Maria-Magdalenen Kirche Eberswalde - Kirche feiert ersten Gottesdienst nach Brand vor knapp zwei Jahren

Fr 01.10.21 | 19:03 Uhr | Von Lucia Heisterkamp
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Altar der Maria-Magdalenen-Kirche Eberswalde
Audio: Antenne Brandenburg | 01.10.2021 | Lucia Heisterkamp | Bild: rbb/Lucia Heisterkamp

Knapp zwei Jahre nach dem Brand in der Maria-Magdalenen Kirche in Eberswalde wird dort am kommenden Sonntag der erste Gottesdienst gefeiert.

Bereits am Freitag standen viele Besucher schon vor der Tür, dabei ist die Kirche noch gar nicht geöffnet. "Im Prospekt steht, die Maria-Magdalenen-Kirche sei sehr sehenswert, und da wir uns viele Kirchen ansehen wollen, ist hier der erste Halt", sagt eine Touristin.

2019 hat ein Brand die Kirche zerstört

Zumindest einen kurzen Blick darf die Besucherin ins Innere der Kirche werfen. Vom Brand ist kaum noch etwas zu erkennen, bis auf ein paar Rußflecken an der Decke. Der Altar, die Fenster, alles strahlt in neuem Glanz. Dabei war die Kirche komplett mit Ruß bedeckt gewesen, nachdem im Dezember 2019 ein Feuer ausgebrochen war, erzählt Pfarrer Hans Peter Giering: "Ein Scheinwerfer hatte offensichtlich auf der Emporenbrüstung aufgelegen und Hitze nach unten abgestrahlt, sodass ein Schwelbrand hier entstanden ist."

Auch wenn der Brand schnell gelöscht werden konnte, musste die Kirche wegen des Rußes grundlegend restauriert werden. "Alle Pfeifen der Orgel mussten ausgebaut und gereinigt werden", sagt Pfarrer Giering. Nach der Restaurierung wurde die Orgel jetzt wieder zusammengesetzt.

1,5 Millionen Euro kostete die Restaurierung

Den Großteil der Kosten von 1,5 Millionen Euro hat die Versicherung übernommen. Eine halbe Million kam von verschiedenen Trägern wie Land, Bund, Kommune, Kirche und Privatspenden. Die umfangreichen Arbeiten haben auch etwas Positives: Die Kunstwerke der Kirche aus dem Mittelalter und der Renaissance wurden dadurch gefestigt und sind jetzt beständiger als vor dem Brand.

Während der Restaurierungsarbeiten musste die Gemeinde ihre Gottesdienste in der benachbarten Johanneskirche abhalten. "Wird Zeit, dass wir wieder zum Gottesdienst können", sagt eine Nachbarin, die vor eineinhalb Jahren den Brand selbst gesehen hat.

Auch bei Pfarrer Giering ist die Erleichterung groß. Schließlich war der Brand nicht die einzige Sorge der Gemeinde im letzten Jahr. "Es kam noch Corona dazu, das war für alle Gemeinden eine ganz schwierige Zeit", sagt Giering. Er ist froh, dass die Katastrophen nicht nacheinander kamen und die Gemeinde nicht doppelt pausieren musste.

Am Sonntag wird nun der erste Gottesdienst in der renovierten Kirche gefeiert. Er soll vor allem eines ausdrücken – Dankbarkeit.

 

Sendung: Antenne Brandenburg, 01.10.2021, 16:10 Uhr

3 Kommentare

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  1. 3.

    Wo zu dem in der Mark mehr als die Hälfte konfessionslos ist, wie die Kirche diese herablassend bezeichnet, anstatt korrekt konfessionsfrei nennt.

  2. 2.

    Die Kirche welche sich seit fast 100 Jahren gegen die von der Verfassung gegebene Trennung von Staat und Kirche zu Wehr setzt bekommt wieder einmal Geld auf welcher Rechtsgrundlage?

  3. 1.

    Ganz viel Erfolg und recht viele Besucher!

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