Über 2.500 Ehrenamtler vermittelt - Caritas in Frankfurt (Oder) feiert 25-jähriges Bestehen

Fr 18.11.22 | 15:41 Uhr
Kindergartenkinder in Schönwalde-Glein freuen sich
Audio: Antenne Brandenburg | 18.11.2022 | Solveig Kauczynski von der Caritas | Bild: rbb

Der Wille, sich ehrenamtlich zu engagieren, ist nach wie vor groß. Das berichtet die Frankfurter Caritas aus 25 Jahren Erfahrung. Diejenigen, die nach einem Dienst suchen, werden dort umfangreich beraten.

Das Freiwilligenzentrum der Caritas in Frankfurt (Oder) war deutschlandweit eines der ersten seiner Art. Am Freitag besteht es genau 25 Jahre. Mehr als 2.500 Ehrenamtler konnten in den vergangenen Jahren beraten, vermittelt, begleitet und geschult werden, sagt die derzeitige Leiterin Solveig Kauczynski dem rbb.

Der Wille zu helfen, ist nach wie vor hoch

Dabei sei es besonders in der Anfangszeit schwierig gewesen, überhaupt Vereine, Einrichtungen oder Institutionen zu finden, die Ehremamtler brauchten. "Das hat sich inzwischen gewandelt und wir haben mittlerweile in unserer Datenbank über 120 Einrichtungen, die über 200 Angebote für Ehrenamtliche unterbreiten."

Noch immer melden sich viele Freiwillige, die sich engagieren wollen. Zwar beteiligten sich auch Menschen, die mitten im Berufsleben stehen. Die Hauptanteil machten jedoch diejenigen aus, die noch im Rentenalter eine Aufgabe suchten. "Andere Zeiten belehren uns da aber auch wieder eines Besseren", sagt Solveig Kauczynski. "Bei Corona hatten wir eine Fülle von Menschen, die sich gemeldet haben. Oder jetzt auch in der Ukraine-Krise zog sich das quer durch alle Altersschichten bei Menschen, die etwas tun wollten."

Aus Versehen bereits Ehrenamtler

Neue Freiwillige seien jederzeit willkommen. Diesen würde eine Fülle von Informationen zur Verfügung gestellt. Zudem schauen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach den Interessen und zeitlichen Möglichkeiten, um Angebote zu unterbreiten und Kontakte zu vermitteln. Viele Menschen leisteten bereits ehrenamtliche Arbeit, ohne dies zur Kenntnis zu nehmen. "Die machen tolle Sachen in ihrer Nachbarschaft oder pflegen den Garten und würden gar nicht betrachten, dass sie sich engagieren, sondern es gehört für sie zum Zusammenleben dazu." Dazu zählten etwa auch Trainer in Sport- und Freizeitvereinen. Prinzipiell sie die Bereitschaft also hoch, sagt die Leiterin.

Sendung: Antenne Brandenburg, 18.11.2022, 14:40 Uhr

Mit Material von Jeanette Bederke

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