Archäologen bergen einen Sandblock, in dem sich ein Skelett befindet, sie packen den gesamten Sandblock in eine Holzkiste.
Bild: C. Krauskopf/BLDAM

Uckermark - Komplettes mittelsteinzeitliches Grab geborgen

Archäologen haben auf dem Weinberg in Groß Fredenwalde ein mittelsteinzeitliches Grab geborgen. Dies teilte das Landesamt für Archäologie am Freitag mit. Aus konservatorischen und methodischen Gründen legten die Archäologen das Grab nicht vor Ort frei, sondern packten den Sandblock mit den Knochen in eine Holzkiste und transportierten diese ab. Über den Grabinhalt, die Knochenerhaltung und das dort bestattete Individuum ist daher bisher fast nichts bekannt.

Ältester Friedhof Deutschlands

Der Fundort in der Uckermark gilt als der älteste Friedhof Deutschlands. Der Bestattungsplatz wurde vor etwa 8.500 Jahren von mittelsteinzeitlichen Menschen angelegt. Zuletzt hatten Archäologen dort die Knochen eines Kleinkinds ausgegraben. Erste Gräber waren schon 1962 auf dem Hügel entdeckt worden.

HTW Berlin untersucht Grabinhalt

Die jetzigen Grabungen auf dem Weinberg finden im Rahmen eines groß angelegten Forschungsprojektes statt, das der Frage nach dem Übergang von der Mittelsteinzeit mit ihren nicht sesshaften Kulturen zur Jungsteinzeit mit Ackerbau und Viehzucht nachgeht. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt wird als Kooperation von der Universität Kiel, der Hochschule für Technik und Wirtschaft - HTW - Berlin, dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege und dem Brandenburger Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie durchgeführt. Das Grab befindet sich nun in der HTW Berlin, wo es untersucht werden soll.

Sendung: Antenne Brandenburg, 07.06.2019, 16:30 Uhr

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