20. Geburtstag nach Neugründung - Wintersport in Freienwalde macht sich einen Namen

Blick von der 60-Meter-Schanze vom WSV Bad Freienwalde (Quelle: Patrick Pleul/dpa)
Patrick Pleul/dpa
Sendung: Antenne Brandenburg | 10.09.2021 | Sarah Schiwy | Bild: Patrick Pleul/dpa

Wintersport in Brandenburg mit eigenen Skisprungschanzen wird immer stärker zu einem beachteten Label in Deutschland. Mittlerweile produziert der Verein nahe der polnischen Grenze auch erfolgreiche Springer. Von Jonas Metzner

Brandenburg ist vielleicht nicht bekannt dafür ein Wintersport-Land zu sein, aber Bad Freienwalde ist inzwischen deutschlandweit zu einer festen Größe im Spezialsprunglauf und in der Nordischen Kombination geworden. Dort befindet sich Deutschlands nördlichstes Wintersportzentrum. Die dortige Ski-Arena im Papengrund beherbergt mittleweile vier Schanzen und ist auch für Besucher zugänglich. In dieser Woche feiert der ansässige Wintersportverein 20. Geburtstag nach Neugründung.

Nachwuchs-As Max Unglaube steht stellvertretend für Vereinserfolge

"Zurückblickend kann man wirklich sagen, dass wir uns hervorragend entwickelt haben, uns als Wintersportverein in Deutschland einen tollen Namen erarbeitet haben", sagte Stefan Wiedmann. Er ist Ski-Trainer des Jahres 2019 und verantwortet hier die Nachwuchsarbeit. "Es sind Jahr für Jahr Erfolge dazugekommen. Wir sind auf Augenhöhe mit Vereinen aus Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen, können mit denen mithalten“, freute sich Wiedmann.

Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass der derzeit beste deutsche Spezialspringer seiner Altersklasse, Max Unglaube, aus Bad Freienwalde kommt. "Er hat drei Jahre infolge den Deutschen Schülercup gewonnen. Max konnte sich damit in der Saison 2019/20 erstmals aus unserem Verein für die Jugendnationalmannschaft qualifizieren. Er konnte auch bei internationalen Wettbewerben einige Male in die Top Ten springen. Vergangene Woche hat er in Berchtesgaden den Deutschland-Pokal geholt", berichtete Wiedmann voller Stolz. Vor kurzem ist er in das bayrische Ski-Internat Oberstdorf gezogen, springt aber weiter für seinen Heimatverein.

Nordcup am Samstag im Papengrund

Passend zum 20. belohnt sich der WSV am Samstag mit der Ausrichtung des DSV Nordcups. In der Freienwalder Ski-Arena messen sich mit Ausnahme von Springern aus Bayern und Baden-Württemberg die besten Deutschen der Altersklassen 12/13 und 14/15 im Skispringen und in der Nordischen Kombination. Max Unglaube wird am Nordcup leider nicht teilnehmen. Er vertritt Freienwalde am Wochenende beim Alpencup, einer internationalen Wettkampfserie Alpencup.

Beim Nordcup können Besucher Mattensprünge und einen Crosslauf erleben. Wiedmann verspricht jede Menge Spannung. Das Skispringen beginnt am Samstag um 9:30 und um 14 Uhr startet der Crosslauf. Gleichzeitig wird die Ausstellung “20 Jahre deutsch - polnische Kooperation: Aus Zusammenarbeit wurde Freundschaft" eröffnet und das Vereinsjubiläum gefeiert.

Sendung: Antenne Brandenburg, 10.09.2021, 15:10 Uhr

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