Frank Balzer (SPD) kandidiert 2017 als Bürgermeister in Eisenhüttenstadt. Die Wahl findet am 24.09.2017 gemeinsam mit der Bundestagswahl statt. (Quelle: Presse Frank Balzer)
Frank Balzer (SPD) ist neuer Bürgermeister in Eisenhüttenstadt. | Bild: Presse Frank Balzer

Amtsübergabe Bürgermeister Eisenhüttenstadt - Balzer kommt, Püschel ist schon weg

In der Stichwahl im Oktober hat er sich klar durchgesetzt. Ab heute ist Frank Balzer von der SPD ganz offiziell neuer Bürgermeister von Eisenhüttenstadt. Er übernimmt das Amt von Dagmar Püschel (Die Linke), die acht Jahre lang die Geschicke der Stadt gelenkt hat.  

Acht Jahre lang hat die Linkenpolitikerin die Geschicke der Stadt gelenkt, aber die Eisenhüttenstädter hat sie am Ende wohl nicht mehr so überzeugt. Fast 68 Prozent haben ihre Stimme bei der Stichwahl im vergangenen Oktober dem Kontrahenten von der SPD, Frank Balzer, gegeben. "Ich mache einen kompletten Neuanfang", sagte Püschel nach ihrer Niederlage. Das hat sie scheinbar direkt umgesetzt. Denn am Freitag bei der Amtsübergabe im Eisenhüttenstädter Rathaus war Püschel schon nicht mehr dabei.  

Neuanfang an der Ostsee

Auf den Fluren des Rathauses war zu hören, dass Dagmar Püschel ihren Neuanfang in Mecklenburg Vorpommern an der Ostsee machen will. Die Amtsgeschäfte habe sie ihm schon im Dezember übergeben, sagt Frank Balzer, der neue Bürgermeister. "Das Arbeitsverhältnis war respektvoll, sie hat mir viele Themen mit auf den Weg gegeben", sagte er. Er habe auch schon an Beratungen teilgenommen. Am Montag beginnt Frank Balzer mit seiner Arbeit und wird sich auch gleich mit den wichtigsten Themen, die in der Stadt anstehen, beschäftigen, sagt der Vorsitzende der Stadverordnetenversammlung Peter Müller. "Ich denke, dass wir eine ganze Reihe von Schwerpunkten bearbeiten, die im Bereich städtischer Unternehmen liegen. Das Altenheim ist etwas, um was wir uns dringend kümmern müssen", sagte er.  

Zusammen mit den Stadtverordneten

In das städtische Alten- und Altenpflegeheim muss dringend investiert werden, denn die Menschen in Eisenhüttenstadt werden älter und die Nachfrage nach Heimplätzen steigt, sagt Frank Balzer. So werden die Stadtverordneten in ihrer nächsten Sitzung sicher über mögliche Investitionen diskutieren. "In welcher Konstellation, das muss natürlich verabredet werden, auch mit den Stadtverordneten, mit denen ich eng zusammenarbeiten werde", sagte Balzer. Er wolle sich auch im eine bessere Kommunikation bemühen, "damit wir zeitnah an den Themen sind und auch gemeinsam Entscheidungen finden - und nicht der eine so, die anderen so", sagte er.  

Zukunft für das Lunik

In den früheren Stadtverordnetenversammlungen unter Dagmar Püschel soll es mitunter regelrechte Grabenkämpfe gegeben haben. Kritiker warfen der früheren Bürgermeisterin einen inkompetenten Führungsstil vor. Frank Balzer will sich künftig mehr über Lösungen streiten als über Probleme und sich um Verbindung bemühen. "Die Probleme kennen wir alle in Eisenhüttenstadt, und ich habe ja im Wahlkampf gesagt, dass für mich die Wirtschaftsförderung und Wirtschaftentwicklung Chefsache ist, das werde ich in der Verwaltung entsprechend kommunizieren", sagte er. Auch die Ausstattung der Grundschulen und weiterführenden liege ihm am Herzen. Und die Stadtentwicklung: "Wenn man aus dem Rathaus blickt, gibt es einen großen Schandfleck, das Lunik. Da gibt es viele Wünsche von den Bürgern", sagte er, und kündigte an, sich um die Zukunft des ehemaligen und nun leerstehenden Hotels zu kümmern.
 

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