Schloss Bad Freienwalde bei der Eröffnung der Co-Working-Spaces
Audio: Antenne Brandenburg | 19.05.2020 | Autorin: Marie Stumpf | Bild: rbb/Marie Stumpf

Zwischennutzung im Schloss Bad Freienwalde - Co-Working-Spaces im Schlosskeller eröffnet

Im Schloss Bad Freienwalde hat am Dienstag der neue Standort der kreiseigenen Wirtschaftsförderungsgesellschaft STIC eröffnet. Im Untergeschoss des alten Schlosses stehen ab sofort sechs so genannte Co-Working-Plätze zur Verfügung, also Plätze zum Arbeiten, die kurzfristig von Angestellten und Soloselbstständigen genutzt werden können. Die Rathenau-Ausstellung bleibt weiterhin im Obergeschoss bestehen.

Gedenkstätte für Walther Rathenau

Ursprünglich hatte der Landkreis das Schloss verkaufen wollen. Nach einer europaweiten Ausschreibung fand sich jedoch kein geeigneter Interessent mit Nutzungskonzept und Geld.

Daraufhin sollen die Räume im Erdgeschoss jetzt nicht länger leer stehen. Im Obergeschoss befindet sich seit 1991 eine Gedenkstätte für Walther Rathenau. Der Industrielle und spätere Außenminister der Weimarer Republik hatte das frühklassizistische Anwesen in Bad Freienwalde 1909 gekauft. Seine Nachfahren schenkten es dem Landkreis Oberbarnim, mit der Auflage, das Erbe Rathenaus zu bewahren. Rechtsnachfolger ist der Landkreis Märkisch-Oderland. Wie mit der Immobilie weiter umgegangen werden soll, ist derzeit noch unklar.  

Zwischennutzung für das Schloss

Der Kreis Märkisch-Oderland hatte als Eigentümer lange versucht das Schloss zu verkaufen, war aber wegen der hohen Auflagen, etwa zum Denkmalschutz, gescheitert. Mit dem STIC soll nun für ein paar Jahre eine alternative Nutzung getestet werden. Davon unabhängig soll der Kreistag beraten, wie es langfristig mit dem Schloss weiter gehen könnte. Laut der Rathenau-Stift-GmbH belaufen sich allein die Betriebskosten des Schlosses auf mindestens 300.000 Euro im Jahr. 

Reinhard Schmook von der Rathenau-Stift-GmbH begrüßte das neue Arrangement: "Weil Leben ins Haus kommt, weil junge Leute hier her kommen und weil man so die Idee, die in diesem Schloss steckt, besser vermitteln kann", sagte er. "Vielleicht bietet das Co-Working-Space eine Möglichkeit über eine ganz andere Schiene den Bekanntheitsgrad zu erhöhen." Langfristig wünsche er sich aber wieder eine Gastronomie und Veranstaltungen im Schloss.

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