Wildschwein (Quelle: dpa/Lino Mirgeler)
Audio: Antenne Brandenburg | 11.12.2019 | Philip Barnstorf | Bild: dpa/Lino Mirgeler

Afrikanische Schweinepest - Polens Armee soll Wildschweine abschießen

Im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest will Polen die Armee zum Abschuss von Wildschweinen in betroffenen Gebieten einsetzen. "Ohne Abschuss schaffen wir es nicht", sagte Landwirtschaftsminister Jan Krzysztof Ardanowski dem Radiosender Jedynka. Die Gesetzesänderung soll außerdem Jäger verpflichten, Schwarzwild in von der Seuche betroffenen Gebieten zu schießen.

In der Nähe der Grenze zu Deutschland wurden mehrere Dutzend tote, infizierte Schweine gefunden. Zuletzt tauchte der Erreger bei einem Wildschwein 70 Kilometer entfernt von Posen auf. Dieser Fall verstärkte die Sorge der polnischen Behörden, da in dieser Region ungefähr 3,5 Millionen Hausschweine gehalten werden.

Derweil trifft auch Brandenburg Vorkehrungen. Verbrauscherschutzministerin Ursula Nonnemacher regte an, an den Oderdeichen zeitlich begrenzt Wildschutzzäune aufzustellen. In dieser Woche will ihr Ministerium eine Anordnung zur verstärkten Bejagung in der Nähe der polnischen Grenze erlassen.

Die Afrikanische Schweinepest ist für Wild- und Hausschweine tödlich. Für Menschen ist sie nicht gefährlich.

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4 Kommentare

  1. 4.

    Jaja, wenn es dem Deutschen ans Geldsäckle geht, ist der sonst so moralische und durchaus weitgehendst tierliebe Habitus ganz schnell vergessen und die Viecher, die stören ruck zuck abgeknallt - koste es, was es wolle. So beim Wolf, nun wieder bei den Wildschweinen und so weiter und so fort.

    Kastrationen? Andere nichtletale Populationskontrolle? Fehlanzeige.

    Wir können zwar auf den Mond fliegen und angeblich Fleisch längst im Reagenzglas züchten, aber WIldschweinpopulationen kontrollieren, ohne die Viecher einfach nur platt zu machen, nee, dafür reicht es nicht.

    Welch ein Armutszeugnis an die so genannten "Fachleute" und Jäger, die sich gerne auch "Naturschützer" nennen lassen...

    Peinlich, peinlich!

  2. 3.

    Solange sie kein Zielwasser mit Grashalm vorher trinken. :-)

  3. 2.

    Ich bin staatlich geprüfter und amtlich bestätigter Jagdaufseher in Brandenburg, also Berufsjäger und ehemaliger Geschäftsführer des Jagdaufseherverbandes Brandenburg.
    Eine Eingrenzung der ASP durch Zäune funktioniert nicht, da die ASP durch Menschen und ihre Abfälle verbreitet wird.
    Auch die Verantwortung die ASP bei Wildschweinen auf die Jägerschaft und eine Handvoll Förster zu verlagern ist unzureichend. Die meisten Jäger machen das in ihrer Freizeit. Tags zu arbeiten und dann Nachts noch Stundenlang auf Sauen zu jagen geht nicht!
    Auch die Initiativen Wildschweine in Fallen zu fangen werden nicht funktionieren.
    Die Seuche wird kommen, mit all ihren Folgen für die Schweinezüchter in unserem Land. Die Frage ist eigentlich nur, wie kann man das Übergreifen der ASP von Wildschweinen auf Zuchtschweine verhindern kann.
    Auch wenn es hart klingt, die Seuche wird die Anzahl der Wildschweine in Deutschland wieder auf ein vernünftiges Maß reduzieren.
    Insbesondere durch den übermäßigen Anbau von Mais sind in den letzten 30 Jahren die Bestände an Wildschweinen explodiert ohne das die Jäger eine realistische Chance hatten etwas dagegen zu tun. Man kann gerade in Ostdeutschland nicht auf riesengroßen Schlägen von Mais und Raps Sauen jagen.
    Und so findet man in Deutschland Wildschweinrotten selbst dort wo sie früher nicht verbreitet waren, wie z.B. In den Hochlagen des Nationalparks Bayrischer Wald.
    Wildseuchen sind ein natürliches Mittel um Überpopulationen zu regulieren. Leider! Und wir werden uns für die nächsten 30 bis 40 Jahre mit der ASP in Deutschland auseinander setzen müssen. Solange dauert es leider bis man das Virus wieder los wird, es sei denn ein Pharmaunternehmen entwickelt einen Impfstoff, wie bei der Europäischen Schweinepest (ESP).
    Gewinnbringend könnte das mit der Weile sein, da die Afrikanische Schweinepest (ASP) auch in China grassiert.

  4. 1.

    Wildschweine sind eine Plage, man sollte die Zahl deutlich reduzieren, aber ungeübte Schützen (Armee) mit Kriegsgewehr? Das könnte Tierquälerei werden.

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