Audio: Antenne Brandenburg | 28.08.2018 | Torsten Glauche

Ausschreitungen in Frankfurt/Oder - Tatverdächtige Syrer nach Schlägerei weiter in Gewahrsam

Nach gewaltsamen Auseinandersetzungen in einer Diskothek in Frankfurt (Oder) hat Oberbürgermeister René Wilke (Linke) davor gewarnt, in Zusammenhang mit ausländerfeindlichen Vorfällen ein grundsätzliches Problem herbeizureden. In der Stadt würden etwa 1.500 Geflüchtete leben, sagte Wilke im rbb. "Und wir reden hier über über zehn bis 15 Personen, die mehrfach auffällig geworden sind. Das ist ein sehr geringer Anteil, wenn man die Gesamtzahl betrachtet."

Am Samstagabend war es in Frankfurt im Club "Frosch" zu Auseinandersetzungen gekommen. Tatverdächtig sind zwei Syrer. Sie waren am Mittwoch noch in Polizeigewahrsam. Eine größere Gruppe soll unter anderem Gäste mit Messern, Steinen und Stangen angegriffen haben. Fenster und Türen gingen zu Bruch. Verletzt wurde niemand.

Die beiden Tatverdächtigen sind laut Wilke bereits bekannt als Straftäter. Einer von ihnen war nach rbb-Recherchen bereits bei einer Massenschlägerei Anfang August dabei.

Wilke: Frankfurter sehr besonnen

Wilke sagte gegenüber dem rbb: "Wir haben definitiv ein Problem mit einer bestimmten Gruppe von Geflüchteten, die gewalttätig sind. Deswegen haben wir auch ganz klar gemacht, dass wir an der Stelle konsequent vorgehen - mit allen Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen." Er stehe dazu in Kontakt mit Polizei, Staatsanwaltschaft und Ausländerbehörde.

Reaktionen wie in Chemnitz, wo es nach einer Messerattacke zu Hetzjagden auf Ausländer kam, befürchte er jedoch nicht, sagte Wilke weiter. "Mich freut sehr zu sehen, wie besonnen die Frankfurterinnen und Frankfurter damit umgehen", so Wilke.

Die Vorfälle lösten in Frankfurt (Oder) dennoch eine Debatte über Probleme bei der Integration von Flüchtlingen und mögliche Abschiebungen aus. Forderungen nach Abschiebungen erteilte Wilke in diesem Fall eine Absage - Abschiebungen nach Syrien seien rechtlich nicht zulässig. Laut Wilke hat die Staatsanwaltschaft aber eine Sonderdezernentin eingesetzt, die sich ausschließlich mit den Vorfällen in Frankfurt beschäftigt.

Nach den gewaltsamen Auseinandersetzungen am Wochenende steht zudem die Polizei in der Kritik: Politiker von Linke, CDU und FDP bemängelten am Mittwoch in der "Märkischen Oderzeitung" die schlechte Erreichbarkeit der Polizei in der Tatnacht.

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18 Kommentare

  1. 18.

    Ich hörte eben auf Inforadio, dass dieser Gewaltausbruch entstand, weil ein Deutscher in einen Streit mit einem Syrer kam. Ich setzte mich stets für die Rundfunkgebühren ein, weil mir besonders das öffentlich-rechtliche Radio sehr wichtig ist.
    Aber bei solch blödsinnigen Berichterstattungen gehen mir leider die Argumente aus. Diese Formulierung, die bestimmt aus dem fernen Berlin - nicht aus dem Studio Frankfurt kommt, ist einfach nur ignorant.

  2. 17.

    Wieder einer der Gutmenschen. Warum gehen Sie nicht in diese kriesengebiete und unterstützen dort die Menschen? Dann können Sie sich ha mal ein Bild davon machen welche Kultur dort vermittelt wird. Wie die sozialisierung in anderen Ländern aussieht. Vielleicht laufen Sie dann nicht mit solchen Scheuklappen rum. Es ist traurig das es immer noch Menschen gibt die Gewalttäter in Schutz nehmen. Die Brutalität die vom diesen Gruppen/ Menschen ausgeht ist nicht mehr haltbar.

  3. 16.

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  4. 15.

    Warum wurde mein Kommentar von heute früh nicht veröffentlicht? Nur das was euch passt und nicht zu kritisch ist oder wo ist das Problem?

  5. 14.

    Hallo didago,
    für den Haftbefehl selbst ist es völlig unerheblich, ob er mit mutmaßlichem Totschlag oder mutmaßlichem Mord begründet wird. Erst bei einer Klageschrift wird das wichtig. Und: Totschlag und Mord wird per Definition nicht nach Anzahl von Messerstichen unterschieden. Das hat mit 2-Klassenrecht nicht das geringste zu tun. Das kanonische Recht in der Bundesrepublik Deutschland wäre sonst ein Teil des 2-Klassenrechts.
    Das ist ist -pardon - Ihr Problem. Sie verfügen über gefühltes Wissen und nicht über tatsächliches Wissen.

  6. 13.

    Es ist bemerkenswert dass die Vorfaelle nicht in andere Zeitungen zu lesen waren. Am anfang glaubte ich sogar dass es hier ein "hoax" war, also dass diese Fälle nicht stattgefunden hatten. Wo ist der Spiegel, die Welt, alle diese Deutsche nachrichten im Rundfunk? Sind diese Fälle tatsachlich unwichtig um nicht zu publizieren? Ich glaube jetzt dass diese Zeitungen und Nachtrichtenservices ihre Lesern nicht bedienen! Diese nachrichten sind wichtig genug!

  7. 12.

    Aber genau das ist ja der Skandal, es gibt viele solcher Fälle. 2Klassen Recht - Scharia und StgB. Der Skandal ist, dass bei über 20 Messerstichhen von Totschlag die Rede ist.

  8. 11.

    Wer mit der Flüchtlingspolitik nicht einverstanden ist, soll eine andere Regierung wählen. Er kann auch in das Land gehen, in dem es ihm besser gefällt. Vielleicht bleiben dann diejenigen übrig, die die Flüchtlinge wirklich willkommen heißen.

  9. 10.

    Nein, ich möchte die beiden Straftaten nicht gleichsetzen. Das eine ist ein Personenschaden und das andere ein Vermögensschaden. Das sind grundsätzlich verschiedene Dinge. Sie schreiben vom brutalen Messermord. Das ist eine Vorverurteilung. Die Staatsanwaltschaft hat den Befehl zur Untersuchungshaft mit Totschlag begründet, nicht mit Mord.

  10. 9.

    " Haben die Menschen aus der Weimarer Zeit nix gelernt? " NEIN !! , die seinerzeit Erwachsenen leben nicht mehr und deren weitere Nachkommen haben immer mehr vergessen. Nie wieder Krieg hieß u. heißt es noch immer , und was haben wir , also global meine ich : Kriege jede Menge ! also: die Menschen haben auch aus Kriegen nix gelernt

  11. 8.

    Deutsche können nicht ausgewiesen werden. Warum schreiben sie so einen Blödsinn? Alle Straftäter sollten, wenn man sie erwischt, nach dem Gesetz verurteilt werden. Also keine Lynchjustiz oder ähnliches.
    Aber machen sie ruhig so weiter, die Spaltung der Gesellschaft schreitet voran. Haben die Menschen aus der Weimarer Zeit nix gelernt?

  12. 7.

    Herr Barsch, Sie sind ja ein ganz Heller. Für Sie wäre die Straftat Steuerhinterziehung eines gierigen Fussballmanagers also gleichzusetzen mit einem brutalen Messermord durch einen "schutzsuchenden" Iraker, wie gerade in Chemnitz geschehen, der wie so oft vorbestraft war? Ich wünsche Ihnen, dass weder Ihnen noch Ihren Familienangehörigen derartige Täter über den Weg laufen.

  13. 6.

    Ich denke,nicht die Nationalität steht hier bei den Recherchen im Vordergrund,sondern die Taten an sich. Wenn ich in ein Land flüchte,da ich in meiner Heimat an Leib und Leben bedroht bin,dann benehme ich mich! Es kann nicht sein,dass man hier her kommt,von einer sozialen Hängematte sanft geschaukelt wird und sich nicht an die in diesem Land geltenden Regeln und Gesetze hält! Der Anteil an Straftaten durch "Flüchtende" ist im Verhältnis sehr groß und hier versagt die deutsche Justiz! Wer sich nicht benehmen kann muss wieder gehen! Wenn Sie mehrfach in einem fremden Land Straftaten begehen,müssen Sie mancherorts sogar mit der Todesstrafe rechnen. Und wir? Wir schauen zu wie ein kleiner Teil alle die wirklich einen Flüchtlingsstatus verdienen mit in den Dreck ziehen! Dem muss mit aller Härte Einhalt geboten werden,Punkt!

  14. 5.

    Sie haben recht - wir sollten uns die Probleme nicht selbst aufbürden. Deshalb sollten die Straftäter Hoeness, Rumenigge, Zumwinkel und Tschäpe ausgewiesen werden. Der Straftäter Beckenbauer ist ja zum Glück schon im Ausland und gehört in die Kategorie Ausländerkriminalität.

  15. 4.

    Rene Wilke warnt also vor Verallgemeinerung, das ist Gut! Sind es aber nicht immer Linke die verallgemeinern? Irgendwo wird ein Ausländer von Nazis ermordet und schon hat die Gesellschaft ein Rassismusproblem. Herr Wilke packen Sie sich an der eigenen Nase!

  16. 3.

    Doch, es gibt ein generelles Problem mit sogenannten Geflüchteten, weil diese - wie viele Untersuchungen zeigen - deutlichst überproportional kriminalitätsbelastet sind. Die Gründe hierfür sind vielfältig aber egal. Entscheidend ist nämlich, dass es nicht im Interesse Deutschlands ist, sich selbst derartige Probleme aufzubürden. Da die etablierten Kräfte jedoch so etwas zulassen und möglich machen, handeln sie gegen Deutschland und damit entgegen ihrer Pflichten als Volksvertreter, da sie gemäß Definition Deutschlands Interessen zu verfolgen hätten. Das macht sie im ganz eigentlichen Sinne des Wortes zu Volksverrätern. Diese Argumentation ist folgerichtig und unerschütterlich.

  17. 2.

    Komisch, wenn Deutsche einer kriminellen Tat verdächtigt werden, steht da nie "Deutscher nach Schlägerei in gewahrsam" oder "Deutsche Hausfrau stiehlt im Laden". Nur bei Ausländern spielt die Staatsbürgerschaft scheinbar eine Rolle. Neulich war von einer Schlägerei zwischen Menschen aus Syrien und Äthiopien die Rede. Wie müsste dann eine Schlägerei zwischen Deutschen Hooligans aussehen? "Schlägerei zwischen Deutschen und Deutschen"!

    Zitat: Wilke sagte gegenüber dem rbb: "Wir haben definitiv ein Problem mit einer bestimmten Gruppe von Geflüchteten, die gewalttätig sind.

    Nein! Es gibt in Deutschland ein Problem mit Menschen, die gewalttätig sind. Gewalttätigkeit ist kein spezifisches Problem von Geflüchteten.

  18. 1.

    So groß kann die Konsequenz nicht sein, wenn die Herren schon wieder bestens polizeibekannt sind. Messer, Steine und Stangen hat man üblicherweise nicht zufällig dabei. Die sind kein Stück besser, als die Hooligans, suchen hier aber angeblich Schutz. Bringt solche Leute endlich konsequent langfristig in Haft oder in diesem Fall besser ganz außer Landes! Sonst übernehmen Andere mit deutlich weniger Augenmaß das Gewaltmonopol, welches der Staat in den letzten Jahren eher mäßig ausfüllte. Dann wird nicht erst nach dem Integrationsstatus gefragt und es kann leider jeden treffen.

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