Eine Frau schaut auf Kerzen und Tafeln am Breitscheidplatz, die an die Opfer des Amri-Anschlags erinnern (Quelle: imago/IPON)

Bericht: 119 Menschen bekamen Geld - Terroropfer bisher mit 1,5 Millionen Euro entschädigt

Opfer und Hinterbliebene des Anschlags auf den Berliner Breitscheidplatz sind bisher mit 1,54 Millionen Euro entschädigt worden.

Diese Summe sei an insgesamt 119 Menschen gezahlt worden, berichtet die "Rheinische Post" (Dienstagsausgabe) und beruft sich auf das Bundesjustizministerium. Zwei Anträge seien abgelehnt, über zehn weitere sei noch nicht entschieden worden. Die Antragsteller seien bislang nicht im Zusammenhang mit dem Attentat vor neun Monaten registriert worden und hätten auch noch keine Belege dafür vorgelegt.

Kurz vor Weihnachten war der Tunesier Anis Amri mit einem gekaperten Lkw auf den Breitscheidplatz gerast. Zwölf Menschen starben, fast 100 weitere wurden verletzt. Der Attentäter wurde auf seiner Flucht wenige Tage später bei einer Polizeikontrolle in Mailand erschossen.

Der Opferbeauftragte Kurt Beck hatte in seinen Zwischenbericht im Juli mitgeteilt, viele der Opfer seien psychisch traumatisiert, etliche noch immer in ärztlicher Behandlung. Einige seien so schwer verletzt, dass sie immer noch im Krankenhaus lägen. "Manche von ihnen werden dauerhafte Pflegefälle bleiben", hieß es in dem Bericht.

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