht werden sie angesetzt. Schauen Sie die RKI Daten zur Grippe Saison an. Die Grippe-Karten sind super dafür geeignet, um die Korrelation Grippe/Schulferien zu erkennen.

    Nur Schulferien unterbrechen den Grippe-Lauf!

    Was sagt uns das??

  3. 7.

    Sie meinen der Wert von 2018/19 liegt um ein Viertel höher als der Wert von diesem Jahr. Warum führen Sie die Quelle an, wenn Sie selbst merken, dass man mit den Zahlen nichts anfangen kann?
    Sie versuchen mit den Zahlen Ihre Gefühle zu bestätigen. Tun Sie das nicht. Lassen Sie die pseudowissenschaftliche Interpretation.
    Die Quelle untersucht nicht die Wirksamkeit des Maskentragens. Die Autoren bemängeln selbst die Größe der Stichprobe. Es gibt keine Analyse und Schlussfolgerungen. Im Prinzip ist die Quelle für Sie nutzlos. Wedet stützt ie noch widerlegt sie Ihre Gefühle.

  4. 6.

    2018/2019 sind die Werte gerade mal ca. 1% auseinander. Anhand von 4 Datenraten ist das auch etwas gewagt, da wirklich etwas im positiven erkennen zu wollen. Zu mal ja auch andere Regeln wie Abstand halten, Absage Großveranstaltungen, usw. diesen Wert genauso beeinflussen.

  5. 5.

    Ich weiß ja nicht, was Sie haben, aber die Zahl der Atemwegserkrankungen in KW38 liegt laut ihrer Quelle bei der Hälfte von 2016/17 und bei 2/3 vom Wert von 2019/20. In Prozent ausgedrückt, ist das erheblich!
    Wenn Sie also den Trend der AREs mit der Maskenpflicht korrelieren, müssten Sie zu einem anderen Schluss kommen.

    Die Frage ist nur, ob das, was Sie als Quelle anführen, aussagekräftig im Kontext Ihrer Behauptungen ist. Das würde ich verneinen.

  6. 4.

    Ich finde es gerade in Brandenburg interessant, dass die Zahlen jetzt hier so nach oben gehen. Im Sommer gab es fast gar keine Fälle und jetzt steigt die Zahl so schnell.

    Vielleicht sollten wie von unseren Dogmas endlich abweichen. Maskenpflicht? Warum steigen jetzt im Herbst die Zahlen? Weil sie es jedes Jahr tun. Es ist Erkältungszeit.

    Einfach mal den aktuellen Bericht vom RKI zur Grippe-Saison anschauen. Jedes Jahr um KW35 geht es los. Das ist Ende August, also noch im schönsten Spätsommer. Während wir uns an Familienfeiern und jugendlichen abarbeiten. Sieht man gerade deutlich wie sich die Winterviren rasant ausbreiten. Interessant auch in dem Bericht ist, dass andere Viren sich genauso dieses Jahr ausbreiten wie die Jahre zuvor. Mit Maske müssten wir ja besser geschützt sein und weniger Infektionen anderer Viren haben. Ist aber nicht so!

    https://grippeweb.rki.de/Wochenberichte/2020/2020-38.pdf

  7. 3.

    Ach was! Ein Paar Kommentarspalten weiter können Sie sich von den Schweden-Apologeten erklären lassen, daß es lediglich einer Empfehlung der Regierung bedarf.

  8. 2.

    Ich fordere die Landesregierung auf, sich jetzt endlich dem Schutz der Risikogruppen zu widmen. Es gibt immer noch keine Konzepte zum Schutz der Angehörigen der Risikogruppen und zwar aller und nicht nur der in Alten- und Pflegeheimen. „Echte“ Risikogruppen sind nur zu einem sehr geringen Prozentsatz dort untergebracht. Besuchs- und Hygieneregeln für diese Einrichtungen (im Frühjahr die einzige Antwort) sind also kein ausreichendes Konzept für den Schutz der gesamten Risikogruppen.
    Eine Möglichkeit wäre die Festschreibung (und Umsetzung) asymptomatische Tests in den Teststrategien, damit Covid-19-Infektionen rechtzeitig erkannt werden und nicht erst bei einem Routinetest im Krankenhaus, wie im Krankenhaus Spremberg, wo dann jede Hilfe zu spät kam. Angehörige der Risikogruppen haben die schwersten Verläufe. Wenn eine Covid-19-Infektion bei denen zu spät erkannt wird, gibt es kaum noch eine Chance. Ein Klinikleiter in Italien hat das im März in einem TV-Interview begründet.

  9. 1.

    Ich fordere die Landesregierung auf, sich jetzt endlich dem Schutz der Risikogruppen zu widmen. Es gibt immer noch keine Konzepte zum Schutz der Angehörigen der Risikogruppen und zwar aller und nicht nur der in Alten- und Pflegeheimen. „Echte“ Risikogruppen sind nur zu einem sehr geringen Prozentsatz dort untergebracht. Besuchs- und Hygieneregeln für diese Einrichtungen (im Frühjahr die einzige Antwort) sind also kein ausreichendes Konzept für den Schutz der gesamten Risikogruppen.
    Eine Möglichkeit wäre die Festschreibung (und Umsetzung) asymptomatische Tests in den Teststrategien, damit Covid-19-Infektionen rechtzeitig erkannt werden und nicht erst bei einem Routinetest im Krankenhaus, wie im Krankenhaus Spremberg, wo dann jede Hilfe zu spät kam. Angehörige der Risikogruppen haben die schwersten Verläufe. Wenn eine Covid-19-Infektion bei denen zu spät erkannt wird, gibt es kaum noch eine Chance. Ein Klinikleiter in Italien hat das im März in einem TV-Interview

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