Bewerbungswettkampf bei der Bundespolizei
Audio: Antenne Brandenburg | 24.07.2019 | Maximilian Horn | Bild: rbb/Maximilian Horn

Panther Challange - Ferienlager a la Bundespolizei

Bei der "Panther Challenge" der Bundespolizei können sich interessierte Jugendliche über die Polizeiarbeit informieren: Wasserwerfer, Polizeihunde, Hausdurchsuchungs-Simulationen - die Behörde bietet alles auf, um sich die besten Bewerber im Kampf um den Nachwuchs zu sichern. Von Maximilian Horn

Bei der "Panther Challange" der Bundespolizei erhalten Jugendliche Einblicke in die Arbeit der Beamten. Wasserwerfer, Polizeihunde, Hausdurchsuchungs-Simulationen - die Behörde bietet alles auf, um sich die besten Bewerber im Kampf um den Nachwuchs zu sichern.

Roter Rauch qualmt aus einer Mülltonne, während ein Panzerwagen ein demoliertes Auto beiseiteschiebt. Ein Wasserwerfer mit der Aufschrift "BLU 3" drängt die wütende Menge zurück. Vermummte mit ausgestreckten Mittelfingern trotzen dem Wasser. Aber Entwarnung – das alles ist nur eine Übung.

Bei der dreitägigen "Panther-Challenge" am Standort Blumberg sollen 99 Jugendliche die Arbeit der Bundespolizei kennenlernen.  Denn um gute Bewerber zu bekommen, reicht es heute längst nicht mehr, eine Anzeige in der Zeitung zu schalten.

Auch, wenn die Bewerberlage noch recht ordentlich sei, sagt Damaris Lange von der Bundespolizeiabteilung Blumberg.

Die Bundespolizei im Wettkampf um die besten Bewerber

Auf 3.000 Stellen kämen 35.000 Bewerber. Aber man wolle vorsorgen: "Ich denke zukünftige Bewerber muss man einfach überzeugen, dass der Beruf des Bundespolizisten spannend ist und auch einfach bestimmte Erwartungen schonmal erfüllen", sagt Damaris Lange. "Und deswegen ist es unser Motto: mehr praktisch als theoretisch."

Frei nach diesem Motto ist die "Panther Challenge" gestaltet. Die Idee: Eine Mischung aus der Vorführung von Einsatzmitteln wie Wasserwerfern und abgerichteten Hunden, erklärenden Vorträgen zur Polizeiarbeit und vor allem – ein Wettkampf.

Heute, am zweiten Tag, haben die Teilnehmer in Gruppen insgesamt zehn Stationen zu bewältigen, darunter Geschicklichkeitsübungen, Kampfsport und Erste Hilfe.

Bewerbungswettkampf bei der Bundespolizei
Bild: rbb/Maximilian Horn

Hausdurchsuchung unter Zeitdruck

Doreen Weigel aus Berlin muss mit ihrer Gruppe zusammen eine Wohnung durchsuchen. Die Aufgabe: Zehn Gegenstände zu finden, darunter Attrappen "verbotener Gegenstände" wie zum Beispiel Messer und Pistolen.

Zehn Minuten hat die Gruppe für die Aufgabe. Die Übungsleiterin schaut auf die Uhr und ruft "los" – die Jugendlichen stürmen in die Wohnung und fangen an, sie auseinanderzunehmen.

Die Zeit vergeht viel zu schnell – am Ende hat die Gruppe nur sechs der zehn Gegenstände gefunden. "Der Personalausweis, das war das Schwierigste", sagt die fünfzehnjährige Doreen. "Der war versteckt unter den Kleidungsstücken. Da musste man richtig gucken. Das war der schwierigste Gegenstand." Viel Zeit zum Nachdenken bleibt nicht, denn die Gruppe muss schnell weiter zur nächsten Übung.

Voraussetzung: Bundesweite Einsatzbereitschaft

Die Bundespolizei ist unter anderem für die Sicherung der Grenzen, der Bahnhöfe und Flughäfen zuständig. Sie rückt aber auch zur Unterstützung der Länderpolizeien an, beispielsweise bei den 1.-Mai-Demonstrationen in Berlin.

Eine Arbeit bei der Behörde kann sich Doreen Weigel durchaus vorstellen. Auch wenn das bedeutet, dass sie bundesweit versetzt werden kann.

Denn das ist eine der Kernvoraussetzungen für die Arbeit bei der Bundespolizei. Damaris Lange von der Bundespolizeiabteilung Blumberg sagt: "Also darauf muss sich ein Bewerber einstellen. Wenn jemand aus Brandenburg kommt, dass er nicht unbedingt in die Heimat zurückkommt nach der Ausbildung."

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