Deutsch-polnische Beziehungen - Deutscher Botschafter in Polen besucht Viadrina

Mo 22.11.21 | 16:55 Uhr
Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder)
Audio: Antenne Brandenburg | 22.11.2021 | OT Arndt Freytag von Loringhoven | Bild: Tony Schönberg/rbb

 
 
 

30 Jahre deutsch-polnischer Nachbarschaftsvertrag, da gibt es einiges zu feiern: Gerade die wissenschaftliche und wirtschaftliche Zusammenarbeit laufe gut. Das sagte der deutsche Botschafter in Polen, Arndt Freytag von Loringhoven, bei seinem Besuch am Montag im Collegium Polonicum in Słubice. Aber es gäbe auch reichlich Spannungen zwischen der polnischen Regierung, Deutschland und der EU.

Austausch zwischen den Ländern

Mehr Dialog miteinander brauche es. Das war die zentrale Botschaft des Botschafters in Polen heute, angesichts der Klimakrise und internationalen Konflikten. Zu den Baustellen gehöre auch die Gaspipeline Nordstream 2, Rechte von LGBT sowie Polens Justizreform. Aber man könne auch voneinander lernen, etwa beim Klimaschutz: "Wir haben sehr viel mit der polnischen Regierung zu tun, in der Energiepolitik und beispielsweise gefunden, dass ein Erfahrungsaustausch über Kohleaustieg sehr nützlich sein kann für beide Seiten, weil wir da grundsätzlich in einem vergleichbaren Spannungsfeld gestanden haben und immer noch stehen."

Grenzkonflikt nur Randthema

Auch die NS-Geschichte führe immer wieder zu Konflikten. Die militärische Zusammenarbeit zeige aber, dass auch diese Gräben überwunden werden können. Eines der derzeit brisantesten Themen kam nur am Rande vor: Der polnisch-belarussische Grenzkonflikt. Die geschäftsführende Bundesregierung habe in allen Gesprächen humanitäre Maßnahmen angesprochen. Was die neue Ampel-Regierung anders machen werde, werde sich zeigen müssen.

Sendung: Antenne Brandenburg, Antenne am Nachmittag, 22.11.2021, 15:10

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