Ludolf von Maltzan vor Landschaft
Audio: Antenne Brandenburg | 16.10.2019 | Bild: ZDF-Mediathek

Landwirt des Jahres 2019 - Ökobauer aus Brodowin für Ceres-Award nominiert

Für die Auszeichnung "Landwirt des Jahres 2019" sind 33 Landwirte aus ganz Deutschland nominiert. Unter ihnen auch Ludolf von Maltzan, Geschäftsführer des Ökodorfes Brodowin im Barnim. Von Tony Schönberg 

Seit zwölf Jahren ist Ludolf von Maltzan Geschäftsführer des Ökodorf Brodowin (Barnim). Zusammen mit Peter Krentz verteibt er vom Ei über die Milch bis hin zu Gemüse und Fleisch Bioprodukte in Demeter-Qualität. Anders als andere Landwirtschaftsbetriebe ist das Ökodorf breit ausgestellt. "Ein Gegensatz zu sonst üblicher Landwirtschaft, die total spezialisiert ist," sagt Ludolf von Maltzan.

Diese Geschäftsidee finden auch die Veranstalter des Ceres-Awards so interessant, dass sie Maltzan für die Auszeichnung "Landwirt des Jahres 2019" nominiert haben. Darüber hinaus ist er auch in der Kategorie "Geschäftsidee" nominiert - unter anderem für den Versand der Produkte über einen Online-Shop.

Ein weiter Weg zum Erfolg

Von einer LPG der späten DDR hat sich das ganze Dorf Brodowin direkt nach Mauerfall auf Ökolandbau umgestellt. Entschieden haben das damals die Genossenschaftler gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft. In den darauf folgenden Jahren kamen eine Molkerei und neue Stallungen, ein Gewächshaus und eine Meierei hinzu. Nach und nach entwickelte sich das Ökodorf Brodowin zu Deutschlands größtem Demeter-Hof, inzwischen in Privatbesitz.  

Geschäftsidee mit Gesamt-Philosophie

Transparenz ist ein wichtiger Faktor im Unternehmen. Das wird zum Beispiel an der gläsernen Molkerei deutlich. Mitarbeiter Holger Punze musste sich erst daran gewöhnen Zuschauer bei der Arbeit zu haben. Die Athmosphäre im Ökodorf beschreibt Punze als herzlich und familiär. Dahinter steckt laut Geschäftsführer Ludolph von Maltzan eine eigene Philosophie. "Brodowin ist eine Idee, ein Weg und eine Mission. Wir möchten gerne gute Lebensmittel herstellen und wir möchten uns einbringen in der Region, in der wir leben." Die Lebensmittel werden auf kurzenTransportwegen innerhalb Ostdeutschlands oder per Direktvermarktung im eigenen Hofladen vertrieben.

Die Preisverleihung findet im Rahmen der Gala-Veranstaltung "Nacht der Landwirtschaft" am 16. Oktober statt. Ausgerichtet wird sie vom Deutschen Landwirtschaftsverlag.

Überzeugendes Projekt, aber kein Sieg

Am Ende hat es für den Barnimer Öko-Bauern aber nicht ganz gereicht. Er schaffte es zwar unter die ersten drei seiner Wertungs-Kategorie, wurde jedoch nicht Preisträger. Das sind jetzt Öko-Schweinezüchter aus Nord-Friesland.

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1 Kommentar

  1. 1.

    Gratulation zur Nominierung und vor allem zu den hervorragenden Produkten, die sehr lecker schmecken und auch ohne schlechtes Gewissen genossen werden können, da die Kühe z.B. ein gutes Leben haben :)Und die Produkte sind in meinem Berlin Bezirk sehr gut zu bekommen und auch nachgefragt!

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