Publikum vor einer Bühne beim Pol'and'Rock-Festival in Kostrzyn (Quelle: rbb)
Bild: rbb/Martin Adam

Ex-"Haltestelle Woodstock" - Pol'and'Rock-Festival will weniger Müll und Verkehr

Das größte kostenlose Musikfestival Europas will zum 25-jährigen Bestehen weniger Müll und Verkehr produzieren. Damit reagieren die Veranstalter des als "Haltestelle Woodstock“ bekannt gewordene Festivals auf Kritik von Besuchern und auch Bewohnern von Kostrzyn (Küstrin) an der Oder.

Gemeinsam mit Stadtverantwortlichen der polnischen Kleinstadt informierte Organisator Jurek Owsiak am Mittwoch über die Vorbereitungen des diesjährigen "Pol'and'Rock"-Festivals. Man arbeite an einer Lösung, wie der Verkehr besser abgewickelt werden könnte, damit die Belastung von täglich bis zu 100.000 Autos, die während des Festivals in Kostrzyn an- und abreisen, sinkt. Außerdem soll es Verbesserungen bei der Sauberkeit des Festivalgeländes geben. Zwar werde es wie in den vergangenen Jahren eine Reinigungsfirma geben, aber "wir möchten die Leute animinieren, ihren Müll selbst zu sammeln", so Owsiak.

Das Festival in einem Waldstück in Kostrzyn zieht jedes Jahr über eine halbe Million Menschen an, vor allem aus Polen, aber zunehmend auch aus Berlin und Brandenburg. Seit dem vergangenen Jahr wird aus markenschutzrechtlichen Gründen der ursprüngliche Name "Przystanek Woodstock" (auf deutsch: Haltestelle Woodstock) nicht mehr verwendet.

Das "Pol'and'Rock"-Festival findet in diesem Jahr vom 1. Bis zum 3. August statt. Als internationale Künstler erwartet werden unter anderem Ziggy Marley, Skunk Anansie, Testament und DubFX.   

Sendung: Antenne Brandenburg|20.03.2019|16:10 Uhr

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4 Kommentare

  1. 4.

    Ggf. habe ich mich missverständlich ausgedrückt: Kaczynski hat von vornherein das Festival zu behindern versucht, ihm ist es aber nicht gelungen. Die Betreiber versuchen m. E. mit dem geänderten Namen, ihm den Wind aus den Segeln zu nehmen. Das "Geläufig" bezog sich auf die Kenntnis des Englischen. Zumindest im Minimalen.

    @ Lothar,

    dem will ich nicht widersprechen. Wie es genau war und ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Wenn Klage, dann geht es ja immer gleich um Millionen, weil die US-Rechtsanwälte prozentual am Erfolg partizipieren.

  2. 3.

    Da liegen Sie leider völlig falsch, Kaczynski und seine Partei sind keine Freunde des Festivals und, vor allem, von Owsiak.
    Sie haben schon einiges versucht um sein Leben schwer zu machen..

  3. 2.

    Vermutlich liegen Sie damit nicht falsch. Aber täuschen Sie sich nicht bei den US Amerikanern. Wenn es um deren Identität geht und um Markenrechte und seien es nur Namen wie hier „ Woodstock“, dann drohen da gleich irgendwelche Anwälte. Ich selbst durfte dies mal miterleben, als ich in einem Lokal am Leniner Platz tätig war, neben der Schaubühne, welches „Mendelsons Burgershop“ hieß. Vorher war es das berühmte Treibhaus. Es war beliebt beim Publikum, da sehr amerikanisch, mit offener Küche i.d.Mitte, die Bedienung auf Rollschuhen, wie im Kultfilm „American Graffity“. TV-Monitore gab es auch u.es wurden Filme( ohne Ton) gezeigt. Populäre Musik gab es dazu aus Boxen von der Decke. Schon nach über ein Jahr wurde wieder geschlossen. Angeblich weil es gegen US Markenrechte ging. So ganz konnte ich es nicht herausfinden, ob das stimmte, oder vielmehr die drei Eigentümer sich uneins waren mit der Führung d. Lokals. Oder ob es gar um den Namen Mendelson dabei ging.

  4. 1.

    Ich persönlich glaube, dass es nicht abstrakte markenschutzrechtliche Gründen sind, weshalb das Festival jetzt Pol`and`Rock heißt, sondern dass der neue Name ein erzwungenes Zugeständnis an den starken Mann Polens, Jaroslaw Kaczynski, ist, dem das Festival bis dato zu wenig polnisch war. Der jetzige Name weist immerhin englischsprachig auf Polen hin. Das dürfte auch Kaczynski geläufig sein.

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