Blick auf eine Rekultivierungsfläche in Brandenburg. Wichtigste Baumarten fuer die Rekultivierung sind die Gemeine Kiefer sowie die einheimische Trauben- und Stieleiche. Hinzu kommen Laerche, Linde, Ahorn, Pappel und Erle sowie Birke, Robinie und Roteiche. Es werden im Durchschnitt rund 8500 Jungbaeume je Hektar gesetzt. (Quelle: imago images)
Audio: Antenne Brandenburg | 28.01.2020 | Philip Barnstorf | Bild: imago images

Rodungen für Fabrik-Gelände - Wo Tesla in Brandenburg Wald aufforsten wird

In den nächsten Wochen werden für das geplante Tesla-Werk mehr als 90 Hektar Kiefernwald bei Grünheide gerodet. Nun ist weitgehend klar, wo der Elektroauto-Hersteller dafür andernorts Flächen aufforsten soll. Geplant ist, hier vor allem Laubbäume zu setzen.

Die Flächen, die als Ausgleich für die Rodungen auf dem Tesla-Gelände aufgeforstet werden sollen, stehen nun weitgehend fest. Das teilte die Flächenagentur Brandenburg dem rbb mit. Die Landesforstbehörde muss die Vorschläge noch absegnen. Deren Zustimmung gelte aber als wahrscheinlich, weil die Behörde schon im Vorfeld zugestimmt hatte, die Flächen als Aufforstungsgebiete einzustufen, teilte die Flächenagentur weiter mit. 

Flächen in ganz Brandenburg sollen aufgeforstet werden

Für die Teslafabrik sollen in den kommenden Wochen mehr als 90 Hektar und im Herbst noch einmal gut 60 Hektar Kiefernforst bei Grünheide (Oder-Spree) gerodet werden. Diese müssen laut Landeswaldgesetz an anderer Stelle wieder aufgeforstet werden.

Die Flächen, die die Flächenagentur Brandenburg für die Aufforstung vorsieht, sind über ganz Brandenburg verteilt. Die größten Gebiete liegen bei Brandenburg an der Havel, Baruth/Mark (Teltow-Fläming) und Bad Saarow (Oder-Spree). Die Auswahl stehe bis auf mögliche kleine Änderungen fest, teilte die Flächenagentur weiter mit. Die Hälfte der neu zu pflanzenden Bäume sollen Laubbäume sein, sodass Mischwälder entstehen, die ökologisch wertvoller sind als der zu rodende Kiefernforst.

"Richtige Kompensation" schafft besser gewappnete Wälder

Am Mittwoch hatte sich auch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald zu Wort gemeldet und die Rodung von Wald für die Tesla-Fabrik für grundsätzlich vertretbar erklärt. Denn bei "richtiger Kompensation" ließen sich dadurch Wälder schaffen, die bei zukünftigen Klimaereignissen besser gewappnet seien als Kiefernforst. Was sich zum Ausgleich verbiete, seien jedoch "fach- und ortsferne Naturschutzspielwiesen".

Tesla hat angekündigt, die Pflanzung von mehr Laubbäumen in bereits bestehenden Kiefernwäldern zusätzlich zu den neuen Wäldern zu bezahlen. Tesla-Chef Elon Musk hatte am vergangenen Wochenende über Twitter geschrieben, die Fabrik werde "absolut unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit und der Umwelt entwickelt".

Sendung: Antenne Brandenburg, 28.01.2020, 13:30 Uhr

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57 Kommentare

  1. 57.

    Glauben Sie wirklich an 12 000 Arbeitsplätze und dann noch für viele aus der Lausitz ? TESLA wirbt auch um polnische Arbeitskräfte; Brexitheimkehrer. Einiges an Munition hat man wohl gefunden aber was liegt noch im Boden von Oranienburg oder Berlin ? Verschmutzung ? Welche ? Quecksilber ? In welchen Mengen ? Lesen Sie mal nach was KW Datteln 1 , 2 und 3 abgedampft haben. Wer kann sich einen TESLA mit ausreichender Batterie leisten ? Doch eher einen VW up-e oder den biligeren citygo-e IV. Strompreis steigt utopisch ! Ein Verbrechen und dann noch Millionen e-Autos; da gehen hier die Lichter aus. Man könnte in Polen Kohlestrom laden; was ist daran Öko ? Verfehlte Energiepolitik unserer "klugen" Politik. Ich kenne Sassnitz sehr gut; kennen Sie das Löcknitz-Trinkwasserschutzgebiet ? Gruß nach Sassnitz.

  2. 56.

    Das sehe ich genauso, warum hört man kaum was wenn für ein neuen Kohletagebau ganze Dörfer und sogar Kirchen verschoben werden, aber bei einem Nutzwald, welcher nach der "Umsiedlung" sogar noch größer sein soll als vorher protestieren alle? Auf diesem Gebiet kann man durch Bodenverschmutzung und alten Munitionsrückständen aus dem 2. Weltkrieg kaum was anderes machen, aber wenn jetzt jemand kommt, sich dessen annimmt und auch noch mehr als 50% der Arbeitskräfte schafft, welche durch die Braunkohlekraftwerke und Tagebaue weg fallen würde (Zahl der Beschäftigten im Braunkohle Segment 20.891 https://www.heise.de/tp/news/Kohlekommission-Arbeitsplaetze-Welche-Arbeitsplaetze-4070734.html neue Arbeitsplätze 12.000.) heult gleich jeder rum und versucht krampfhaft was zu finden damit man dagegen sein kann. Ist das einfach der Neid, auf die Firma oder den Nachbarn der sich so ein Auto leistet oder was ist das? Ich verstehe es nicht...

  3. 55.

    Schöne Grüße zurück, aus dem Havelland. War schön, sich mit ihnen über Tesla gestritten zu haben. Aber ich bin jetzt fest der Überzeugung, das die Fabrik gar nicht erst gebaut wird. Da sind noch zu viele offene Fragen: Wasser, Wald, Mitarbeiter, Anwohner, Infrastruktur und viele andere Dinge. Das werden Elon Musk und Tesla nicht mitmachen. Da werden andere die Entscheidung bringen, wie Sie sagen. Aber nicht wir beide. Also, Schöne Grüße.

  4. 54.

    Da haben Sie vollkommen recht, die Windkraftanlagen fallen dem Bürger schon auf die Köpfe. Scheint in Brandenburg aber wohl normal zu sein. Der Flughafen verschlingt ja auch auf Jahrzehnte unsere Steuergelder. Und stillgelegte Bahnstrecken werden nicht reaktiviert. Da fehlt dann das Geld.

  5. 53.

    Da ist doch irgendwo wieder ein Windkraftwerk an der letzten Mastanschaftung abgebrochen; zu starker Wind sagt man. Liegt nun alles auf dem Acker. Da hat man wohl Aluschrauben verwendet ? Was wird noch alles an den off-shore-Anlagen passieren ?

  6. 52.

    Ich sehe noch keine Tesla-fabrik in Brandenburg stehen. Und wenn die kommen sollte, dann sollte man auch die meisten Leute von hier einstellen. Die Mitarbeiter sollen hier auch leben und auch hier wieder das Geld ausgeben. Und für die Wasserstofftechnologie-- habe mich noch nicht so viel beschäftigt damit, müssen dann auch Vorschungsgelder in Brandenburg bereitgestellt werden.

  7. 51.

    Am besten keine Windkraftanlagen mehr in Brandenburg und auch keine E-Mobilität. Kostet alles bloß Steuergelder. Soll mal alles so bleiben, wie bisher. Die Windkraftanlagen sollen die auch mal in Süddeutschland neu aufbauen und nicht mehr in Brandenburg, da wo die den Strom auch brauchen. Und Tesla kann hinter der Grenze seine Autos bauen.

  8. 50.

    Es ist andersrum. Polen ziehen in Grenznähe in leere Häuser; in der Uckermark. Arbeiten und einkaufen tun die in Polen. Ihre Überlegungen gehen aber nicht auf; wer hier keine oder nur nicht einbringliche Arbeit hat, der wird kaum zum Teslakäufer. Viele Rentner ziehen allerdings wegen der Minirente z.B. nach Bulgarien. Da reicht die. Unsere Nachbarn haben auch viel Kohlestrom;" ökologischer" kann man auch einen Tesla nicht bauen. Was schreiben Sie da ? Tesla ist für den Bau verantwortlich; will 2020 noch fertig sein. Verstehen Sie aber doch mal: Mit den Batterieautos ist es bald vorbei; grüner Wasserstoff allein ist ökologisch- s nur billig in Nordafrika herstellbar. 600km mit einer Tankfüllung-das ist doch was.

  9. 49.

    Bei dem ganzen Gezerre hier, da ist die Teslafabrik schneller in Polen gebaut, wie hier die Anträge bearbeitet sind. Hier ist doch nur noch Behörden-Hick Hack. Hier hat doch sowieso jeder was zu sagen. So was kennt doch Tesla und der Elon Musk gar nicht. Die denken doch, die spinnen die Deutschen mit ihrem deutschen Wald-dann baut der doch lieber in Polen oder Tschechien.

  10. 48.

    Wer weiß, ob Tesla nicht doch noch abspringt !!! Der macht es dann auch wie die Briten. An der Grenze zur EU billig produzieren und dann die fertigen Produkte in Deutschland oder der EU verkaufen. Habe heute gelesen, die alten Leute gehen jetzt auch schon hinter die Grenze nach Polen zum Leben. Bauland ist da viel Billiger, Arbeitskräfte auch - wer weiss ob Tesla seine Fabrik nicht doch noch in Polen baut. Das in Brandenburg irgendeine neue grosse Industrieansiedlung hinkommt, sehe ich noch nicht. Mit dieser ganzen Bürokratie in Deutschland, heutzutage, da ist Tesla schon wieder weg, eh die hier mit allen Genehmigungen fertig sind. Und unsere Nachbarn haben soviel Wald, da fällt Tesla gar nicht drin auf und Wasser holen die wahrscheinlich von 100 Kilometern Entfernung her, da bauen die einfach ein paar Rohrleitungen. Und billiger und schneller wie in Deutschland, bauen die die Fabrik auch noch auf. Ich sehe hier noch keine Tesla-Fabrik und neue Arbeitsplätze schon gar nicht.

  11. 47.

    Lesen Sie mal heute bei t-online den Beitrag vom Wirtschaftsfachmann Stelter. ----"Machen wir s den Briten nach-bau n wir neu das Land".

  12. 46.

    Dann baut Tesla, eben hinter der Grenze und zieht von da unser Grundwasser dann weg und holzt ein paar Bäume weg. Ist doch Tesla oder anderen Industrien egal. Dann fahren wir zum Arbeiten rüber. Arbeitskräfte findet der da noch billigere, Bauland ist in Polen auch billiger, Und die EU zahlt da noch viel lieber ihre Fördermittel an Polen, wie hier in der teuren BRD. Hier in Deutschland, ist doch das Bauen, durch die ganzen Gesetze und Auflagen viel zu teuer. In Brandenburg und in Berlin geht doch bei Industrien das Licht aus und geht nie mehr an.

  13. 45.

    Die BVG ist kein Politikapparat und ich sage ja gar nichts gegen den Audi e-tron. Tesla3 ist flach wie eine Flunder und widerspricht dem deutschen "Grundbedarf" :=) Wen schätzen Sie eigentlich von den Senatsmitgliedern ? R.v. Weizssäcker war als RB ein ganz anderes Format. Die Leier mit der eventuellen BMW-Ansiedlung wird ja peinlich. Aber BMW war was anderes als Tesla u. die Wasserversorgung damals noch nicht so prikär. Die Infrastruktur war nicht leistungsfähig. Alles schon mal durchgekaut.

  14. 44.

    In Berlin können sich die Senatsmitglieder sich mittlerweile für reine EV entscheiden. Erste E-Tron und Model 3 sollen schon bestellt worden sein. Die BVG hat den PKW-Fuhrpark fast komplett auf BEV umgestellt. Nebenbei haben Sie erfolgreich verdrängt, dass das Industriegrundstück auch schon mal BMW angedient worden ist.

  15. 43.

    Dieser e-Autowahn zum "Klimaschutz" verschandelt die Landschaft, erzeugt Flächenfraß bzw. gefährdet die Umwelt.

  16. 42.

    Meine Forderungen für die Tesla-Ansiedlung sind : Verkehr muss direkt auf die Autobahn abgeleitet werden-Landstraßen sind jetzt schon kaputt und überlastet, Mitarbeiter kommen aus der Umgebung oder werden dort angesiedelt-pendeln zur Arbeit vermeiden, Wasseraufbereitung nach modernstem Standard, dreifache Waldaufforstung mit Laub- oder Mischwald, vermeiden von allen zusätzlichen Belastungen für die Anwohner. Zulieferer- Firmen an anderen Autobahnabfahrten am Berliner Ring ansiedeln. Da muss endlich ein gutes Konzept für das Umland von Grünheide erstellt werden. Die Zulieferer-Firmen müssen nicht direkt neben der Tesla-Ansiedlung entstehen. Die können auch die A10 langfahren. Bundesstraßen bezahlt dann der Bund und nicht das Land.

  17. 41.

    Also keine Arbeitsplätze mehr und nirgends in Deutschland ? Überall in Deutschland, wird etwas im Wege sein, für etwas Neues. Da können Sie jedes Dorf, jede Stadt nehmen. Da ist immer Irgend Etwas.- Warum und Wieso etwas nicht geht. Bauen Sie die Fabrik auf irgendeinen Acker, egal wo in Deutschland, haben Sie sämtliche Bauern gegen sich. Und dieser Acker ist auf einmal wichtig für Windkraftanlagen oder Solaranlagen oder irgendetwas ANDERES.

  18. 40.

    Richtig, da werden bis zu 12.000 Arbeitsplätze entstehen, wenn es gut läuft. Danach verlangen ja auch immer alle. Jetzt kommen sie!

  19. 39.

    Alles genauestens von den klügsten Politikern überdacht. Die Löcknitz führt schließlich reichlich Wasser und ist kein Steinbach. Wir kleinen Denker kommen da nicht mit. TESLA hat angeklingelt und bei uns ist der Landaufkäufer König. Der deutsch-polnischen Freundschaft ist auch gedient; außerdem fehlen uns Fachkräfte und deshalb sind die willkommen. Bei den Temperaturen kann man schließlich im Zelt schlafen; die aufwändige Hin-und Herfahrerei entfällt also. Basta !

  20. 38.

    "Was kümmert mich anderer Leute Elend sagt sich der Musk und baut nun sein 3. Werk. Ökologie stelle ich mir ganz anders vor. Es muss ja nicht jeder vom Nordcap bis Südafrika mit dem Rad in Weltrekordzeit fahren. :=)

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