Symbolbild: Baukran vor blauem Himmel. (Quelle: imago/Ulrich Roth)
Bild: imago stock&people

Brandenburg fehlen die Handwerker - Polnische Firmen wollen in Deutschland arbeiten

Polnische Baufirmen haben genügend Kapazitäten, um städtische Gebäude in Brandenburg zu bauen und zu sanieren. Der Bedarf ist da - viele Kommunen bleiben auf ihren Aufträgen sitzen.

Für polnische Kommunen ist Investitionsstau ein Fremdwort: Polen selbst ist eine Großbaustelle - und das zieht viele ausländische Baufirmen an. Die Einheimischen haben währenddessen genügend Kapazitäten, in Brandenburg auszuhelfen.

Bei all den großen ausländischen Firmen bleibt wenig Platz für kleine Firmen, erklärt Cezary Kowanda, Wirtschaftsredakteur des Magazins Polityka, die aktuelle Situation in der polnischen Baubranche. Aufgrund der vielen Bauprojekte im ganzen Land, kommen große internationale Baukonzerne ebenso zum Zug wie viele kleine mittelständische Unternehmen.  

Dialog mit kleinen Unternehmen suchen

Für diese Unternehmen, sagt Kowanda, sind kleine Ausschreibungen bei Kommunen eine Chance, sich weiter zu entwickeln. Besonders interessant seien kommunale Aufträge, wenn EU-Fördergelder mit den Ausschreibungen verbunden sind. Viele Unternehmen ließen sich in puncto Ausschreibeverfahren sogar professionell schulen, um Angebote richtig abzugeben und Aufträge gewinnen zu können.

Mit Blick auf den aktuellen Investitionsstau in deutschen Städten und Gemeinden, die keine Auftragnehmer für ihre Bauprojekte finden, rät der Wirtschaftsredakteur den deutschen Kommunen, gezielt den Dialog mit polnischen Unternehmen zu suchen.

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