Landesumweltminister Axel Vogel, Henryk Wendorff vom Landesbauernverband und Klaus Henschel vom Gartenbauverband Berlin-Brandenburg taufen den Blauen Ziersalbei zur "Bienenfreundlichen Pflanze des Jahres 2020"
Bild: rbb/Elke Bader

Weltbienentag in Märkisch-Oderland - Umweltminister kürt "Bienenfreundliche Pflanze des Jahres"

Er hat blaue Blüten, ist pflegeleicht und schmeckt Bienen besonders gut. Deshalb hat Landesumweltminister Axel Vogel den blauen Ziersalbei ausgezeichnet. Nicht nur der Minister sondern auch Landwirte wollen damit ein Zeichen gegen das Insektensterben setzen.

Zum Weltbienentag am Mittwoch hat Landesumweltminister Axel Vogel den blauen Ziersalbei zur “Bienenfreundlichen Pflanze des Jahres 2020” gekürt. In der Gärtnerei Fontana in Manschnow (Märkisch-Oderland) gab es dazu sogar eine kleine Sekttaufe gemeinsam mit Henryk Wendorff vom Landesbauernverband und Klaus Henschel vom Gartenbauverband Berlin-Brandenburg.

Bienenretten leicht gemacht

Der Ziersalbei mit seinen blauen Blüten steht auf dem Speisezettel der gelben Brummer ganz oben und eignet sich besonders als Mittel gegen das Bienensterben. "Man kann so eine Zierpflanze auch auf den Balkon oder die Veranda stellen. Damit hat jeder die Chance, ein bisschen was für die Insekten zu tun", erklärt der Umweltminister von den Grünen. Klaus Henschel vom Gartenbauverband fügt hinzu, dass vor allem Korbblütler, bei denen Pollen und Nektar direkt zugänglich sind, sich für Bienen eignen.

Ökosysteme und Landwirte leiden unter Insektensterben

Weltweit leben immer weniger Bienen. Dabei sind die Tiere als Bestäuber wichtig für die Biodiversität. Auch Landwirte, wie etwa Obstbauern, sind auf Bienen angewiesen. Deshalb haben die Vereinten Nationen den 20. Mai zum internationalen Bienentag erklärt. Umweltminister Vogel hat dennoch Hoffnung. "Es gibt sehr erfolgreiche Volksinitiativen für den Insektenschutz. Man kann sagen, dass in punkto Aufmerksamkeit für Insektenschutz die Post richtig abgegangen ist in den letzten Jahren."

"Die Biene ist bei uns zusätzliche Arbeitskraft"

Eine Ursache für das Bienensterben ist intensive Landwirtschaft mit Monokulturen. Aber nun wollen auch Landwirte sich für die Insekten einsetzen. "Die Biene ist bei uns eine zusätzliche Arbeitskraft und ganz wichtig für den Ertrag auf den Feldern", sagt Henryk Wendorff vom Landesbauernverband. Ohne Bienen gebe es keine Lebensmittel. Deshalb sollten in Brandenburg etwa neue Blühflächen auf mehr als 4000 Hektar entstehen - ein Fläche etwa so groß wie Seelow (Märkisch-Oderland).

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1 Kommentar

  1. 1.

    Mir persönlich wären mehr Mischwälder in Brandenburg lieber, aber ein paar Kräuter ist besser als gar nichts. Also, wenn der Minister mal Zeit hat, kann er er ein paar Agrarflächen im Havelland in Mischwälder umwandeln. Aber Bitte nicht immer, Agarflächen in Windparks umwandeln- besser ist die Umwandlung in Mischwälder.

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