Neuer Anlauf für Schloss in Storkow
Audio: Antenne Brandenburg | 26.03.2018 | Marcus Groß | Bild: rbb/Marcus Groß

Kunst- und Literaturprojekt geplant - Neue Chance für Schloss Hubertushöhe in Storkow

Auf Schloss Hubertushöhe im Landkreis Oder-Spree wird es nun doch vermutlich einen Kunst- und Kulturpark geben. Nachdem die beiden Investoren in der letzten Woche ihren Rückzug bekannt gegeben hatten, haben sie sich nun umstimmen lassen. Von Marcus Groß

Positive Wendung im Fall Schloss Hubertushöhe. Erst verkündeten die Besitzer, die Brüder Rainer und Harald Opolka, das Anwesen verkaufen zu wollen. Nun rudern sie zurück. Grund dafür ist der große öffentliche Zuspruch für ihren geplanten Kunst- und Literaturpark.

Eigentlich sollten am vergangenen Donnerstag die Storkower Stadtverordneten über den Bebauungsplan für ein Kunst- und Kulturprojekt entscheiden. Geplant war, Besucher auf einem Literaturpfad über den Schlosspark Hubertushöhe hinaus bis nach Wendisch-Rietz und durch die Naturlandschaft Groß Schauener Seen in Storkow zu führen. Doch dann verloren die Brüder Opolka kurzfristig die Lust an dem Vorhaben. Gewisse Auflagen der Stadt sollen dabei eine große Rolle gespielt haben.

Doch nun könnte sich wieder alles ändern.  

Neuanfang für Hubertushöhe
Bild: rbb/Marcus Groß

Politik setzt positive Signale

"Wenn die Investoren das Projekt fortsetzen wollen, würden wir das Projekt weiterhin unterstützen", betonte Sascha Gehm, der Stellvertreter des Landrats Oder-Spree. Das heißt, man würde im Zweifelsfall den Bebauungsplan von der Stadt beschließen lassen. "Wir würden dann auf den Antrag hin entsprechende Genehmigungen erteilen", so Gehm. Und damit stünde einer Realisierung des Projekts nichts mehr im Wege.

Vorher müssen noch die Stadtverordneten von Storkow dem Vorhaben zustimmen. Nach der Ankündigung, das Projekt platzen zu lassen, hagelte es viel Zuspruch für Rainer Opolka und seinem Projekt. Der Kunstförderer ist überwältigt. So sei er diesmal guter Dinge, nun endlich einen positiven Bescheid zu erhalten. Immerhin habe sich die Politik bereits gemeldet. "Und dann wird es schnell einen wunderschönen Kunst- und Kulturpark geben."

15 Millionen Euro sollen investiert werden

Rainer Opolka sieht großes Potenzial in seinem Anwesen: "Ich stelle mir vor, man tritt in diesen wunderschönen Park, und es beginnt eine Oase der Beschaulichkeit und Nachdenklichkeit." Den Park will Opolka, der mit LED-Taschenlampen reich geworden ist, auf 170.000 Quadratmeter erweitern, einen Aussichtsturm bauen, der 38 Meter hoch ist und ein Künstlerdorf anlegen. Rund 15 Millionen Euro will er investieren.  

Kommentar

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1 Kommentar

  1. 1.

    Es ist schon erstaunlich wie hier Politik vor Kapital einknickt. Schloss Hubertushöhe steht ja nicht seit gestern im Natur- und Wasserschutzgebiet. Anträge im Volumen der Brüder Opolka würden in weniger strukturschwachen Regionen wahrscheinlich nichtmal über den Eingangsstempel hinauskommen. Es zeugt von gehöriger Chuzpe die nach geltenden Recht und Gesetzt erfolgten Entscheidungen der Behördenmitarbeiter als Willkür zu bezeichnen. Wenn jetzt passsend zum Piratentüchlein der Opolkas der Politik auf höchster Ebene die Pistole auf die Brust gesetzt wird um geltende Schutzvorschriften zu beugen, dann kann man nur hoffen, dass die Verantwortlichen in der Stadt und auf Länderebene auch die vollmundig versprochenen Investitution schriftlich fixieren und bei Nicht-Einhaltung sämtliche Sonderregelungen erlöschen.

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