Neustart für Festival - Choriner Musiksommer nach Corona-Zwangspause neu gestartet

Viele Besucher sind in das Kloster Chorin zur Eröffnung des Musiksommers gekommen. (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Audio: Antenne Brandenburg | 24.06.2021 | Dorett Kirmse | Bild: dpa/Patrick Pleul

Es wird wieder musikalisch im Barnim: Der Choriner Musiksommer startet am Samstag in seine 58. Auflage. Coronabedingt musste das Festival im vergangenen Jahr ausfallen - und in diesem Jahr sind die Karten streng limitiert.

Nach einem Jahr Zwangspause hat der Choriner Musiksommer [choriner-musiksommer.de] am Samstag den Spielbetrieb wieder aufgenommen. Den Auftakt bestritt das Philharmonische Orchester des Staatstheaters Cottbus unter Leitung von Alexander Merzyn. Es erklang Beethovens 3. Sinfonie, die "Eroica".

Vor allem der zweite Satz der "Eroica" soll kein Omen für die diesjährige Spielzeit werden, denn der ist ein Trauermarsch. Im vergangenen Jahr musste das Festival pandemiebedingt ausfallen.

Aufgrund von Besucher-Limitierung wird jedes Konzert doppelt gespielt

Das passiert dieses Jahr aufgrund der aktuellen entspannteren Lage mit den jetzigen Lockerungen nicht. Mit einem bunten Programm und vielen Vorsichtsmaßnahmen wie der Limitierung auf 500 Zuhörer pro Konzert haben die Macher um Intendant Peter Sauerbaum für zehn Wochen vorgesorgt. Der musikalische Rahmen reicht von Klezmer über Jazz auch mit Big-Band-Sound inklusive Musik von Duke Ellington und Hildegard Knef. Die Klammer um das Programm bildet wie selbstverständlich jede Menge klassische Musik. Damit der Musiksommer trotz Zuhörer-Limitierung einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann, wird jedes aufgelegt Konzert doppelt gespielt.

Musiksommer setzt auf Vielfalt

Das Thema des Musiksommer ist Europa und das bedeute Vielfalt, so Intendant Sauerbaum. "Schauen Sie, wenn das Brandenburgische Staatsorchester die 4. Sinfonie von Gustav Mahler spielt, dann wird sich das ganz anders anhören, als wenn die Philharmonie Poznań Karol eine Ouvertüre von Karol Kurpiński spielt. Die Gefühlswelt dieser Komponisten ist so unterschiedlich."

Kurpińskis Ouvertüre, die eine Liebeserklärung an das Schloss Kostrzy ist, wird übrigens am 3. Juli aufgeführt. Der Auftritt der sächsischen Trompeter-Legende Ludwig Güttler ist für den 17. Juli geplant. Am 8. August findet ein Konzert für Fans der ausgefallenen Klänge statt. "Wir haben sozusagen ein Ensemble aus Brandenburg an der Havel aufgetrieben", sagt Sauerbaum. Das sei eine Formation bestehend aus Mitgliedern der Brandenburger Symphoniker. "Sie haben sich zum Jacaranda-Ensemble zusammengetan. Sie spielen unterschiedliche Instrumente bis hin zum Didgeridoo – eine wunderbare Musik“, schwärmt der Intendant. Das Jacaranda-Ensemble präsentiert ein Geflecht aus Klassik, Blues, Folk und Jazz. Ein musikalisches Weltgebäude, so das Programmheft. Man könne sie schlecht In eine Schublade stecken.

Bei den Swinging Hermlins sind nahezu alle Karten weg. Andrej Hermlin spielt mit ihnen da Programm "The music goes round" am 31. Juli, um 15 und um 18 Uhr. Erstmals mit dabei in Chorin sind unter anderem Troyke und Band mit "Klezmer meets Jazz" (24. Juli) sowie 14 Berliner Flötisten mit "Flöten zum Verlieben" (14. August).

Den Abschluss des Choriner Musiksommers bestreitet am 29. August das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin mit seinen Blechbläsern.

Sendung: Antenne Brandenburg, Antenne am Nachmittag, 24.06.2021, 15:10 Uhr

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