Audio: Antenne Brandenburg | Michel Nowak | 12.07.2018 | Bild: Michel Nowak
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Gesundheitsbehörden suchen Infektionsherd - Tote nach Salmonellenvergiftung in Storkow

Zwei Bewohner eines Pflegeheims in Storkow sind an den Folgen einer Salmonelleninfektion verstorben. Bei 20 weiteren besteht der Verdacht einer solchen Infektion. Die Behörden im Landkreis Oder-Spree suchen fieberhaft nach den Ursachen.

Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall – Ende Juni häuften sich bei vielen Bewohnern im abgelegenen Storkower Alten- und Pflegeheim Karlslust solche Beschwerden. Der Verdacht auf eine Salmonellen-Vergiftung kam auf: Die Geschäfstführerin des Heims, Ulla Mulalic, reagierte mit der Absage von Gemeinschaftsveranstaltungen, ließ Desinfektionsmittel ausgeben und die Besuche einschränken.

Bei 19 Bewohnern und zwei Pflegern traten die Symptome auf. Bei acht von ihnen wurde der seltene Infektionstyp „salmonella panama“ nachgewiesen. Mitarbeiter des Lebensmittelüberwachungsamts rückten an. Desinfizierten die Küche, nahmen Proben und suchten nach dem Infektionsherd. Bisher vergeblich, sagt Amtsleiterin Petra Senger.  

Möglicherweise gelangte der Erreger über Lebensmittel wie rohe Würste ins Altenheim. Sechs erkrankte Bewohner mussten ins Krankenhaus. Drei von ihnen sind inzwischen wieder entlassen. Einer wird intensiv medizinisch behandelt. Besonders tragisch: Ein 82-jähriger Mann und eine 89-jährige Frau erlagen den Folgen der Infektion.  

Mehr als 70 Bewohner und fast 60 Mitarbeiter des Seniorenheims stehen jetzt unter ärztlicher Aufsicht. Für die Allgemeinheit sieht das Gesundheitsamt des Landkreises Oder-Spree keine direkte Gefahr. Für das Storkower Altenheim könne allerdings erst Entwarnung gegeben werden, wenn es eine Woche lang zu keinen Neuinfektionen kommt.  





 

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