Quelle: rbb/Andreas Oppermann
Audio: Antenne Brandenburg | 15.01.2019 | Agata Horbacz und Moses Fendel | Bild: rbb/Andreas Oppermann

Veranstalter tritt zurück - "Pol'and'Rock"-Festival steht auf wackligen Beinen

Nachdem der Danziger Bürgermeister während einer Spendenaktion tödlich verletzt wurde, trat der Initiator der Spendenaktion, Owsiak, zurück. Er ist auch als Gründer des beliebten "Pol'and'Rock'-Festivals in Kostrzyn bekannt. Wie es damit weiter geht, ist ungewiss. Von Agata Horbacz und Moses Fendel

Einen Tag nach dem tödlichen Angriff auf den Danziger Bürgermeisters Paweł Adamowicz bei einer Spendenveransaltung hat der Vorsitzende der für die landesweite Spendenaktion zuständige Stiftung "Großes Orchester der Weihnachtshilfe", Jerzy Owsiak, seinen Rücktritt erklärt. Als Grund für seinen Rücktritt nannte er die schwierigen politischen Verhältnisse in Polen.

Owsiak ist auch Gründer und Veranstalter des Musikfestivals "Pol'and'Rock", dem Nachfolger des legendären "Haltestelle Woodstock"-Festivals im polnischen Grenzort Kostrzyn. Nun fragen sich viele polnische und deutsche Fans, wie und ob es mit dem Festival weitergehen wird.

Festival zieht Hunderttausende Fans nach Kostrzyn

Das "Pol'and'Rock"-Festival zieht jedes Jahr Hunderttausende Konzertfans nach Kostrzyn. Mit dem Festival hat sich die Stiftung jedes Jahr für die großzügige Hilfe der Freiwilligen und Spender bedankt.

Zdzislaw Garczarek, der Direktor des Kulturzentrums in Kostrzyn und enger Freund von Jerzy Owsiak, hofft, dass das Festival bestehen bleibt. "Ich weiß, dass die Stiftung sich auf das Festival vorbereitet. Eine Liste der Musiker, die auf dem Festival auftreten, ist schon teilweise fertig. Aber derzeit ist es noch schwierig zu beurteilen."

Der Veranstalter des Festivals Woodstock in Polen (Quelle: dpa/ PAP/Rafa³ Guz)
Jerzy Owsiak | Bild: PAP

Elzbieta Polak, Bezirkschefin der Region Lubuskie Woiewodschaft, in der das Festival stattfindet, hofft zwar auf eine Zukunft des Festivals. "Aber wir müssen darüber reden, was derzeit in Polen geschieht. Ich bin aber sicher, dass er weiter mitmachen wird", sagt sie.

"Geistig schon auf das Festival vorbereitet"

Der Vertreter des Bürgermeisters in Kostrzyn, Zbigniew Biedulski, will die tödliche Messerattacke von Sonntagabend zunächst nicht in Verbindung mit Rücktritten und dem Festival bringen. "Die Vorbereitungen auf das Festival fangen schon immer Anfang des Jahres an.

Jetzt warten wir auf den Kontakt vom Veranstalter, aber geistig sind wir schon auf das Festival vorbereitet", sagt Biedulski.

Beitrag von Agata Horbacz und Moses Fendel

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