Touristen vor einem Schaufelradbagger im Brandenburger Tagebau Welzow-Süd, 19.06.10 (Quelle: dpa / imageBROKER / Oliver Gerhard).
Audio: Antenne Brandenburg | 20.02.2020 | Statement Jörg Steinbach | Bild: imageBROKER

Knapp 14 Millionen Übernachtungen - Neuer Tourismus-Rekord in Brandenburg

Fast 14 Millionen Gästeübernachtungen wurden im vergangenen Jahr in Brandenburg gezählt - ein neuer Rekordwert. Auch bei den Tagestouristen gab es Zuwächse. Besonders beliebt ist die Region Oder-Spree - die allerdings Konkurrenz bekommt.

Die Brandenburger Tourismusbranche hat im vergangenen Jahr mit fast 14 Millionen Gästeübernachtungen einen Rekord verbucht. Die Zahl der Übernachtungen stieg damit um 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie aus der Tourismusbilanz hervorgeht, die am Donnerstag vorgestellt wurde. Gezählt wurden Übernachtungen in Herbergen mit mindestens zehn Betten.

Seen und Flüsse ziehen an

Am beliebtesten bei den Touristen war das Seenland Oder-Spree. In der ostbrandenburgischen Seen- und Flußlandschaft, die die Landkreise Märkisch Oderland, Oder-Spree und die Stadt Frankfurt (Oder), umfasst, wurden fast 2,3 Millionen Übernachtungen gezählt. Dahinter
folgt der Spreewald, der mit zwei Millionen Übernachtungen landesweit den höchsten Zuwachs verbuchen konnte (+ 6,4 Prozent).

Die meisten ausländischen Gäste kamen 2019 aus Polen - rund 160.000 (+ 4,6 Prozent). An zweiter Stelle stehen Gäste aus den Niederlanden mit 121.000 (+ 8,9 Prozent). Einen Einbruch gab es hingegen bei Touristen aus Großbritannien auf rund 69.000 (- 17,3 Prozent).

Auch mehr Tagesreisende gezählt

Insgesamt wurden 5,2 Millionen Touristen in Brandenburg gezählt, die durchschnittlich für 2,7 Tage im Land blieben. Daneben kamen rund 92,3 Millionen Tagesreisende nach Brandenburg. Der Umsatz sei im Vergleich zum Vorjahr um 5,2 Prozent gestiegen, hieß es.

Als Urlaubsziele sind nach wie vor Campingplätze beliebt, die einen Anstieg der Übernachtungen um 7,5 Prozent auf 1,4 Millionen vermeldeten. Großer Nachfrage erfreuten sich auch Ferienhäuser, die für zwei Millionen Übernachtungen genutzt wurden (+6,4 Prozent).

Urlaub in Deutschland immer beliebter

"Wir peilen jetzt die 15-Millionen-Marke an", sagte der brandenburgische Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) bei der Vorstellung der Bilanz. Angesichts des Klimaschutzes und mit Blick auf das Weltgeschehen profitiere der Tourismus in Deutschland. Brandenburg könne gute Angebote beim Aktivtourismus vorweisen, habe dazu eine gute Infrastruktur und verlässlich gute Qualität, führte der Minister weiter aus.

Sendung: Brandenburg aktuell, 20.02.2020, 19:30 Uhr

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3 Kommentare

  1. 3.

    Ach, erst jetzt gesehen, aber nur der Vollständigkeit halber: Quellen sind MAZ-Artikel der Lokalpresse. Ein A ist kein O, vielleicht einigen Sie ist erstmal selbst. Inhalt sind Äußerungen des Bürgermeisters selbst nebst einfachen Fakten zur AFD-Nähe, was er auch nie bestritten ha. Den restlichen Schrums, nun ja, "interessant". Derailing sollten Sie noch etwas üben in der blauen Blase.

  2. 2.

    Ist doch eine ehrliche Aussage. Jede Kommune kann für sich den Tourismus gutheißen oder auch nicht.

    Die MOZ als Quelle sehe ich schwierig:
    18. April 1946: Aus der Fusion der Parteizeitungen Volkswille (KPD) und Der Märker (SPD) entsteht in Potsdam die Märkische Volksstimme (MV) als Organ der SED
    3. Oktober 1990: Umbenennung der Märkischen Volksstimme in Märkische Allgemeine

  3. 1.

    In Jüterbog sind keine Touristen willkommen. Bürgermeister Arne Raue meinte, dass jeder Tourist Geld koste.
    https://www.maz-online.de/Lokales/Teltow-Flaeming/Jueterbog/Arne-Raue-Touristen-kosten-die-Stadt-Jueterbog-Geld
    Also, einfach einen Bogen um den Fläming machen. Schade um das Städtchen, aber da eine Mehrheit den AFD-nahen Bürgermeister wiedergewählt hat, ist es wahrscheinlich auch nicht zu empfehlen, dort hin zu fahren, wenn man nicht "biodeutsch" aussieht.
    https://www.maz-online.de/Brandenburg/Jueterbogs-Buergermeister-Raue-kandidiert-auf-AfD-Liste-fuer-Praesidium-des-Staedte-und-Gemeindebunds

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