Ein Polizeiwagen wird bei einer Verfolgungsjagd beschädigt. (Quelle: TNN)
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Video: rbb|24 | 13.06.2019 | Material: TeleNewsNetwork | Bild: TNN

Von Berlin nach Storkow - Sechs Polizisten bei Verfolgungsjagd über die A12 verletzt

Drei mutmaßliche Verbrecher haben sich am Donnerstagfrüh mit der Polizei eine wilde Verfolgungsjagd über die Autobahn A12 geliefert. Das Fluchtauto rammte zwei Polizeifahrzeuge. Als es zu kaputt war, versuchte das Trio zu Fuß zu fliehen.

Bei der Verfolgung eines Verbrecher-Trios über die A12 sind am Donnerstagmorgen sechs Polizisten aus Berlin und Brandenburg verletzt worden: vier Polizisten aus Berlin, darunter zwei Zivilfahnder, sowie zwei Polizisten aus Brandenburg. Auch drei Insassen des Fluchtfahrzeugs wurden verletzt. Es handelt sich um zwei 34 und 27 Jahre alte Männer sowie eine 32 Jahre alte Frau.

Die Polizei hatte das Auto mit polnischen Kennzeichen zunächst in Berlin kontrollieren wollen, nachdem es eine rote Ampel überfahren hatte. Das Trio flüchtete mit seinem SUV auf der A12 in Richtung Frankfurt (Oder).

Wir sehen mit großer Besorgnis, mit welcher Aggressivität solche Täter vorgehen.

Andreas Schuster (GdP)

Transporter und Streifenwagen gerammt

An der Autobahnabfahrt Storkow rammte der Fluchtwafen einen Polizeitransporter, der von der Brandenburger Polizei dort postiert worden war. Dabei wurden die zwei Polizisten aus Brandenburg verletzt.

Wenig später rammten die weiter flüchtenden Täter ein Polizeiwagen, dabei wurden erneut zwei Beamte verletzt. Bei der Kollision lösten sich die Airbags des Fluchtautos, woraufhin die Insassen die Flucht zu Fuß fortsetzten. Berliner Beamte nahmen die drei Personen fest, die allerdings dabei noch Widerstand leisteten. Auch dabei soll ein Polizist verletzt worden sein.

In dem Fluchtauto, dessen Kennzeichen sich als gefälscht herausgestellt hatten, fanden die Beamten Drogen und Einbruchswerkzeuge.

Gewerkschaft der Polizei beklagt hohe Aggressivität

Die Rücksichtslosigkeit der Flüchtenden sei erschütternd, sagte Andreas Schuster von der Gewerkschaft der Polizei in Brandenburg dem rbb: "Wir sehen mit großer Besorgnis, mit welcher Aggressivität solche Täter vorgehen. Sie gefährden nicht nur die Gesundheit der Beamten, sondern im schlimmsten Fall auch deren Leben. Dieses fast schon Menschenverachtende ist eine Geschichte, wie wir sie vor Jahren noch nicht kannten und die uns jetzt immer häufiger begegnet."

Sendung: Antenne Brandenburg, 13.06.2019, 12 Uhr

Kommentar

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11 Kommentare

  1. 11.

    Die armen Polizisten müssen das ausbaden ,was die Politik jahrelang versäumt hat.
    Alles durch zu viel Toleranz schleifen lassen.

  2. 9.

    Den Respekt, den Sie hier einfordern, reißt die Polizei oft genug mit dem A... selbst ein, wenn Sie sich auf Demos und ähnlichen Veranstaltungen aufführen wie Robocop, Fragen patzig oder herrisch beantworten. Bürgernähe ist da nicht zu spüren. Als politischer Mensch habe ICH nämlich auch Respekt verdient. Wenn jeder eingerissene Nietnagel ein verletzter Beamter in der Statistik ist und jede Reaktion auf Fixierungen und Schmerzgriffe (alleine diese Technik!) direkt ein Verfahren wegen Widerstand oder Tätlichkeit darstellt, dann macht sich Polizei eben unglaubwürdig.
    Es ist auch keine Aufgabe der Polizei besonders harte Einsätze zu fahren oder harte Bestrafung vorzubereiten. Was Sie hier kritisieren sind (oder sind nicht) Unzulänglichkeiten der Staatsanwaltschaft. Gerade heute ging ja ein guter Artikel durch die Medien: "Justiz: Blinder Fleck bei Hasskriminalität?"

  3. 8.

    Harter Einsatz der Polizisten, die ihre Gesundheit riskieren und oft auch ihr Leben. Leider wird das oft nicht belohnt. Nicht in der Bezahlung, nicht mit Respekt der Bevölkerung und schon garnicht in Bezug auf die Erfolge der Strafverfolgung.

    Wenn die Verfahren nicht eingestellt werden, weil überlastete Gerichte keine Kapazitäten haben, gibt es regelmäßig lächerliche Bewährungs“strafen“. Straftäter riskieren in Deutschland nicht viel. Die Gefahr einer harten Verurteilung ist sehr gering. Polizisten hingegen riskieren viel - bei unangemessen geringer Bezahlung. Darüber sollte man mal nachdenken. Eine engagierte und nicht korrupte Polizei ist keine Selbstverständlichkeit! Was ist sie uns wert?

  4. 7.

    Danke an unsere Polizei in Berlin&Brandenburg! Mein vollsten Respekt für diesen Einsatz.

    Zeigt diesen kriminellen Elementen, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder sozialem Status, dass Deutschland ein Rechtsstaat ist und sich wehrt! Strafe muss sein und ich hoffe es werden alle Rechtsmittel ausgeschöpft.

    Den verletzten Polizisten schnelle und vollständige Genesung!

  5. 6.

    @Bürger

    Ich gehe mal davon aus, dass sie Scherze machen.

    Ich persönlich, bin ja auch für den Einsatz schwerer Artillerie im Innenstadtbereich. Auch Kernwaffen sollten schlussendlich kein Tabu mehr sein.
    20 bis 100 Kilotonnen TNT Äquivalent sollten innerstädtisch allerdings genügen.

    Für die richtig groben Sachen darf aber zur TSAR Bombe gegriffen werden. Mit 50 Megatonnen TNT Äquivalent sollte selbst der fieseste Grobian zur Strecke gebracht werden können.

  6. 3.

    Ich finde hier sgieren unsere Sicherheitskräfte viel zu lasch,da werden skrupellos durch Verbrecher die Leben unbeteiligter Menschen und auch der Polizisten gefärdet.Wofür haben wir die Bundeswehr? Nur um Moore in Brand zu schießen ? Hier können sie sich mal beweisen,mit Kampfhubschraubern oder auch Drohnen,wenn diese überhaupt fliegen,durch eine Volksabstimmung wär auch der rechtliche Rahmen schnell klärbar,die gesamte Bevölkerung ist bestimmt für solche Schritte.Beim Urheberrecht,hat man dagegen nicht die Bevölkerung gefragt,man hat es von oben herab angeordnet.

  7. 2.

    Ich bin mir sicher, die Herren Verbrecher werden Ihre knallharte Forderung beherzigen und sich E-Roller anschaffen!

  8. 1.

    Beendet den Autowahn!

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