Bar-share im Kreis Barnim
Audio: Antenne Brandenburg | 23.12.2019 | Maximilian Horn | Bild: rbb/Maximilian Horn

Mangelndes Interesse - Landkreis Barnim zieht Carsharing-Wagen aus Britz ab

Der Landkreises Barnim hat mit seinem Carsharing-Programm einen Rückschlag erlebt. Das in Britz stationierte Auto wurde an einen neuen Standort verlegt, weil niemand es nutzte. Aber nun meldet das Amt Interesse an der Nutzung des E-Autos an.

Das einzige in Britz stationierte E-Auto des Carsharing-Programms Barshare des Landkreises Barnim wurde abgezogen. Das teilten die Barnimer Kreiswerke bereits am Montag mit. Grund sei fehlende Nachfrage.

Während die 20 Barshare-Fahrzeuge seit dem Start des Programms im Mai 2019 landkreisweit über 500 Mal gebucht wurden, wurde der Renault Zoe in Britz im vergangenen halben Jahr kein einziges Mal genutzt. Er wird nun an einem anderem Standort im Barnim eingesetzt.

Das Barshare Programm sieht vor, dass die Mitarbeiter der Kreisverwaltung etwas mehr als die Hälfte der Wagen dienstlich nutzen. Diese Autos sind zu den Arbeitszeiten werktags für die Kreisverwaltung reserviert. Außerhalb dieser Zeiten stehen die Autos privaten Bürgern zur Verfügung.

Rückkehr nach Britz im kommenden Jahr

"Damit das Fahrzeug bei uns stehen bleibt, ist es erforderlich, dass das Amt einen sogenannten Hauptnutzervertrag auf den Weg bringt. Und bisher gab es keine Bereitschaft, aber da haben sich die Vorzeichen gewendet", sagte Jörg Matthes, Direktor des Amts Britz-Chorin-Oderberg, zum Abzug des Wagens aus Britz. Das Auto werde daher im kommenden Jahr zurückkommen. Nur der Zeitpunkt stehe noch nicht fest.

Das fehlende Interesse der Britzer erklärt sich Anwohner Günther Feige so: "Es ist ein Aufwand, zu dem Auto hinzukommen, das Auto wieder hinzustellen. Ich weiß noch nicht, wie es richtig funktionieren soll."  

Auch Hildegard Jüst hat keine Verwendung für das Barshare-Auto: "Es fahren ja auch noch Busse von Britz nach Eberswalde. Morgens um zehn hin, um zwölf zurück. Also wenn morgens eine Kleinigkeit zu besorgen ist, schafft man es wunderbar."

Auch kein Interesse am Bürgerbus

Aber während das Britzer Barshare-Auto vielleicht doch bald fährt, hat Amtsdirektor Matthes die Idee des Bürgerbusses bis auf weiteres begraben. Matthes hatte sich dafür eingesetzt, dass ein, ehrenamtlich von Bürgern gefahrener Bus, entlegene Teile seines Amtes besser anbindet. "Hier sind viele, die noch selber Auto fahren", sagt eine Anwohnerin in Lunow-Stolzenhagen, wo nur zwei Buslinien verkehren. Amtsdirektor Matthes will nun stattdessen auf einen besseren ÖPNV-Fahrplan hinarbeiten.

Sendung: Antenne Brandenburg, 23.12.2019, 15:10 Uhr

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