Ein Fieberthermomter wird an einem Handgelenk angelegt, als Teil der Vorsorgemaßnahmen in der Erstaufnahme wegen Corona. Quelle: rbb/Sabine Tzitschke
Audio: Antenne Brandenburg | 03.03.2020 | Autorin: Sabine Tzitschke | Bild: rbb/Sabine Tzitschke

Erstaufnahme in Brandenburg - Flüchtlingsheime sorgen wegen Coronavirus vor

Geflüchtete, die sich aktuell in den Erstaufnahme-Einrichtungen des Landes Brandenburg befinden, werden ab sofort nicht mehr auf die Landkreise und großen Städte verteilt. Wie der rbb am Dienstag bei einem Besuch in der Erstaufnahme-Einrichtung in Eisenhüttenstadt erfuhr, haben sich das Gesundheitsamt und das Innenministerium für diese Vorbeugungsmaßnahmen entschieden.

Damit wolle man vermeiden, dass das Coronavirus verbreitet wird. Diese Maßnahme gilt erst einmal für zwei Wochen. 

Ein grüner Wohn-Container in der Erstaufnahem-Einrichgung Eisenhüttenstadt mit zwei Fenstern. Dort wird bei neu angekommenen Menschen Fieber gemessen als Teil der Vorsorgemaßnahmen in der Erstaufnahme wegen des Corona-Viruses. Quelle: rbb/Sabine Tzitschke
Bild: rbb/Sabine Tzitschke

Container fürs Fiebermessen

In den Eingangsbereichen der großen Asylunterkünfte stehen jetzt Container, dort wird seit Freitag bei allen, die neu ankommen, die Temperatur gemessen. Zusätzlich dazu stehen Container bereit. Für den Fall, dass Menschen mit dem Coronavirus in Kontakt gekommen sind, können sie dort abgeschieden von den anderen Bewohnerinnen und Bewohnern untergebracht werden. Wegen des Coronavirus wurden außerdem Abschiebung von Flüchtlingen nach Italien im Rahmen der Dublin-Vereinbahrungen ausgesetzt.  

Eine Frau mit blauen Gummihandschuhen öffnet die Tür zu einem der Cotainer, in denen erkrankte Menschen untergebracht werden oder eine Quarantäne verbringen können als Teil Vorsorgemaßnahmen in der Erstaufnahme wegen Corona. Quelle: rbb/Sabine Tzitschke
Bild: rbb/Sabine Tzitschke

Keine Verdachtsfälle

Bislang gibt es in den vier Standorten der Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes - Eisenhüttenstadt, Doberlug-Kirchhain, Wünsdorf und Frankfurt (Oder) - keine Verdachtsfälle. Von den aktuell 3.000 Plätzen in den Erstaufnahme sind 1.482 belegt. Aktuell kommen jeden Tag 15 bis 20 Flüchtlinge an und lassen sich registrieren, vor allem Menschen aus der Türkei, Afgahnistan, Iran, Irak, vereinzelt auch aus Pakistan oder der Russischen Föderation.  

Mehrere Conrtainer stehen in der Erstaufnahme in Eisenhüttenstadt für mögliche Krankheitsfälle bereit. Dies ist Teil der Vorsorgemaßnahmen in der Erstaufnahme wegen Corona. Quelle: rbb/Sabine Tzitschke
Bild: rbb/Sabine Tzitschke

Quarantäne ist möglich

"Alle Personen, die auffällig sind, also Husten, Schnupfen, glasige Augen oder erhöhte Temperatur haben, werden auf normale Influenza getestet, und zwar sofort", sagt Olaf Jansen, Leiter der zentralen Ausländerbehörde (ZABH) in Eisenhüttenstadt. Bei positivem Test würden sie normal weiter behandelt, sei der Test negativ, folge ein Corona-Test.

"Solange diese Tests laufen, bleiben die Menschen in den Isolationscontainern", sagte Jansen, bei weniger schwerem Krankheitsverlauf könnten sie dort auch in Quarantäne kommen. Ein Zusammenhang zwischen Herkunftsland und möglicher Erkrankung bestehe nicht, Menschen könnten sich überall anstecken, "auch in der Bundesbahn."

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