Porträt von Otto Nagel, eine Plastik des Künstlers Wieland Förster (Quelle: dpa/Bernd Settnik),

Frankfurt/Oder - Kleist-Museum zeigt Wieland Förster-Werkschau

Das Kleist-Museum in Frankfurt/Oder zeigt seit Samstag eine Werkschau des Bildhauers und Autors Wieland Förster. Die Schau trägt den Titel "rasch wächst das dürre Gras Vergessen - Wieland Förster und Heinrich von Kleist" und zeigt nach Angaben des Museums die ganze Bandbreite des Künstlers.

Diese reiche von der Handzeichnung über figürliche Plastik bis zur abstrakten Skulptur. Darüber hinaus komme der Autor Wieland Förster in Selbstzeugnissen zu Wort. Außerdem sind kunstkritische Texte ausgestellt - unter anderem von Michael Freitag, Walter Jens und Wolfgang Thierse.

Altmeister der ostdeutschen Bildhauerei

Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch (SPD) sprach bei der Eröffnung von einer eindrücklichen Ausstellung. Wieland Förster erinnere mit seinen berührenden Plastiken an die Opfer von Gewalt und Verfolgung - Heinrich von Kleist habe in seinen Werken gegen das Vergessen angeschrieben, so Münch.

Der heute 88-jährige Wieland Förster gilt als Altmeister der ostdeutschen Bildhauerei und als einer der bedeutendsten figürlichen Bildhauer in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zehn Jahre befasste er sich nach Museumsangaben mit Heinrich von Kleists (1777-1811) Wesen und Werk, mit dem er nach eigener Aussage eine "brüderliche Nähe im Umgang mit der Welt" teilt und eine Art "Seelenverwandtschaft" erkennt.

Sendung: Antenne Brandenburg, 07.07.2018, 19:00 Uhr

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