Wildschweinezaun in der polnischen Grenzregion
Bild: Magdalena Szaniawska-Schwabe

Viruskrankheit breitet sich aus - Wildschweinzaun gegen Schweinepest in Polen aufgestellt

In Polen ist nach rbb-Informationen ein 120 Kilometer langer Wildschweinzaun fertiggestellt worden. Er steht zwischen den Woijewodschaften Lebus und Großpolen, rund 150 Kilometer vor der deutschen Grenze.

Damit soll die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) verhindert werden. Das Virus wurde bereits rund 40 Kilometer vor der deutschen Grenze festgestellt.

Wildschweinezaun in der polnischen Grenzregion 2
Bild: Magdalena Szaniawska-Schwabe

Der Deutsche Jagdverband hält einen Zaun im Kampf gegen die Schweinepest für nutzlos. Das Virus werde unter anderem durch weggeworfene Brote mit Wurst aus dem Fleisch infizierter Tiere, durch Schlamm in Radkästen von Autos oder in Schuhprofilen eingeschleppt.

Polnische Schweinezüchter in Sorge

Vor drei Wochen war in der polnischen Woiwodschaft Lebus erstmals der Erreger der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei einem verendeten Wildschwein festgestellt worden. Das Tier wurde laut Nachrichtenagentur PAP in der Nähe der Ortschaft Keblowo rund 70 Kilometer südwestlich von Posen (Poznan) entdeckt. Von Keblowo bis zur deutsch-polnischen Grenze sind es rund 115 Kilometer.

Erst am Dienstag war der Virus bei einem toten Wildschwein in der Nähe Nowogrod Bobrzanski in der Woiwodschaft Lebus gefunden worden. Der Ort liegt nur gut 42 Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt. In dieser Gegend nahe der Grenze zu Brandenburg gibt es seit Mitte November einen Ausbruch der Seuche, mehrere Dutzend infizierte Tierkadaver wurden dort gefunden.

Während der jetzige Fall weiter von der deutschen Grenze entfernt ist, erhöht sich die Besorgnis der polnischen Behörden. Denn in der betroffenen Woiwodschaft Großpolen werden 3,5 Millionen Hausschweine gehalten.

Auch in Brandenburg laufen bereits Vorbereitungen für den Fall, dass Infektionen in Deutschland festgestellt werden.

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