Bar-share im Kreis Barnim
Audio: Antenne Brandenburg | 31.05.2019 | Maximilian Horn | Bild: rbb/Maximilian Horn

22 Elektroautos - Brandenburger Kreis Barnim setzt auf Car-Sharing

In der Kreisverwaltung Barnim wird von nun an geteilt - und zwar die Autos. Dank des neuen Projekts "BAR-Share" stehen den Mitarbeitern 22 Elektroautos zur Verfügung, um damit zu Außenterminen zu fahren. Auch Bürger sollen die Autos nutzen können. Von Maximilian Horn

Mit dem neuen Projekt "BAR-Share" will die Barnimer Kreisverwaltung mobiler werden. 22 Elektroautos stehen den Mitarbeitern der Verwaltung und den Bürgern von nun an zur Verfügung.

"BAR-Share" – eine Kombination der Wörter Barnim und "Car-Sharing" – heißt zu Deutsch: sich das Auto teilen, ist auf den Türen und Motorhauben zu lesen. Martina Kohl, Mitarbeiterin in der Verwaltung, fährt mit den Elektroautos zu ihren Terminen und werde dabei häufiger mal auf das Logo angesprochen, und wie sich die Autos wohl fahren, "ob es Spaß macht oder ob es Probleme gibt", sagt Kohl.

Bar-share im Kreis Barnim
| Bild: rbb/Maximilian Horn

Buchen über App, am Computer oder mit Kundenkarte

Ab Juni kann die Flotte der Kreiswerke Barnim von jedem gebucht werden: per App übers Smartphone, am Computer oder mit einer Kundenkarte.

Gut die Hälfte der 22 Fahrzeuge ist aber werktags zur Arbeitszeit für die Mitarbeiter der Kreisverwaltung reserviert.

"Um die gute Auslastung der Fahrzeuge zu schaffen, wollen wir den Fuhrpark in den Nachmittags- und Abendstunden sowie am Wochenende für den Bürger öffnen", sagt Projektleiterin Saskia Schartow.

Wer also vielleicht kein eigenes Auto besitzt, kann sich ein Elektroauto der Kreisverwaltung gewissermaßen ausleihen.

Flotte soll aufgerüstet werden

Es gibt aber auch "BAR-Share"-Autos, die rund um die Uhr von jedem gebucht werden können. Eine Fahrt von Eberswalde nach Bernau soll in etwa 15 Euro kosten, abhängig von der Uhrzeit und der Dauer der Benutzung.

Die meisten der Fahrzeuge stehen in der Kreisstadt, es gibt aber auch welche in Bernau, Britz, Biesenthal und Melchow.

"Wir starten jetzt erst einmal mit 22 Fahrzeugen. Es ist aber geplant, im gesamten Landkreis Barnim später flächendeckend jeder Gemeinde ein "BAR-Share"-Auto zur Verfügung zu stellen. Im gleichen Zuge muss natürlich auch die Ladeinfrastruktur ausgebaut werden", sagt Saskia Schartow.

Mit einer Reichweite von 300 Kilometern sollten aber auch schon jetzt die meisten Touren zu schaffen sein – zumindest innerhalb des Landkreises.

Beitrag von Maximilian Horn

Kommentar

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10 Kommentare

  1. 10.

    Steffen, ich bin völlig bei Ihnen beim Thema "Kritik am Konsumwahn": Gut durchdachte, langlebige, nachhaltig produzierte und zu nutzende, bewährte Produkte sind immer besser als das Hinterhergehechele hinter irgendeinem Zeitgeist. Bei Ihrer Kritik an den Produktionsbedingungen der die e-Mobilität flankieren Produkte kommen wir nicht auf einen Nenner: Auch Erdöl und Braunkohle werden nicht sauber oder nachhaltig abgebaut / gefördert und ausserdem verlieren die fossilen Energieträger in der Frage der Emissionen.

  2. 8.

    Ich will die Zukunft nicht aufhalten, aber Ihre Träume werden zerplatzen wie Seifenblasen. Die Rohstoffe für die Akkus sind begrenzt, ebenso oder noch viel stärker als die fossilen Brennstoffe. Klar müssen Sie mir Whataboutism vorwerfen, sonst müßten Sie sich ja mit der massiven Umweltzerstörung bei der Rohstoffförderung zur Klimarettung auseinandersetzen. Das einzig Sinnvolle ist Ressourcen zu schonen, also das zu nutzen was bereits produziert wurde, und nicht funktionierende Technik wegzuschmeißen und durch neu produzierten Schrott zu ersetzen. Klima retten? Konsumwahn stoppen!

  3. 7.

    Gähn, muss ich Ihnen Ihre kleine Welt erklären? Sie werden die Zukunft nicht aufhalten, schauen Sie sich doch bitte einmal im Ausland um: Der E-Mobilität gehört die Zukunft; und ganz tapfer sein jetzt: fossile Brennstoffe, allen voran auch diese minderwertige ostdeutsche Braunkohle haben ausgedient. Aber man kann natürlich den menschgemachten Klimawandel leugnen, oder wie Sie mit solchen whataboutismen kommen und dürftig verpackt die Gutmenschenfrage stellen. Jedes E-Auto ist doch wohl ein Beitrag zum Klimaschutz, vor allem im carsharing wie im Barnimer Beispiel.

  4. 6.

    In meinen Augen sind die Argumente Nebelkerzen: Die Öl- und Kohlegewinnung ist ein reiner Raubbau an der Natur. Auch die Bauteile für reguläre Kfz wachsen nicht auf der grünen Wiese. (zB Platin für den Katalysator)
    Immerhin gibt es bereits sehr viele Ladesäulenbetreiber oder Ladestrom-Anbieter, die komplett auf regenerative Energien setzen.

  5. 5.

    Ich gebe Ihnen vollkommen Recht.....wir retten die Welt und viele andere Zahlen dafür einen sehr hohen Preis.

  6. 4.

    Den Effekt für das Klima müssen Sie mal erklären.
    Laufen die Ladestationen 100% mit alternativ erzeugtem Strom? Herstellung von Auto und Akku klimaneutral?
    Und davon ab, werden für die Rohstoffgewinnung ganze Landstriche verseucht, werden Ackerflächen trockengelegt. Im Kongo kriechen Kinder in ungesicherte Schächte um Kobalt zu fördern. Ist ja alles weit weg, da kann ich hier mit ruhigem Gewissen die Welt retten.

  7. 3.

    Ich finde das super, hätte gerne selbst solch eine Leihmöglichkeit für E-Autos in meiner Nähe. Zudem stehen die Fahrzeuge dann nicht am Wochenende und am Abend dauerhaft ungenutzt herum.
    @Ratze:
    Es ist den Kommunen sicher nicht egal, wer das bezahlt, denn sie haben auch nur ein begrenztes Budget.
    Wären Sie auch dagegen, falls es nicht Elektro-, sondern konventionelle Autos gewesen wären?
    Wäre es Ihnen lieber gewesen, die Autos stünden die meiste Zeit nur umgenutzt herum und man hätte den Bürgern nicht diese Möglichkeit gegeben?
    Was sind denn Ihrer Ansicht nach sinnvolle Schritte, um den Klimawandel entgegen zu wirken?

  8. 2.

    Ich freue mich über solch innovative Mobilitätslösungen. Und Sie als Bürger gewinnen auch ein Stück neuer Mobilität, denn auch Sie können E-Fahrzeuge aus diesem pool bewegen. Ein starkes Zeichen der Barnimer gegen den Klimawandel. Für Sie mag das Müll sein. Sie werden diese Entwicklung aber zum Glück nicht aufhalten. Ihre Frage nach dem "Wer hat das bezahlt?" verstehe ich nicht. Im Artikel steht doch, dass die Flotte zu den Kreiswerken gehört, und von der gesamten Kreisverwaltung und auch von allen Bürgern genutzt werden kann. Und bitte setzen Sie nicht Verwaltungshandeln mit "den Politikern" gleich. Die Einheit von Partei und Staat ist vor nunmehr 30 Jahren zusammen mit der DDR untergegangen.

  9. 1.

    BAR-Share - wer hat es bezahlt? Die Politiker oder die Steuerzahler? So ein Müll um die E-Quote hoch zu treiben. Aber wer es bezahlen soll ist den Kommunen egal.

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