Ein Modell eines Coronavirus. (Quelle: dpa/Peter Endig)
Bild: dpa/Peter Endig

Probleme bei Eindämmung und Impfung - Virus-Variante B.1.1.7 auf dem Vormarsch - was das bedeutet

In rund einem Viertel aller Berliner Proben aus Kliniken findet sich die sogenannte britische Mutante des Coronavirus. Die Eigenschaften dieser und anderer Virus-Varianten könnten die Öffnungspläne für den März erheblich gefährden. Von Haluka Maier-Borst

Monate an Lockdown light und Lockdown 2 liegen hinter uns. Die einst (zu) fern geglaubte Inzidenz von 50 Covid-19-Infektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche, sie scheint greifbar. Doch nun gibt es eine neue Unsicherheit: die Mutationen des Corona-Virus und vor allem die Variante B.1.1.7, die zuerst in Großbritannien festgestellt worden war, bereiten Politikerinnen und Politikern, Forscherinnen und Forschern Sorge. Denn aktuelle Studien und Datenauswertungen lassen weitere Probleme erahnen.

Wie weit verbreitet sind die Mutationen inzwischen?

Seit Anfang des Jahres versuchen das Robert-Koch-Institut und die verschiedenen Labore in Deutschland im Blick zu behalten, wie verbreitet die verschiedenen Mutationsvarianten sind. Vorläufige Analysen zeichnen nun das Bild, dass die zuerst in Großbritannien festgestellte Variante inzwischen bundesweit 22,8 Prozent aller Proben ausmacht [rki.de], in Berlin sogar wohl 28 Prozent [laborberlin.de] bei den Kliniken. Heute teilte die Gesundheitsverwaltung des Senats allerdings mit, dass eine Auswertung für alle Proben in Berlin einen Anteil von 12 Prozent der "britischen" Variante feststellte [berlin.de]. In der Vorwoche waren es rund 10 Prozent gewesen [berlin.de].

Dass also im März diese Variante das Geschehen dominiert, so wie es vielfach befürchtet wurde, erscheint wahrscheinlich. Inwiefern die sogenannte südafrikanische (B.1.351) und die brasilianische Variante (B.1.1.28 P1) auch Fuß fassen, ist aber schwierig abzuschätzen.

Warum sind die Mutationen ein Problem?

Bei der sogenannten britischen Mutation geht man davon aus, dass sie um 30 bis 50 Prozent ansteckender ist. Das ist weniger als die schlimmsten Befürchtungen vor einigen Wochen noch nahelegten, aber immer noch ein deutlicher Zuwachs. Wieso das so ist - dazu gibt es verschiedene Thesen. Eine Auswertung des britischen Statistikamts legt nahe, dass Infizierte mit der Variante B.1.1.7 mehr husten und darum womöglich sie leichter das Virus übertragen [ons.gov.uk].

Eine andere These, gestützt durch eine Vorveröffentlichung der Universität Harvard [harvard.edu], geht davon aus, dass mit der Variante B.1.1.7 infizierte Menschen länger noch ansteckend sind und sie daher auch mehr weitere Menschen anstecken. Inzwischen gibt es zudem Hinweise darauf, dass die sogenannte britische Variante auch zu mehr schweren und mehr tödlichen Verläufen führt [gov.uk].

Bei der zuerst in Südafrika festgestellten Variante scheint es so zu sein, dass sie wohl ansteckender ist, aber nicht notwendigerweise tödlicher oder mit mehr schweren Verläufen einhergeht [bbc.co.uk]. Ähnlich ist wohl die Situation auch bei der Variante, die in Brasilien zuerst registriert wurde - über die aber bisher am wenigsten bekannt ist.

Das große Problem bei der "südafrikanischen" Variante und vor allem der "brasilianischen" Variante scheint aber zu sein, dass sich das Virus so sehr vom bisherigen Virustyp unterscheidet, dass sich auch bereits Infizierte anstecken können [washingtonpost.com]. Das könnte mit erklären, wieso im brasilianischen Manaus die Zahl der Krankenhausfälle durch Covid-19 wieder steigt, obwohl Studien nahelegten, die Stadtbevölkerung müsste inzwischen Herdenimmunität haben [spektrum.de].

Lassen sich die neuen Mutationen überhaupt unter Kontrolle halten?

Die Sorge ist, dass aufgrund der höheren Übertragbarkeit der Trend der fallenden Inzidenzen bald passé sein könnten. Sowohl das Datenjournalismus-Team der "Süddeutsche Zeitung" als auch des "Spiegel" haben das in groben Modellen vorgerechnet.

Beide Modellierungen gehen davon aus, dass wenn die Wirkung der Maßnahmen gleich bleibt, die Fälle nach März wieder steigen.

Nun gibt es Argumente dafür, dass das Problem sogar noch größer werden könnte: Zum einen, weil sich mit zunehmender Zeit die Leute weniger an die schon eingeführten Lockdown-Maßnahmen halten. Zum anderen, weil jetzt die Schulen wieder geöffnet werden und dies wohl dazu führen wird, dass es unweigerlich mehr Neuinfektionen gibt.

Es gibt aber auch ein bisschen Hoffnung. Zum einen könnte der saisonale Effekt durch den Frühling, dass die Menschen sich also mehr draußen aufhalten, die Übertragbarkeit ein wenig senken – wenngleich wohl in einem deutlich geringeren Ausmaß als im letzten Jahr. Und auch die sogenannte britische Variante lässt sich, allerdings mit sehr rigiden Maßnahmen, einfangen, wie Zahlen aus Großbritannien zeigen, wo die Variante B.1.1.7 bereits das Geschehen dominiert. Einer der Hauptunterschiede im Vergleich zu dem, was in Deutschland ab nächster Woche geplant ist: In Großbritannien sind die Schulen nach wie vor geschlossen.

Auch vor diesem Hintergrund plädieren aktuell namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für eine "No-Covid-Strategie" [ifo.de]. Demnach sollten zunächst die Inzidenzen noch weiter heruntergefahren werden, um mit Kontaktnachverfolgung und anderen Maßnahmen besser das Virus zu kontrollieren. Dann, so das Argument der Wissenschaftler, wäre es auch wieder möglich weitgehend ohne Einschränkungen das öffentliche Leben wieder hochzufahren.

Wie gut wirken die Impfstoffe gegen die Mutationen?

Die Zulassungsstudien der Impfstoffe beziehen sie alle auf den Wildtyp von Sars-Cov-2, also die ursprüngliche Variante. Entsprechend gibt es nur vorläufige Daten dazu, wie gut die Wirksamkeit gegen die neuen Mutationen ist.

Was die in Großbritannien entdeckte Mutation angeht, sind die Nachrichten bisher überwiegend positiv. Zwar zeichnet sich sowohl ab, dass als Reaktion auf eine Infektion mit dieser Variante sich deutlich weniger Antikörper bilden, aber dennoch scheint die Schutzwirkung gegen die "britische" Variante auszureichen – und das sowohl bei Astrazeneca [lancet.com] als auch Biontech-Pfizer [sciencemag.com] und auch bei Moderna [medrxiv.org]. Diffuser ist das Bild, wenn es um die Wirkung gegen die in Südafrika entdeckte Variante geht. Dort sieht es wohl aus, dass zumindest Astrazeneca kaum Schutz gegen symptomatische Infektionen bietet [bbc.com]. Allerdings wurde die Studie dazu nur bei jungen Menschen durchgeführt, die selten schwer an Covid-19 erkranken [medrxiv.org]. Denkbar ist also, dass Astrazeneca zumindest gegen schwere Verläufe auch bei der sogenannten südafrikanischen Variante schützt.

Bei Moderna und Pfizer-Biontech hingegen scheint es so zu sein, dass zwar auch hier die Immunantwort durch die Antikörper schwächer ausfällt als beim Wildtyp - aber stark genug um zu schützen. Sowohl die Moderna-Studie [nejm.org] als auch die Biontech/Pfizer Studie wurden im "New England Journal of Medicine" veröffentlicht [nejm.org] - beide Studien müssen aber mit Vorsicht beachtet werden, weil sie sich bisher lediglich auf die Antikörper-Reaktionen beim Blut von Patienten unter Labor-Bedingungen stützen. Da sich aber die brasilianische und die südafrikanische Variante ähneln, erscheint es gut möglich, dass beide Impfstoffe auch gegen die Mutation aus Brasilien wirken. Astrazeneca will derweil noch in diesem Jahr einen an die neuen Varianten angepassten Impfstoff herausbringen [bbc.co.uk]. So oder so bleibt aber klar, dass sich das Rennen zwischen Menschheit und Virus aktuell verschärft.

Sendung: Inforadio Nachrichten, 11.30 Uhr

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66 Kommentare

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  1. 66.

    Frankreich, meine zweite Heimat, ein gutes Beispiel - ehrlich. So sieht es dort heute aus:
    https://meinfrankreich.com/corona-in-frankreich-das-gilt-im-februar/
    Ich stelle mir das gerade hier vor - Sperrstunde mit der Aussicht auf Knast - Passierscheine mitführen - Maskenpflicht die auch durchgestzt wird - die "Erinnerung" kostet 135:- € - Mahlzeit. Die Leute würden hier auf die Barrikaden gehen. Anderseits ist in France "klare Kante" angesagt - Zuckerbrot oder Peitsche.

  2. 65.

    Ja, mindestens bis Dezember 21. Kann man auf der Internetseite der Bundesregierung nachlesen. Wurde bereits im letzten Jahr entschieden. Man muss nur suchen....

  3. 64.

    Es ist dem Virus und den Mutationen egal, was wir denken, wie wir uns informieren und was wir verdrängen. Wer sich nicht an die Regeln halten will bietet sich als leicht erreichbares Infektionsziel an und sogt weiterhin dafür, dass wir dieser Krise ewig an der Backe haben - herzlichen Dank für Ihre veranwortungsvolle Denkart

  4. 63.

    Die Experten entdecken endlos weitere Varianten & Mutanten. Wie lange will man uns deswegen noch einsperren und mit Berufsverboten belegen? Wochen, Monate, Jahre...?

  5. 62.

    "Das schon vor Corona allein in Deutschland 300.000 daran leiden wird weggelassen.... ist ja nicht wegen corona."

    Schlimme Zahlen - umso mehr sollten wird darauf achten, dass es durch Corona nicht noch mehr werden. Danke, dass Sie mir damit beipflichten! :-)

    Übrigens geht es nicht nur um chronische Müdigkeit, sondern um (chronische) Entzündungen in diversen Organen des Körpers, die sogar zu Organausfällen führen können. Einige Post-Covid-Patienten sterben erst Monate nach ihrer vermeintlich überstandenen Infektion an den Folgen. Steht aber auch alles in den Berichten, die ich verlinkt habe ...

  6. 61.

    Danke für Ihre ermutigenden Worte! Tut gut, mal vernünftige Menschen zu lesen. ;-)

  7. 60.

    Erst Corona, jetzt B.1.1.7 und später dann E.4.8.4 usw. wielange will die Bundesregierung die Bürger noch wegsperren und Vorschriften machen, das geht auf Dauer nicht gut.

  8. 59.

    Danke Heike, endlich mal eine Person, die es begriffen hat.

  9. 58.

    Herr HMB,
    der Beitrag war überfällig, da er sachlich und unaufgeregt die Fakten darlegt. Nach den neuen medialen Hiobsbotschaften rund um die Mutationen braucht man eine vernüftige Einordnung.

    Zum Absatz mit der Frühlingshoffnung: Da würde ich noch hinzufügen, dass wir aufgrund der hohen Wetter- bzw. Luftfeuchtigkeitsabhängigkeit bei der Übertragung des Virus aktuell Glück haben: Gestiegene Temperaturen und eine geringe Luftfeuchtigkeit lassen erwarten, dass sich die Abwärtskurve noch eine Weile hält.
    (Leider wird aber aus meiner Prognose der 35er-Inzidenz Ende nächster Woche trotzdem nichts... ;-) )

  10. 57.

    Und wenn sie noch so groß schreiben das macht ihre Aussage nicht wichtiger.
    Das post covid Syndrom ... ja gibt es .... dieses gibt es schon länger.... nun hat man dafür einen neuen Namen.... weil man nun einen Grund für das CFS/ME ausgemacht hat.
    Das schon vor Corona allein in Deutschland 300.000 daran leiden wird weggelassen.... ist ja nicht wegen corona.
    https://www.apotheken-umschau.de/Chronisches-Fatigue-Syndrom

    Und neben diesem gibt es noch reichlich Krankheiten die den erkrankten etwas länger erhalten bleiben.
    Bekanntester Vertreter ist der Schlaganfall.... aber ist ja kein Corona, zählt also nicht.



  11. 56.

    Kann Ihren Kommentaren nur voll und ganz zustimmen!
    P.S. Für manche kann die Schriftgröße weit über 100 sein, wird nicht helfen ... nicht ärgern!

  12. 55.

    "Dann sterben wir halt, watt soll's!"
    Sie übertreiben maßlos. Die meisten Infizierten haben das Virus überlebt, viele werden noch garnicht wissen das sie je infiziert waren.
    Ihre Angst vor dem Virus ist ja beängstigend, dafür gibt es Ärzte die ihnen helfen könnten.
    Haben sie im Okt. 1962 auch 13 Tage unterm Tisch gesessen denn da war die Gefahr zu sterben wesentlich größer als heute.
    Noch einmal: ja es gibt das Virus, ja es kann für Menschen gefährlich sein und man sollte Vorsorge betreiben. Dies wurde leider im letzten Sommer versäumt. Aber 83 Millionen Bürger in den Lockdown zu versetzen ist nmM unangemessen.

  13. 54.

    Es ist doch einfach nur noch zum Verzweifeln alles, da regt sich erst Hoffnung, daß der Schließrunter endlich mal gelockert wird und nun kommt der Mist zurück und begräbt schon wieder alles unter sich, ich weiß wirklich nicht wie das weitergehen soll, darf ich zum Kotzen sagen?

  14. 53.

    Wie jetzt, Querdenker fürchten Leichenberge? Dachte bisher das tun nur Panikmacher?

  15. 52.

    Sehe ich nicht ganz so. Die Impfungen stocken vor allem deswegen, weil die EU vorsichtig war bei den Bestellungen. Wenn die aber gepokert und infolge dessen Geld in den Sand gesetzt hätte, na dann wäre ja was los. "Steuergeldverschwendung!", "unverantwortliche EU-Bürokraten!" würden dann alle schreien, denn zu meckern gibt es immer was. Nach und nach kommt es schon in Gang.

    Luftfilter sind nicht der Weisheit letzter Schluss. Soweit ich weiß, haben sich trotz Luftfilter Menschen angesteckt.

    Tja, Heimschutz: Mehr, als sich regelmäßig testen zu lassen und Besuchssperren zu verhängen, kann man im Wesentlichen nicht machen. Woran es da hapert, ist schwer zu sagen. Vielleicht ist man doch nicht konsequent maßnahmentreu?

    Die Corona-Hilfen indes sind wirklich ein Problem. Hier muss dringend nachjustiert werden. Aber diese Hilfen haben ja nichts mit Infektionsschutz zu tun. Die sind ein Thema für sich.

  16. 51.

    Nun bezieht er sich, wie das RKI auch, auf Todesfälle und Infektionen und nicht auf Folge-und Begleiterkrankungen.
    Warum sollte er deswegen "trollen" ?
    Das hat wohl was mit Ihrer Toleranzschwelle zu tu, oder :-) ?`?

  17. 50.

    "Viren gab es schon immer und sie mutieren. Trotzdem hat die Menschheit überlebt."

    Meine Güte, ja. Aber das heißt doch nicht, dass wir uns dem Fatalismus hingeben und sagen: "Sei es, wie es ist. Dann sterben wir halt, watt soll's!" Dann können wir ebenso gut jegliche Wissenschaft und Medizin ablehnen und jeden Tod, sei er auch noch so vermeidbar, einfach hinnehmen mit einem seligen Grinsen im Gesicht. Denn selig sind die Dummen.

  18. 49.

    Leider kann ich die Schriftgröße hier nicht erhöhen oder in Fettschrift schreiben, weshalb ich in Großbuchstaben schreiben muss:

    ES GEHT NICHT NUR UM TODESFÄLLE IM ZUGE EINER PANDEMIE!

    Ist das jetzt endlich angekommen? Mal wieder typisch für Sie (und andere Verharmloser), dass Sie das Post-Covid-Syndrom völlig ausblenden bzw. gar nicht darauf eingehen. Denn darunter leiden auch deutlich jüngere Patienten - unter Umständen ihr Leben lang und dann mit spürbaren Auswirkungen auf deren Arbeitsfähigkeit, was volkswirtschaftlich relevant ist. Übrigens, schon lustig, dass Sie mir vorwerfen, ich würde nie was verlinken oder Quellen nennen, und auf die verlinkten Themen überhaupt nicht eingehen. Trolling at its finest! :D

  19. 48.

    Thesen, Vermutungen und nicht belegte Zahlen.
    Gebt doch Komentare erst preis wenn sie Hand und Fuss haben. Alles andere ist nur Panikmache. Erst sind die Mutanten ein mehrfaches ansteckende und jetzt "nur 30 bis 50%. Wir befinden uns immer noch im Lockdown und die Zahlen sinken, wenn auch langsam. Wer beweist denn, dass es ohne Mutanten anders wäre. Vielleicht wäre die Infektionzahl gleich eben nur mit den unmotierten Virus.

  20. 47.

    "Dann endet der Lockdown im Juni oder Juli???"
    Moin, sie sind ja optimistisch. Ich denke mal der 14. März wird zeigen wo die Reise hingeht. Sollte der Michel zufrieden mit dem Lockdown sein und die Politik bestätigen wird das mit Angst/Lockdown etc. so weitergehen bis irgendwann in ferner Zukunft genug Impfstoff vorhanden ist.
    Viren gab es schon immer und sie mutieren. Trotzdem hat die Menschheit überlebt. Solange nicht jeder Infizierte stirbt oder in Raccoon City das Zombie Virus "gekocht" wird sollte das auch so bleiben. ;-)

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