Besucher der Messe Bad Saarow Electric sehen sich E-Autos an. (Quelle: rbb/Philip Barnstorf)
Bild: rbb/Philip Barnstorf

E-Mobilität in Brandenburg - Messe zu E-Mobilität in Bad Saarow lockt nicht nur Autohersteller

Auf der E-Mobilität liegen riesige Hoffnungen. Sie soll Luxus, Technik und Umweltschutz vereinen. Auf der Bad Saarow Electric Messe waren nun viele Produkte rund um elektrische Fortbewegung zu sehen. Neben Begeisterung gab es auch Bedenken. Von Philip Barnstorf

Trotz des nieseligen Herbstwetters sind am Samstag rund 100 Menschen zur Bad Saarow Electric gekommen. Schon am Rande der Messe am Ufer des Scharmützelsees war zu sehen, worum es bei der Veranstaltung ging: Rund 20 elektrische Autos, darunter Porsche, Volkswagen und gleich mehrere Teslas, zogen dort die Blicke der Besucher auf sich. Und auch auf dem Messegelände drehte sich alles um E-Mobilität. Neben den Autos waren etwa auch elektrische Motorräder und Fahrräder zu sehen.

"Die Elektromobilität wird den Wirtschaftsstandort Brandenburg umkrempeln"

Organisiert hatte das alles Michael Tobias, ein Finanzexperte aus Bad Saarow. Er pendelt regelmäßig nach Berlin, seit dem vergangenen Jahr mit einem E-Auto. "Ich will möglichst vielen Menschen zeigen, dass die Technologie inzwischen alltagstauglich ist", sagt er. Deswegen hat er nicht nur Fahrzeughersteller eingeladen. Ein Stromnetzbetreiber pries seinen grünen Strom und ein Ladesäulenhersteller seine Autosteckdosen an. Auch die Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg warb auf der Messe für Ausbildungen zum Mechatroniker oder Industriemechaniker. "Die Elektromobilität wird den Wirtschaftsstandort Brandenburg, die Logistik, die Bewegung von Gütern und Menschen komplett umkrempeln", erklärte dazu Sprecherin Norma Groß, "Es ist großartig, dass wir die Weichen mitstellen können."

Bad Saarow will von weniger CO2 und leiseren Motoren profitieren

Auch die meisten Besucher waren angetan. Einer von ihnen, Mario Schmidt, schlenderte zwischen den Audi E-trons und Porsche Taycans entlang. "Bei der Preis-Leistung müssen sie noch einen drauflegen", sagt der Strausberger: "Aber das sind schon schöne Autos. Mein nächstes wird elektrisch." Rolf Dietrich aus Bad Saarow fährt dagegen schon einen elektrischen Golf, den er auf der Messe den Besuchern zeigt. "Ich finde es spannend, andere Leute zu treffen, die auch gerne elektrisch fahren", sagt der Berufsschullehrer. Zum Durchbruch der E-Mobilität mangelt es seiner Meinung nach an Ladesäulen. "Gerade im Flächenland Brandenburg ist das ein Thema. Aber ich könnte mir vorstellen, dass schnell umgedacht wird, wenn Tesla und andere Firmen kommen."

Auch in den Augen von Bad Saarows Bürgermeister Axel Hylla, der auch auf der Messe war, fehlt es vor allem an Ladesäulen. "Wir müssen unser Programm zum Aufbau einer Ladesäuleninfrastruktur intensivieren und wir sollten Elektroautos auf größeren Parkplätzen besonders berücksichtigen." Gerade der Kurort Bad Saarow könne profitieren, weil Elektroautos weniger Abgase ausstoßen und leiser sind als Autos mit Verbrennungsmotoren.

Tesla selbst stellt sich nicht vor

Für Gerold Hicke aus Berlin hapert es in Brandenburg woanders: "Es fehlt vor allem an Elektro-Autos und es gibt Wartezeiten von bis zu einem Jahr", sagt der Elektroingenieur. Er selbst fährt seit gut zwei Jahren "begeistert" Tesla. Und auf der Messe ist er nicht der einzige, der von den elektrischen Luxusautos aus den USA beeindruckt ist. Als aus einem Tesla-SUV auf der Messe laute Popmusik erschallt und die aufgeklappten Flügeltüren des Wagens dazu rhythmisch wackeln, klatschen die Umstehenden begeistert.

Auch die riesige Fabrik, die Tesla im gerade mal 30 Kilometer entfernten Grünheide baut, euphorisiert die meisten Messebesucher. Dabei ist die Firma selbst gar nicht vertreten auf der Messe. Veranstalter Tobias konnte sie nicht überzeugen. Dennoch findet auch er das Grünheider Projekt "großartig" und schwärmt von "Perspektiven für die Jugend".

Sorgen vor mehr Pendelverkehr

Aber gänzlich ungebrochen ist die Begeisterung dann doch nicht: Bürgermeister Hylla erwartet zwar ebenfalls, dass die Region profitiert, gibt aber auch zu bedenken, dass viele Tesla-Mitarbeiter mit fossil befeuerten Autos zur Arbeit ins Werk fahren werden. "Wenn die Ansiedlung eines Elektromobilitätswerkes dazu führt, dass wir in der Region mehr CO2 ausstoßen, dann haben wir alle gemeinsam versagt."

Für viele Aussteller und Besucher kann es anscheinend aber gar nicht schnell genug gehen mit dem Durchbruch der E-Mobilität. Bis dahin wollen die Veranstalter der Messe weiter für sie werben. Demnächst soll ihre Veranstaltung dann vielleicht sogar als Roadshow durch ganz Brandenburg reisen.

Beitrag von Philip Barnstorf

36 Kommentare

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  1. 36.

    Hallo Herr Stoll,

    haben sie die Beiträge gelesen, die ich verlinkt habe? Ist ihnen bewusst, dass wir zeitweise soviel erneuerbaren Strom erzeugen, dass wir Nachbarnationen bezahlen um ihn loszuwerden? Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen zu Ihrer Befürchtung. Und alle Studien die ich zu diesem Thema gelesen habe sagen, es ist absolut kein Problem für das deutsche Netz. Als kleinen Erfahrungsbericht: Wir tanken unsere E-Autos durchschnittlich einmal die Woche. Und könnten auch die Ladegeschwindigkeit reduzieren Nachts sollte es zu Lastspitzen kommen. Hätten aber trotzdem einen vollen Tank am nächsten Tag. Tatsächlich werden jetzt vermehrt intelligente Ladelösungen gefördert die auf Netzspitzen reagieren können. Die Lösungen sind längst da. Einfach mal mit der Technik auseinander setzen. In Norwegen brechen auch nicht die Netze zusammen und da sind die Neuzulassungen von Verbrennern im einstelligen Prozentbereich. Der Verbrenner ist in Norwegen faktisch tot!

  2. 35.

    Schauen Sie die aktualisierte Studien und Erfahrungsberichte an, die im Neuland jenseits von EIKE und andere s(S)innlose Studien (da nachweislich falsche Annahmen getroffen worden sind)zu finden sind.

  3. 34.

    Genau da liegt doch das Problem. E-Mobilität mit Akkus funktioniert faktisch nur, WENN die Parkplätze einen Ladeanschluss haben. Genau das ist aber nicht der Fall und wird es auf absehbare Zeit auch nicht sein, allein schon, weil die meisten Besitzer auf der Straße parken oder auf Parkplätzen von Mehrfamilienhäusern, deren Hausanschlüsse für diese zusätzlichen Belastungen gar nicht ausgelegt sind. Für Stadtbewohner, für die das E-Auto umwelttechnisch am besten wäre, fällt es in der Mehrzahl damit schon mal flach. Landbewohner haben die Lademöglichkeit oft, dann scheitert es aber an der Reichweite, an zu langen Ladezeiten (weil das Auto öfter bewegt werden muss) und fehlenden Lademöglichkeiten zum Nachladen in der Firma. Es gibt Menschen, für die das alles passt, die große Mehrheit ist das aber nun mal noch nicht und Ladesäulen lösen das Dilemma nicht wirklich.

  4. 33.

    Das Bild mit dem Verlängerungskabel aus dem x-ten Stock wird immer wieder gerne aufgerufen. Dabei wird aber gerne vergessen, dass selbst in der Berlin knapp die Hälfte der PKW auf privatem Grund abgestellt werden. Der Invalidenstraßenaktivist parkt seine 2t Blech, mit denen er sein Lastenrad ersetzt hatte, z.B. im Hof hinter seiner Wohnung. Dazu kommen Ladesäulen auf Supermarktparkplätzen etc. oder bei der Arbeit.

    Es sollen auch nicht schlagartig alle Verbrenner ersetzt werden. Bestand und Ladeinfrastruktur müssen wachsen wachsen.

  5. 32.

    Alles Quatsch? Die Erkenntnisse habe ich von E-Autobesitzern, aber deren Erfahrungen sind dann bestimmt gelogen. Und es gibt ebenfalls Studien die besagen das der Emissionsvorteil von E-Autos erst nach 100.000 oder 150.000 km eintritt. Ein Großteil der Autos wird aber bei der Laufleistung bereits wieder verkauft und was passiert dann? Außerdem gibt es eine Studie aus Nowegen mit viel E-Mobilität die festgestellt hat das die Strecken mit Rad oder ÖPV durch E-Autos ersetzt wurden. Und was ist mit E-Autos im Winter, Heizung und Radio aus für mehr Km? Oder den E-Autos denen im Autobahnstau der Strom ausgeht, passiert nicht? Leider doch, aber ist bestimmt auch nicht wahr, sind bestimmt getarnte Diesel.

  6. 31.

    10 kW die ganze werden nicht benötigt. Eine Mittelklasse-E-Auto benötigt je nach Fahrprofil 10-20 kWh/100 km. Der durchschnittliche Pendler legt 50 km am Tag zurück, im Jahr etwas über 14.000 km. Der muss nicht jede Nacht stundenlang an der Wallbox hängen.

    Ihnen kommt anscheinend auch nicht in den Sinn, dass es mehr als nur ein Energienetz gibt und wollen sich auch nicht näher informieren. Die vorhandenen Gasspeicher reichen aus, um längere kalte Dunkelflauten zu überbrücken.

  7. 30.

    Das typische E-Auto braucht so 15-20kWh pro 100km. Der Durchschnittsbürger fährt deutlich weniger als 100km pro Tag. Eine Nacht hat, sagen wir mal 10h. Das macht einen mittleren Ladestrom von deutlich unter 2kW. Tatsächlich steht das Durchschnittsauto aber fast 23h am Tag rum. Man kommt also mit recht geringen Ladeströmen aus, wenn die Mehrheit der Parkplätze einen Stecker hat. Hohe Ladeströme braucht man nur auf Langstrecken.

  8. 29.

    Ist doch eine schöne neue Technik..... Problem in Großstädten wird nur das Laden sein.
    Die nächste Ladestationen ist halt 2 U-Bahnstationen entfernt ...Platz für 2 Autos.
    Glaube ein Verlängerungskabel aus den 3. Stock könnte Ärger geben.

    Aber wenn das mal gelöst ist, ich find die Dinger klasse.

  9. 28.

    Was soll uns hier vermittelt werden? Das E-Autos toll sind? Umweltbewusst? Praktisch?
    Wenn man dich nur vorstellt, dass die abertausende E-Autos Nacht für Nacht an den Ladesäulen stehen und mit mindestens 10kw geladen werden, wo soll den da die Energie herkommen? Solarzellen? Von den Windrädern?
    Oder doch, wie es die grüne Parteivorsitzende Baerbock sagte, aus dem im Netz gespeicherten Strom oder doch von den Kobolden?
    Hochachtungsvoll Stoll Karl-Heinz

  10. 27.

    Die ganzen Mythen nochmal aufgelistet!

    Viel Lesestoff mit Quellen.

    https://mobile.twitter.com/eCaroos/status/1315299021062369284

  11. 26.

    Da wird nix behauptet es gibt wissenschaftliche Beweise das BEVs am klimafreundlichsten sind. Einfach mal Klimabilanz Elektroauto googlen. Natürlich sollte die Reduzierung des Individualverkehrs auch stattfinden wo es möglich ist. Die anderen Millionen PKWs die auch teilweise sinnvoll sind, sollten dann wenn schon möglichst effizient betrieben werden.

    3 Jahre und dann kann man mit einem EV nur noch Kurzstrecken fahren. Wo lesen sie denn solche Sachen? Entschuldigung das ist aber völliger Quatsch. Ich besitze mehrere E-Fahrzeuge und mit unserem 7 Jahre alten Elektroauto fahre ich regelmäßig Langstrecken. Düsseldorf Schweiz und zurück an einem Tag z.B. mein ältestes Elektroauto ist 11 Jahre alt und der Batterie geht es sehr gut. Es gibt ein Tesla Model S mit mehr als einer Million km auf der Uhr.

    Das die Netze zusammenbrechen ist genauso Quatsch auch dazu gibt es genug Untersuchungen. Gerade mit hocheffizienten Elektroautos ist das ausgeschlossen.

  12. 25.

    In Brandenburg ist der Ausbildungsstand eher so dünn, dass neulich ein Gemeidewehrführer überrascht war, was in einem PKW alles brennen kann. An Spezialausrüstung benötigt man in größerer Zahl lediglich Löschlanzen. Der Container zum Kühlen muss nicht an jedem Feuerwehrgerätehaus bereitgehalten werden. Der in Tirol ausgebrannte Tesla produzierte zwar viele Schlagzeilen, die Traktionsbatterie brannte aber nicht wie auch der RBB auf Nachfrage nicht mitteilen konnte, ob das neulich bei dem e-tron der Fall gewesen ist.

    Ein E-Auto ist zumindest umweltfreundlicher als ein Verbrenner. Deshalb gibt es jenseits von Eike und Co. einen breiten gesellschaftlichen und politischen Konsens. Meistverkauftes E-Auto ist in D. übrigens ein Kleinwagen. Das Model X wurde im September nur rd. 140x zugelassen, in August war es sogar nur tief zweistellig.

    Andere haben die E-Autofahrer schon befragt oder selber Dauertest durchgeführt und berichtet. Stöbern Sie im Neuland, sie werden überrascht sein.

  13. 24.

    Woher soll die Primärenergie kommen, um die synthetischen Kraftstoffe herzustellen? Schon grüner H2 für die Brennstoffzelle als Range Extender eines Batterieautos benötigt die fünffache Energiemenge gegenüber einem reinen Batterieauto, on Top daraus Benzin herzustellen verschlechtert den Wirkungsgrad nochmals. Der wird in anderen Sektoren dringender benötigt. Audi hat sein PtX-Projekt eingestellt und Mercedes still und leise seinen Brennstoffzellen-PKW auslaufen lassen.

    Multimodal innerhalb des Imweltverbundes unterwegs zu sein klingt gut, doch s. #15 mit unserer Klimaschutzsenatorin, die das Rad entsprechend der Lebenswirklichkeit der meisten Radfahrer nur für ein kiez-taugliches Fahrzeug bei schönem Wetter hält, aber den ÖPNV nur in homöopathischen Dosen ausbaut u.a.

  14. 23.

    Es gibt sehr viele sehr gut ausgebildete auch freiwillige Feuerwehrleute, aber nicht in jeder Feuerwehrstation wird ein großer Container mit entsprechendem LKW vorgehalten um E-Autos zu löschen. Und auch die Entsorgung von ausgebrannten E-Autos erweist sich als äußerst schwierig.

    Was mich stört ist das ständig behauptet wird das E-Auto wäre so unglaublich umweltfreundlich.

    Und ihre Behauptung das eine Batterie 20 Jahre hält, kann ich nur müde belächeln. Dann fragen Sie doch mal E-Auto-Besitzer wie zufrieden diese auch noch nach 3 oder 4 Jahren sind, wenn Sie mit dem Auto nur noch Kurzstrecken fahren, weil die Batterieleistung zu schwach geworden ist. Wer sein E-Auto least und alle paar Jahre auf ein neues Modell umsteigt, kann zu Recht sehr zufrieden sein und bekommt den tatsächlichen Energieverlust nicht mit.

    Ich rede von Ladespitzen, wenn tatsächlich mal 25 Millionen Autos nach Feierabend gleichzeitig Strom benötigen.

  15. 22.

    Reduktion des benötigten Kraftstoffes, Clean-Diesel, synth. Treibstoffe, Treibstoffe aus Abfällen, Wasserstoff...

    Bevorzugt der Verzicht von unnötigen Fahrten und Nutzung von Fahrrädern (kein E-Bike) sowie eine Mischung aller Mobilitätsformen.

  16. 21.

    Ich bin einigermaßen entsetzt. In den Nachrichten vorher berichtet der RBB von den hohen Zahlen der Coronaerkrankten in Bad Saarow und den Maßnahmen die da folgen müssen. Und dann hat die Stadt nix weiter zu tun als diese Messe, die wohl niemand wirklich braucht, zu veranstalten. Kann man nicht glauben.

  17. 20.

    Puh da sind ja alle Mythen der Emobilität wieder versammelt in einer Kommentarspalte. Es geht nicht um moralische Überhöhung und es geht auch nicht darum, dass alles perfekt ist bei BEVs. Es geht darum nicht an einer Technologie festzuhalten die bis zu 5x soviel Energie verbraucht und dabei auch noch hochgiftige Abgase in die Innenstädte pumpt.
    Es interessiert auch nicht was jetzt gerade der Status Quo ist, sondern welchen Weg wir gehen möchten. Ich bin mir sicher, wir brauchen den Ausbau erneuerbarer Energien. Den Bau und Betrieb von E-Fahrzeugen mit genau diesen. Und natürlich eine Kreislaufwirtschaft also das Recycling von Rohstoffen.

    Die aktuelle Generation von Batterien der Firma Tesla braucht übrigens weder böses Kinderarbeit-Kobalt noch böses Wüsten-Lithium.

    Wenn ich hier schon wieder lese. das ist buhuuu alles nicht alltagstauglich, dann frage ich wie ich das die letzten 7 Jahre hinbekommen habe.

  18. 18.

    Das Löschen stellt in der Tat noch diverse schlecht ausgebildet freiwillige Feuerwehrleute auf dem Land vor Hausforderungen. Die sind heute sogar noch überrascht, wie heftig ein Auto unabhängig vom verwendeten Energiespeicher brennen kann.

    Die Rohstoffgewinnung erfolgt für ein BEV einmalig, für einen Verbrenner aber kontinuierlich, was Sie aber offensichtlich nicht stört. Das Recycling der Traktionsbatterie ist bereits heute zu 95 % möglich, es fehlt nur der Bedarf, weil die mit vsl. zwanzig Jahren Lebensdauer viel länger halten als dass den Verbrennerstammtischlern gefällt.


    Wenn Sie sich die Förderbedingungen für die Wallboxen am heimischen Parkplatz anschauen würden, ist auch das Thema Ladespitzen gelöst.

    Müller und Schmidt sind sehr häufige Namen, obwohl kaum noch jemand in den Berufen arbeitet. Verhungern tut von denen fast keiner, weil dafür an anderer Stelle Arbeitsplätze geschaffen worden sind. Wir müssen nur aufpassen, dass die nicht nur in China entstehen.

  19. 17.

    Ich finde den Elektroantrieb durchaus auch spannend, halte ihn aber lange noch nicht für alltagstauglich, von der Nutzung als Zweitfahrzeug oder begrenzte Einsatzgebiete mal abgesehen. Was mich aber wirklich nervt, ist die Missioniererei der E-Wagenfahrer, die dadurch meinen, die besseren Menschen zu sein. In Wahrheit ist und bleibt jede Art von Mobilität umweltschädlich, die individuelle um ein Vielfaches mehr, egal ob Verbrenner oder Elektro. Wer seinen Fußabdruck verkleinern will, fährt ein möglichst kleines und sparsames Fahrzeug und nutzt dieses nur, wenn es wirklich nötig ist. Allein der Umweltschäden, der durch die Produktion einer großen Batterie entsteht, muss erst mal wieder aufgeholt werden, wird von den Jüngern aber gern unterschlagen, genauso wie zu erwartende Probleme an Ladesäulen. Wer nicht Zuhause laden kann, ist mit einem E-Auto weiterhin extrem schlecht bedient, auch wenn es mehr Ladesäulen geben sollte. Das Reichweitenproblem kommt noch dazu.

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