Park mit Statue im Olympischen und Paralympischen Trainingszentrum in Kienbaum
rbb / Stefan Kunze
Audio: Antenne Brandenburg | 26.03.2020 | Eva Kirchner-Rätsch | Bild: rbb / Stefan Kunze

Sport in Ostbrandenburg - Das tun Sportvereine gegen den Corona-Stillstand

Schwimmhallen bleiben leer, Trainingsplätze sind verwaist und niemand geht am Wochenende ins Stadion. Das Coronavirus macht auch den Ostbrandenburger Sportvereinen zu schaffen. Aber die kommen auf kreative Lösungen.

Was Sie jetzt wissen müssen

Das Coronavirus hat den Sport in Brandenburg weitgehend lahmgelegt. Weil etwa Eintrittsgelder ausbleiben, geraten viele Vereine und Sportstätten in finanzielle Probleme.

Kicker in Kurzarbeit

Union Fürstenwalde ist so ein Verein. In der Bonava-Arena, dem Stadion des Viertligisten, rollt aktuell kein Ball und die 22 Spieler und zwei Trainer des Vereins sind in Kurzarbeit. So will der Verein Lohnkosten sparen. "Ansonsten hoffen wir, dass uns die Sponsoren unterstützen, aber die haben auch eher ihre eigenen Sorgen", sagt Vereinsmanager Sven Baethge.

Aber die Fürstenwalder haben sich etwas einfallen lassen: Für 150 Euro können Fans Paten eines sogenannten Wellenbrechers werden. Diese Edelstahlbügel verhindern auf der Tribüne Gedrängel unter den Zuschauern. Wer eine Patenschaft übernimmt, wird darauf verewigt. Eine andere Idee von Vereinspräsident Sieghard Richter: "Wir überlegen etwas zu machen mit Trikots, die von der 1. Männermannschaft signiert sind."

Kärchern und reparieren

Solche ausgefallenen Maßnahmen braucht es in Kienbaum (Oder-Spree), dem Olympischen und Paraolympischen Trainingszentrum, bisher nicht. Zwar ist keiner der 60 Mitarbeiter in Kurzarbeit, aber viele sind krankgeschrieben. Nur wenige Angestellte sind vor Ort. "Wir kärchern Gebäude ab, bringen Wege wieder in Ordnung und reparieren", sagt Geschäftsführer Klaus-Peter Nowak.

So sollen die laufenden Kosten möglichst gedrückt werden, denn auch in Kienbaum reicht das Geld nur noch für zwei Monate. Was dann kommt, weiß auch Nowak nicht. "Man muss abwarten und hoffen, dass die Krise schnell vorbei geht", sagt er.

Loyale Mitglieder

Auch für den Strausberger Kultur- und Sportclub (KSC) ist die Zukunft offen. Aber der KSC, der von Kampfsport über Schwimmen und Schach viele Sportarten anbietet, erfährt in der Krise auch viel Solidarität. Obwohl alle Kurse derzeit ausgesetzt sind, zahlen die rund 1.300 Mitglieder weiter ihre Beiträge und halten den Verein so finanziell über Wasser.

Sendung: Antenne Brandenburg, 26.03.2020, 18:10 Uhr.  

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1 Kommentar

  1. 1.

    Besonders "kreativ" sind die Lebuser Skatfreunde: Sie ignorieren einfach die aktuellen Verhaltensregeln und machen ihr Ding wie immer. Mir fehlen dazu passende Wort:
    https://www.moz.de/landkreise/maerkisch-oderland/seelow/artikel7/dg/0/1/1793324/

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