Waffenfund (Quelle: Polizei Brandenburg)
Audio: Antenne Brandenburg | 23.03.2020 | Nico Hecht | Bild: Polizei Brandenburg

Illegaler Waffenhandel - Brandenburger Polizei beschlagnahmt rund 30 Waffen

Der Brandenburger Polizei ist ein Schlag gegen Waffenhändler gelungen. Bei Durchsuchungen nahmen Einsatzkräfte des Landeskriminalamtes zwei Männer fest und beschlagnahmten mehrere Waffen.

Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurden bereits Anfang März die Wohnungen und Fahrzeuge eines 56 Jahre alten Mannes aus Märkisch-Oderland und eines 27-Jährigen aus dem Landkreis Oder-Spree durchsucht. Dort wurden unter anderem russische Maschinenpistolen entdeckt. Insgesamt seien rund 30 verschiedene Waffen, darunter zwei Maschinenpistolen, und zahlreiche Nazi-Devotionalien beschlagnahmt worden, hieß es. Die Männer wurden festgenommen. Das Verfahren führt die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder).

Waffenfund (Quelle: Polizei Brandenburg)
Auch Nazidevotionalien fanden die Ermittler | Bild: Polizei Brandenburg

Zwei weitere Verdächtige - alle Männer gestehen

Der 56-jährige Brandenburger sei der Polizei bereits wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz bekannt, hieß es weiter. Er soll am 1. März versucht haben, dem 27-Jährigen Munition zu verkaufen. Spezialeinsatzkräfte hätten dabei eingegriffen.

Im Zuge der Ermittlungen führte die Polizei bei zwei weiteren Tatverdächtigen, einem 19-Jährigen aus Märkisch-Oderland und einem 39 Jahre alten Mann aus Barnim, Hausdurchsuchungen durch. Dort stellte sie neben zahlreichen Waffen auch menschliche Knochen sicher - wahrscheinlich aus Bodenfunden aus dem Zweiten Weltkrieg.

Alle Männer haben den Angaben zufolge umfangreiche Geständnisse abgelegt und wurden deshalb wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen laufen weiter.

Rechtsradikale Gesinnung vermutet

Bei den Durchsuchungen wurden neben den zahlreichen Waffen auch verschiedene Devotionalien aus der NS-Zeit sichergestellt. Eine rechtsradikale Gesinnung der Täter sei daher durchaus naheliegend, sagte Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU).

"Wir werden nicht zulassen, dass sich radikale Geister mit Waffen eindecken. Da kennen wir kein Pardon. Wir schützen die Menschen in unserem Land mit allen Mitteln gegen solche Bedrohungen", kommentierte der Innenminister den Fund.

6 Kommentare

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  1. 6.

    Mit solchen alten Waffenschrott sind die in etwa so gefährlich, wie dir drei armen Irren mit den Luftgewehren und der Idee zum Umsturz...

  2. 5.

    Landkreis Oder-Spree. Jeder 4. wählt AfD. Waffen, Devotionalien... es könnte eine rechte Gesinnung zu Grunde liegen.
    "Wir schützen die Menschen in unserem Land". Genau so sieht der Schutz der CDU aus.

  3. 4.

    Wie konnte man das zulassen?

    Fragst du dich das ernsthaft? Grade jetzt, wo unsere Regierung wichtige Grundpfeiler der Demokratie innerhalb einer Woche mal schnell runtergefahren hat und jeder das toll findet?
    Die zivilisatorische Decke der Demokratie ist verdammt dünn. Nicht nur bei den Rechten.

  4. 3.

    Bei Neonazis wird das ja oft als "vollkommen harmloser Waffennarr" bezeichnet und wenn es dann zum Terroranschlag kommt, dann war es ein "unpolitischer Einzeltäter". So geschehen bei so manchem rechtsextremen Terroranschlag...

  5. 2.

    Da liegt so ein großes Nazisymbol auf dem Tisch; doch wohl ganz neu fabriziert ? Wie kann so etwas in die Köpfe und zur Realisierung gelangen ? Was sind das für Typen, die etwas zurück wünschen was unser Land so in Dreck und Elend gezogen hat ? Wie konnte man das zulassen ? Gegenwärtig erleben wir so viel Hilfe über Ländergrenzen hinweg. So muss es sein und bleiben. Meine Eltern hatten alles verloren weil ausgebombt. Nie wieder so etwas .

  6. 1.

    Rechtsradikale mit Maschinenpistolen, mal wieder. Deutschland hat ein tiefgreifendes Problem mit Rechtsterrorismus und das nicht erst seit Halle und Walter Lübcke.

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