Widerspruch gegen Umweltminister - Wasserverband: Klage gefährdet Versorgung von Tesla-Fabrik

Fr 14.01.22 | 20:18 Uhr
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Wasserwerk Eggersdorf
Bild: Audio: Antenne Brandenburg | 14.1.2022 | Philip Barnstorf

Der Konflikt um die Wasserversorgung der Tesla-Fabrik in Grünheide spitzt sich zu. Der zuständige Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) teilte heute mit, die Versorgung der Fabrik sei durch ein offenes Klageverfahren gefährdet.

Umweltverbände haben gegen die Wasserförderung im Wasserwerk Eggersdorf geklagt. Das Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) will am 11. Februar über die Klage verhandeln.

Sollte das zuständige Verwaltungsgericht ihnen recht geben, könnte es die Wasserförderung dort verbieten. Laut WSE wäre dann die Wasserversorgung der Tesla-Fabrik und aller 170.000 Menschen im Verbandsgebiet gefährdet.

Damit widerspricht der WSE dem brandenburgischen Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD). Dieser hatte am Mittwoch gesagt, das Klageverfahren gefährde nicht die Wasserversorgung der Tesla-Fabrik. Steinbach bezog sich dabei auf eine Mitarbeiterin des WSE. Auf Nachfrage des rbb teilte das Wirtschaftministerium mit, es handle sich eventuell um ein Missverständnis.

Sendung: Antenne Brandenburg, 14.1.2022

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77 Kommentare

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  1. 77.

    Die Zeit haben wir nur nicht mehr, dass man einfach mal so weiter dieselt. Die Gelder für die Emobilität sind ja vergleichsweise gering und dienen eher der Dividenenausschüttung von Susanne.

    Auch der Verkehr muss langsam mal umgestellt werden, und im Vergleich zur Emergieinfrastruktur ist das eher einfach.

  2. 76.

    Vin der Kaserne als Alternative haben Sie dann ja wohl verabschiedet.

    Lassen Sie sich nicht vom Lageplan in den Unterlagen auch zum B-Plan täuschen. Bisher nutzt Tesla nur einen Teil des erworbenen Grundstückes. Das Industriegebiet bietet noch Reserven für weitere Ausbaustufen, die bereits im Lageplan eingezeichnet sind. Es wird viel kompakter gebaut als das z.B. VW in Zwickau getan hat. Sie strafen damit übrigens diejenigen Lügen, die der Meinung sind, dass bereits die Kapazität der 1. Ausbaustufe überdimensioniert sei.

  3. 75.

    "Im Norden bleibt sogar noch Platz für neue Bahnanlagen."
    Das erinnert mich an die Geschichte vom Nachbarn, der stolz war, dass sein neues Auto in die Garage passt. Er bekam nur die Türen nicht auf, als er drin war.
    Ich garantiere Ihnen, dass es spätestens ein Jahr nach einer Genehmigung zu einem weiteren Flächenbedarf rund um die Gigafactory kommen wird.

  4. 74.

    Kann mich gar nicht an eine Lobpreisung der Braunkohle erinnern. Lesen Sie meinen letzten Kommentar mal bis zum Ende. Und bitte auch diesen.
    Folgender Vorschlag: Wir stecken das ganze Geld, was in den nächsten Jahren in die Förderung der E-Mobilität reingebuttert wird, in die Modernisierung der Stromversorgung. Egal, ob Filteranlagen, ob Erdgaskraftwerke als Brückentechnologie oder gleich eine komplett regenerative Stromversorgung. Auf diese Weise erreichen wir mit dem gleichen finanziellen Aufwand ganz sicher eine mindestens 10-fach höhere Einsparung von CO2.
    Das hätten Sie jetzt von einem Brandenburger nicht erwartet?

  5. 73.

    Ach Herr Klink, ich mach mich doch nur über Sie lustig, bzw. Ihre Wortfindungsstörungen.

    Ich bin ja auf ihre Klage gegen die rechtswidrige Genehmigung gespannt.

    Glauben Sie ernsthaft solch einen Unfall könnte man vertuschen? Glauben Sie Bosch hat in Dresden selbst ne Pressemitteilung rausgehen bezüglich des zusammengekrachten Betonpfeilers? Was meinen Sie was da los wäre auf der Baustelle? Allein die Versicherungen....

  6. 72.

    Schade, dass Sie sich weder für die ausgelegten Unterlagen interessieren noch für die, wie bereits mehrfach erwähnt, auch bei der BI einsehbaren Präsentation der WSE und auch Ijnen andere Themen beim RBB egal sind.

  7. 71.

    Sie wissen also nicht, wie groß die von Ihnen befürwortete Alternative ist. Können Sie wenigstens sagen, in welchen B-Plan der Forst rund um das Umspannwerk analog als Erholungsfläche ausgewiesen ist? Haben Sie schon mal etwas von privilegierten Ablagen im Aißenbereich nach deutschem Baurecht gehört?

    Tesla hat die Größe der Fabrik sejr wohl den Gegebenheiten angepasst. Die passt genau in das von den demokratisch gewählten Volksvertreter unter Beteiligung der Öffentlichkeit für eine solche Ansiedlung überplante Industriegebiet. Im Norden bleibt sogar noch Platz für neue Bahnanlagen.

  8. 70.

    Das Gelände grenzt an Wohnbebauung, ist anderweitig in Nutzung, zu klein, hat keinen Autobahnanschluss, keinen Gleisanschluss und als WohnMischgebiet ausgewiesen.

    Genügend Gründe?

    Immer diese Leute, die "Hauptsache woanders" als bestes Argument abliefern.

  9. 69.

    Die Brandenburger Liebe zur Braunkohle ist ja schon fast legendär. Auch noch das veralteste dreckigste deutsche Braunkohlekraftwerk in solchen Tönen zu Lobpreis wird dann langsam absurd.

    Wie wärs mal mit zeitgemäßer Schwermetallfilterung der Abgase und kein billiges Mitverbrennen von Abfällen ohne Ertüchtigung der Abgasreinigung?

  10. 68.

    Mexiko ist da großzügig, damit Audi was von Werk ohne Wasserverbrauch schwafeln darf....


    Ach und entwässerte Sondermüllabfälle aus der Umkerosmose etc. gibt's obendrein ;)

  11. 67.

    Sie werden es uns verraten! In jedem Falle wäre ich dafür, die Größe der Gigafabrik an die bestehenden Verhältnisse anzupassen und nicht umgekehrt. Sie sehen, was sonst dabei rauskommt?
    Erholungsflächen zu überplanen, ist kein Hindernis. Auf einer ehemaligen Erholungsfläche für das Einzugsgebiet Berlin (Waldgebiet laut LSG-VO) steht nun das Umspannwerk für Tesla. Oder ist das ein Hochseil-Klettergarten?

  12. 66.

    Wo sehen Sie da Platz bei Wildau oder Niederlehne? Und voll mit Wald ist da auch alles. Und so großzügige Schutzabstände wie in Grünheide hätten Sie dort auch nicht.

    UND in Freienbrink Nord liegt doch schon ein Anschlussgleis. Wurde für Baumaterialien schon ausgiebig genutzt.

  13. 65.

    Sie unterschlagen weiter einmal, dass das "hier" ein breiter Streifen von einschließlich Berlin bis zur polnischen Grenze ist, in dem die demokratisch gewählten Voljsvertreter die Absiedlunglungspotentiale in Folge der Tesla-Entscheidung untersuchten.

    Ebenso unterschlagen Sie, dass mit der Änderung des B-Planes unter Beteiligung der Öffentlichkeit für das Industriegebiet Freienbrink-Nord eine UVP stattgefunden hat. Anders als beim Wasser haben die Umweltverbände keine Grund zur Klage gesehen. Die Änderungen sind auch deshalb mittlerweile rechtskräftig. Denken Sie bitte dosmal daran, dass sich bei der Änderung des Planes Grösse und Lage des eigentlich Indistroegebiete nicht geändert hat.

  14. 64.

    Sie haben Recht Herr Dominik "genehmigungsrechtens" ist wie ich nachträglich feststelle eine gelungene Wortschöpfung. Manchmal muss man halt erfinderisch sein um die 1000-Zeichen-Vorgabe von rbb24 einzuhalten. Ich hatte aber nicht berechnet, dass es Leute wie sie gibt, die nicht begreifen, was ich ausdrücken wollte. Tut mir Leid, dass sie so begriffsstutzig sind. Es ist hoffnungslos. Für sie wiederhole ich mich noch einmal:
    "Auch wenn die Monsterfabrik genehmigt werden sollte, dürfte das Ding nach bestehender Gesetzeslage nicht genehmigt werden!"
    Jetzt verstanden, Herr Dominik?
    Ein letztes Mal nehme ich Bezug zu dem Kipperereignis, indem ich frage: „Glauben sie Herr Dominik wirklich, dass Tesla freiwillig einen Unfall auf seinem Gelände zugeben würde, wodurch das Grundwasser weiter geschädigt wird und der Konzern außerdem darlegen müsste, wie es zu diesem Unfall gekommen ist?

  15. 63.

    Wie groß ist das Kasernengelände, dass seit 2014 bzw. 2016 als Wohnmischgebiet mit anschließenden Erholungsflächen überplant ist? Allein schon wegen des B-Planes scheidet es aus.

  16. 62.

    Was spricht gegen Regenwasserzisternen etc.?

    Nichts spricht dagegen Herr Dominik.

    Was spricht dagegen, dass Tesla seinen Müll wieder einsammelt und aus der Gegend verschwindet?

    Dagegen spricht noch weniger!!!.

    Im Gegenteil, für diese Variante spricht alles dafür. Ich bin gespannt, wenn Herr Musk unter Anleitung von Herrn Neumann die Bäume pflanzt.

  17. 61.

    Ganz banal, weil es sich in Grünheide um ein ausreichend grosses Industriegebiet handelt. Die IHK hatte einige Zeit nachvder Ansiedlungsentscheidung angemerkt, dass das das letzte so grosse überplante Gebiet gewesen sei und zusamenhängende Flächen grösser fünf ha kaum noch zur Verfügung stehen. Auch deshalb geben sich wohl Interessenten bei der Vestas fast schon die Klinke in die Hand.

  18. 60.

    Mit dem Kasernengelände Niederlehme bereichern Sie die hier lange geführte Standortdebatte um eine entscheidende Alternative. Aber vermutlich gab es auf dem Kasernengelände Altlasten?
    Damit muss man in einem unberührten Waldgebiet nicht rechnen, bzw. da wurde ganz schnell und unbürokratisch Abhilfe geschaffen.

  19. 59.

    Ach so, Sie glauben Tesla baut diese illegale Fabrik auf eigene Kosten wieder ab und pflanzt Bäumchen?

    Das wird die gleiche (zensiert) Regierung gegen jede Vernunft durchdrücken, die auch bisher gegen alle Warnungen agiert hat.

  20. 58.

    Genau! Warum weigern sich die Umweltverbände dies zu tun? Die gehen aber ja auch nicht gegen die Photovoltaik-Anlagen vor, die Ihrer Meinung nach zum Klimawandel beitragen, sondern heißen die ebenso für gute wie die auch die von Ihnen sogenannten "E-Monster" als Teil der Energiewende betrachten. Warum schließen die sich nicht Ihrer Meinung an?

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