Frankfurt (Oder) - 29 Menschen mutmaßlich per LKW nach Deutschland eingeschleust

Fr 13.05.22 | 15:31 Uhr
Bundespolizei am Bahnhof in Frankfurt (Oder) 3.3.2022
Bild: rbb/Juan F. Álvarez Moreno

Die Bundespolizei hat am Mittwochmorgen in Frankfurt (Oder) und Umgebung insgesamt 29 Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere aufgegriffen. Das teilte die Pressestelle in einem Schreiben mit.

Bundespolizei greift insgesamt fünf Gruppen auf

Demnach bemerkte ein Beamter der Bundespolizei in den frühen Morgenstunden im Ortsteil Markendorf zunächst acht Personen. Diese seien zu Fuß auf der Bundestraße 87 unterwegs gewesen. Bei einer Kontrolle hätten sie sich nicht ausreichend ausweisen können. In der Mitteilung heißt es weiter: "Im Nahbereich befand sich auch ein polnisches Taxi. (…) Den 41-jährigen polnischen Taxifahrer nahmen die Beamten wegen des Verdachts der Schleusertätigkeit mit zur Dienststelle."

In den darauffolgenden Stunden habe die Bundespolizei weitere Kontrollen durchgeführt. Dabei entdeckten die Beamten ebenfalls in Markendorf, in Hohenwalde/Müllrose (Oder-Spree) und am Frankfurter Bahnhof vier weitere Gruppen mit insgesamt 21 Menschen verschiedenster Nationalitäten ohne gültige Dokumente.

Gegen sie wurde ein Ermittlungsverfahren wegen unerlaubter Einreise eingeleitet. "Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden 27 Frauen und Männer im Alter von 19 bis 48 Jahren an die Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt und die beiden 15 und 17-Jährigen in die Obhut des Jugendamtes in Frankfurt (Oder) übergeben", so die Bundespolizei.

Mutmaßlicher Schleuser in U-Haft

Laut ersten Ermittlungen sollen sie Eingereisten per LKW nach Deutschland eingeschleust worden sein. Zusammen mit der Brandenburger Polizei nahmen die Bundespolizisten im Nachgang den 36-jährigen Fahrer in Wustermark (Havelland) vorläufig fest. Der mutmaßliche Schleuser sitzt derzeit in Untersuchungshaft.

Sendung: Antenne Brandenburg, 13.05.2022

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