- Brandenburger Landpartie am Wochenende wieder in "echt"

Ein Strohhut mit der Aufschrift "Brandenburger Landpartie" liegt auf einer Harke und einem Heuhaufen in einem Garten. (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
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Audio: Antenne Brandenburg | 11.06.2021 | Sabine Kramm | Bild: dpa/Patrick Pleul

Die beliebte Brandenburger Landpartie startet an diesem Wochenende wieder. Nach der coronabedingten digitalen Version im Vorjahr stehen laut Agrarministeriums nun wieder 100 Höfe und Betriebe landesweit für Besucher offen.

Die Brandenburger Variante des bundesweiten Tages des offenen Hofes [brandenburger-landpartie.de] gibt es bereits seit 1994. In der Vor-Corona-Zeit strömten tausende Besucher aus Berlin und Brandenburg in die Sommerfrische, um sich selbst ein Bild zu machen, wie Lebensmittel produziert werden. Am Wochenende gehts nach den großen Einschränkungen der Corona-Zeit wieder in Echt raus auf die Höfe. Die Veranstalter hoffen wieder auf unzählige Besucher, obwohl auf eine zentrale Eröffnungsveranstaltung aufgrund der Pandemie-Lage verzichtet wird.

Neben der Präsentation von Regionalprodukten gehe es bei der Landpartie immer auch um ein Gesprächsangebot zwischen Produzenten mit den Verbrauchern, sagt Schirmherr Agrarminister Axel Vogel (Grüne) im Vorfeld. "Die ersten Corona-Monate mit teilweise leeren Regalen haben uns nachdrücklich daran erinnert, wie wichtig es ist, sich auf regionale Versorgung mit Lebensmitteln stützen zu können", sagte er. Der Absatz beispielsweise von Bio-Abokisten sei im Vorjahr um mehr als die Hälfte gestiegen.

Mit Lebensmittelproduzenten ins Gespräch kommen

Die Verbraucher wollen Sicherheit, sagte Dorothee Berger, zweite stellvertretende Vorsitzende des Verband pro agro. Bei der Landpartie gebe es viele Gelegenheiten, mit eigenen Augen zu sehen, wie Fleisch und Wurst, Milch und Käse, Obst und Gemüse, Honig und Konfitüre produziert werden. Sich zu begegnen, diene dem gegenseitigen Verstehen, sagte Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbandes.

In der Uckermark beispielsweise zehn Höfe mit dabei

Auch zehn Höfe und landwirtschaftliche Betrieb in der Uckermark beteiligen sich. Vor allem Kinder können viele Tiere entdecken, wie auf dem Straußenhof in Berkenlatten nahe Gerswalde. Gänse, Schafe, Kaninchen oder echte Kängerus sind neben dem Vogel Strauß zu bestaunen. Bereits seit Pfingsten können Besucher hier auch wieder Straußenbratwurst probieren und den hauseigenen Barfusspfad ausprobieren. Aber Landpartie sei nochmal eine ganz andere Hausnummer, sagt Anadrea Rätz vom Straußenhof. Da kämen auch die Stadtmenschen raus aufs Land. Ihr Hof sei das ganze Jahr für Besucher zugänglich. "Man hat auf der Landpartie viele, viele intensive Gespräche", sagt Rätz.

Auch der Rosenhof Flemming in Karlstein in der Gemeinde Uckerland ist mit von der Partie. Der Betrieb durfte als Baumschule in der Pandemie zwar offen haben. Carmen Flemming freut sich aber auf das Wochenende, weil sich bestimmt wieder mehr Besucher raustrauten, um sich vielleicht ein paar mehr Pflanzen zuzulegen. Gleichzeitig veranstaltet der Hof an diesem Wochenende das Rosenblütenfest. "Die Rosen stehen schon in Knospe. Vielleicht schaffen es nicht alle Sorten zum Fest", erklärt Flemming. Besonders beliebt ist ein Rundgang um das üppig bewachsen Grundstück. "Die Wildrosen fangen jetzt an zu blühen. Die Pfingstrosen sind spät gekommen, blühen jetzt aber", so Flemming.

Landleben pur - ob barfuß über Stock und Stein oder im Rosenrausch versinken. Auch die anderen Höfe und Landwirtschaftsbetriebe sind am Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr zu besuchen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 11.06.2021, 14:10 Uhr

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