Gründer Martin Jüdes aus Schwedt stolz über Erfolg und gute Auftragslage im ersten Jahr
Bild: rbb/Katja Geulen

Wirtschaftswunder Uckermark - Neue Industriefirma in Schwedt

Neue Industrieansiedlungen - darauf hoffte seit vielen Jahren die Uckermark. Doch im Gegensatz zum benachbarten Polen gibt es im Nordosten Brandenburgs keine  Sonderwirtschaftszonen für Investoren. Doch es tut sich was in der Uckermark. Eine Reportage von Katja Geulen

Wir brauchen mehr Industrie - so tönt es aus Wirtschaft und Politik. Auch aus der Uckermark. Dort steht man in enger Konkurrenz um Arbeitsplätze mit dem benachbarten Polen. Die Förderung ist dort höher. In der Industriestadt Schwedt haben sich zwei mutige Jung-Unternehmer selbständig gemacht und ihr Anlagenbau-Unternehmen AMU ist in knapp einem Jahr von 7 auf 27 Mitarbeiter gewachsen. Trotz bürokratischer Hürden

Werkhalle von Anlagenbau Schwedt AMU
Bild: rbb/Katja Geulen

Anlagenbau will weiter wachsen

Doch Martin Jüdes hat mit seinem Kollegen Robert Bunn vor einem Jahr beschlossen, selbst ein Anlangen Bau-Unternehmen zu gründen. Im Portfolio: Behälter, Rohrleitungen, industriemäßige Stahl, Schweiß und Schlosserarbeiten. Doch inzwischen kommen die frisch gebackenen Chefs kaum noch selbst an das Schweißgerät. Zu viel Büro Kram. Hinter ihnen liegt ein Dschungel von Zertifizierungen - an der Bürokratie zu möglichen Fördermitteln sind sie gescheitert, dafür klappt es aber bei der Akquise der Kunden umso besser. Aufträge aus Berlin, Leuna, Herne - und natürlich aus Schwedt selbst. Und die AMU gehen davon aus, dass sie weiter wachsen werden. Ihr umsatzmäßig angepeiltes Ziel für dieses Jahr haben sie schon erreicht. Das Geld wurde in neue Schweißgeräte investiert. Und der Betrieb braucht noch eine Fräse. Doch zuvor heißt es wieder Büroarbeit. Einstellungsgespräche stehen im Kalender.

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