Löwe auf dem Ast
Bild: Zoo Eberswalde

Seltenes Säugetier - Zoo Eberswalde tauft weißen Löwen auf "Smart"

"Der Kleine ist tierisch aufgeregt", sagt Bernd Hensch, Direktor des Zoos in Eberswalde. Und der Zoochef muss es wissen. Der weiße Löwe ist seit einem halben Jahr im Barnimer Gehege zu Hause. Im Dezember kam das Tier als Baby im Alter von einem Jahr aus dem Magdeburger Zoo. Der Grund: Hans - der alte Löwe in Eberswalde - war verstorben. Nun ist "Smart" so groß wie eine Dogge, sogar ein bisschen schwerer, und frisst täglich rund fünf Kilo Fleisch.  

Smart ist ein afrikanisches Wort

Der Name "Smart" wurde aus rund 170 Einsendungen von Zoofans aus der Region ausgewählt. Er bedeutet auf Suaheli schlau. "Schlau ist die kleine Löwe auf jeden Fall", beschreibt Bernd Hensch den jungen Löwen-Mann. Dieser kennt seine Umgebung mittlerweile recht gut und schaut sich auch schon nach den etwas älteren Löwen-Damen im Käfig nebenan um.

Weißer Löwe im Eberswalder Gehege
Smart in seinem GehegeBild: Zoo Eberswalde

Taufe mit Double

Für die Taufe ist Smart in einen Panzerglas-Pavillon im großen Gehege gebracht worden - und wundert sich. Allerdings wird dann einem Stofflöwe stellvertretend der Schampus übers Fell gegossen bekommen und Smart guckt zu. Der Löwen-Junge ist keine Handaufzucht, er wurde von der Mutter genährt. Smart ist daher nicht an Menschen gewöhnt, sondern ein echtes Raubtier. "Der will nur spielen" kann da schon böse enden.  

Zoo will mit Smart züchten

Es gibt in freier Wildbahn nur 13 weiße Löwen, die meisten im Krüger-Nationalpark in Südafrika. Und wenn sich Smart mit einer der beiden Eberswalder Löwen-Damen, vielleicht in einem Jahr, paaren soll, dann könnte auch wieder ein Weißer mit dabei sein. Das ist eigentlich ein Gendefekt mit einem Problem bei der Farbgebung durch Melanin, aber bei der Zucht für den Zoodirektor kein Problem. Bernd Hensch sagt, er will den Besucherkindern einfach eine Vielfalt verschiedener Arten und auch besondere Fellfarben zeigen. Bei den Tigern im Zoo wäre das etwas anderes. Sie stehen unter noch strengerem Artenschutz und haben ein Zuchtprogramm. Da müsste man auf reine Zucht achten.

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