FSV Union Fürstenwalde (Quelle: imago-image)
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Audio: Antenne Brandenburg | 11.09.2020 | Autorin: Eva Kirchner-Rätsch | Bild: imago-image

Vor dem DFB-Pokal - Union Fürstenwalde fährt gelassen zum Favoriten nach Wolfsburg

Der DFB-Pokal schreibt seine eigenen Regel. Wie viel an der alten Weisheit dran ist, wird sich am Samstag wieder zeigen. Auf die Chance einen der Großen zu ärgern hofft auch Union Fürstenwalde. An der Spree haben sie bisher die Ruhe weg. Von Eva Kirchner-Rätsch

Der Regionalligist FSV Union Fürstenwalde spielt am Samstag erstmals in der Vereinsgeschichte im DFB-Pokal. Gegner sind die Bundesligisten vom VfL Wolfsburg. Statt an der Spree steigt das Spiel in der Niedersächsischen Autostadt. Die Kosten waren für die Fürstenwalder nicht zu stemmen. Und so konzentrieren die Spieler sich jetzt ganz auf das große Auswärts-Duell.

Die Ruhe des Außenseiters

Die Stimmung der Fürstenwalder auf dem heimischen Trainingsplatz ist noch gelassen. Von Aufregung vor dem großen Kick noch keine Spur. Stattdessen gibt es professionelle Einschätzungen des Gegners von Mittelfeldspieler Joshua Putze: "Im Endeffekt ist es ein Spiel, wie jedes andere. Klar ist es gegen einen besseren Gegner und es herrschen andere Rahmenbedingungen. Aber trotzdem müssen wir im Training immer alles gegen, dass du auch im Spiel alles geben kannst."

Einmal in der Spielerlaufbahn

Ähnlich gelassen ist auch Union-Trainer Matthias Mauksch. Ein Extra-Training gab es in dieser Woche nicht. Das dieses Spiel aber etwas Besonderes ist, weiß auch er: "Mit Sicherheit ist es für jeden ein Event. Für viele ist es in ihrer Laufbahn das einzige Mal, dass sie gegen einen Erstligisten spielen und dort ordentlich für Furore sorgen."

Kosten für Verein nicht bezahlbar

Für Furore sorgen und vielleicht sogar gewinnen, das wünscht sich auch Fürstenwaldes Präsident Sieghard Richter. Ihm und dem gesamten Vereins-Vorstand ist die Entscheidung, das Spiel nach Wolfsburg zu verlegen, nicht leichtgefallen.

So sehr er sich für die Mannschaft den heimischen Rasen und die treuen Fans gewünscht hätte, finanziell wäre es einfach nicht machbar gewesen: "Nur das großen Hygienekonzept vom DFB und die Anforderungen, die das Fernsehen stellt, kosten ein unheimliches Geld. Da haben wir abgewogen und entschlossen auf den Heimvorteil zu verzichten."

Public Viewing in Fürstenwalde

So bleibt die Bonava-Arena am Samstag leer. Auf Fußball-Stimmung müssen die Fürstenwalder Fans allerdings nicht verzichten. Auf dem Platz am Stern im Stadtzentrum wird es eine Live-Übertragung geben. Und die dürfte spannend werden, denn die Motivation der Spieler um Joshua Putze ist riesig: "Wenn wir da hin fahren, fahren wir hin, um zu gewinnen. Das ist der sportliche Anreiz. Sonst muss ich nicht spielen. Trotzdem ist das eine sehr schwere Aufgabe und wir gucken auf was es hinausläuft."

Sendung: Antenne Brandenburg, 11.09.2020, 15:10 Uhr

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