Brandenburg, Frankfurt (Oder): Ein wegen des Überfalls auf die Diskothek "Frosch" im Jahr 2018 angeklagter Mann (M) sitzt in Handschellen und vor Blicken geschützt mit einer Akte vor seinem Gesicht zum Prozessauftakt neben Rechtsanwalt Milan Gräber (r) in einem Verhandlungssaal des Landgerichts. (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Audio: Inforadio | 16.11.2020 | Dorett Kirmsa | Bild: Patrick Pleul/dpa

Besucher in Diskothek "Le Frosch" angegriffen - Erster Angeklagter nach Überfall auf Frankfurter Club zu Haft verurteilt

Im Prozess um den Angriff auf eine Diskothek in Frankfurt an der Oder ist am Montag ein 42-jähriger Syrer zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Er ist der erste von fünf Angeklagten, die sich wegen der Attacke vor Gericht verantworten müssen.

Das Frankfurter Landgericht hat am Montag einen 41 Jahre alten Mann aus Syrien, der an dem Überfall auf den Frankfurter Musikclub "Le Frosch" im August 2018 beteiligt war, zu einer Haftstrafe verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass sich der Mann einer gefährlichen Körperverletzung strafbar gemacht hat und verhängten eine zehnmonatige Haftstrafe gegen ihn.

Der Mann sitzt bereits seit mehreren Monaten eine Haftstrafe wegen versuchter Vergewaltigung ab. Insgesamt muss er nun zwei Jahre und drei Monate im Gefängnis bleiben. Zudem soll er nach Angaben des Frankfurter Oberbürgermeisters René Wilke aus Deutschland ausgewiesen werden.

Oberbürgermeister will Angeklagten ausweisen

Im August 2018 soll der Syrer gemeinsam mit zehn bis 15 Flüchtlingen den Frankfurter Club "Le Frosch" überfallen haben. Mit Steinen und Knüppeln sollen sie auf die Besucher losgegangen sein. Dabei wurden sieben Menschen verletzt.

Wegen des Überfalls wurden insgesamt fünf Männer angeklagt, vier Syrer und ein Palästinenser im Alter zwischen 22 und 41 Jahren. Als Vorsichtsmaßnahme vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie entschloss sich das Gericht nach Angaben des Vorsitzenden Richters jedoch dazu, die Verfahren gegen vier der Männer abzutrennen und im nächsten Jahr gesondert zu verhandeln. Einen Termin dafür gibt es noch nicht.

Sendung: Antenne Brandenburg, 16.11.2020, 16:30 Uhr.

2 Kommentare

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  1. 2.

    Ich frage mich, warum man den Täter nicht gleich nach der Urteilsverkündung abgeschoben hat, satt ihn, auf Steuerzahlerkosten, in Gefängnis steckt.
    Urteil - Flugplatz und ab dafür.
    Des Gleichen auch für die anderen vier Schläger.

  2. 1.

    Völlig unverständlich das der Mann mit dem Vorstrafenregister noch bei uns in Deutschland sein darf. Gern würde ich für sein sofortiges Rückreiseticket spenden. Was wollen wir mit solchen Verbrechern?????

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