Pferderennen auf der Galopprennbahn in Hoppegarten, Archivbild (Quelle: Imagebroker/Bernhard Freisen)
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Wegen Hitze - Peta fordert Absage von Pferderennen in Hoppegarten

Die Tierschutzorganisation Peta fordert eine Absage von Pferderennen auf der Galopprennbahn Hoppegarten (Märkisch-Oderland), die für Freitagnachmittag geplant sind. Die anhaltend hohen Temperaturen seien eine Gefahr für die Gesundheit der Pferde. "Für uns sind die Pferderennen ganz klare Tierquälerei", sagte Peta-Sprecherin Jana Hoger dem rbb.

Galopprennbahn verdoppelt Zahl der Veterinäre

Ein Sprecher der Galopprennbahn Hoppegarten wollte sich auf Anfrage von rbb|24 am Freitag nicht direkt zu den Vorwürfen von Peta einlassen. Man halte sich an die Richtlinien zum Tierschutz der Dachorganisation German Racing, hieß es.

Die für Freitag geplanten Rennen würden definitiv stattfinden, so der Sprecher. "Das Wetter hat sich deutlich gebessert. Wir erwarten unter 30 Grad für den Start um 17 Uhr und sinkende Temperaturen am Abend." Die Zahl der Tierärzte vor Ort sei auf vier verdoppelt worden, zusätzlich stünden den Veterinären zwei Assistenten zur Verfügung. "Wir werden außerdem deutlich, deutlich mehr Tränken vorhalten", so der Sprecher.

Der erste Lauf sei bereits leicht nach hinten verschoben worden und beginne nun um 17 Uhr. Es seien acht Rennen geplant, an denen insgesamt 68 Tiere teilnehmen sollen. Der letzte Lauf soll um 20.30 Uhr starten. Sollten die Tierärzte Vorbehalte haben, werde der Zeitplan nach hinten verschoben.

Peta kritisiert Gebrauch von Peitschen

Bereits am Mittwoch forderte Peta-Sprecherin Jana Hoger gegenüber der rbb-Welle Antenne Brandenburg eine kurzfristige Absage des Rennens. "Bei Galopprennen werden Pferde systematisch als Sportgeräte missbraucht", sagte sie. "Die Pferde werden noch immer mit Peitschenschlägen auf der Zielgeraden ins Ziel geschickt." Eine weitere Gefahr seien die hohen Temperaturen.

Laut Peta sind in der Vergangenheit während der Galopprennen immer wieder Pferde zu Tode gekommen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 26.07.2019, 5.30 Uhr

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4 Kommentare

  1. 4.

    Der Trend zeigt in Richtung Dauerdemonstration. Nicht mehr wegfliegen, nur noch vegan, keine Belustigung an Feuerwerk, das Grillen wird einem vergelt, Autofahren sowieso, ..... und jetzt der Pferderennsport. Was bleibt dann noch, als es der Jugend gleich zu tun? Also, gehen wir springen und die Arbeit schwenzen.

  2. 3.

    Bei der Hitze, da wäre eine Absage der Rennen angebracht. Jedoch sind Pferderennen schon seit der Antike quasi Kulturgut. Wenn keine Pferde mehr für Rennsport gezüchtet würden, gäbe es ggf. bald keine mehr. Ohne konkreten Nutzen der Pferde würden sie wahrscheinlich bald nicht mehr in unserem Kulturraum vorkommen. Einfach nur Leben lassen, dass passt nicht in unsere Vorstellung.

  3. 2.

    Unbedingt absagen!

  4. 1.

    Sehr gute Idee das abzusagen. Pferde überhitzen viel schneller. Das braucht doch kein Pferd. :-(

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