Der Dom Fürstenwalde (Quelle: imago images)
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Dom in Fürstenwalde (Spree) - Kirche erinnert an den Wiederaufbau nach dem Krieg

Lange hat es gedauert, bis der im Krieg zerstörte Dom von Fürstenwalde wieder aufgebaut war. Nun feiert der Bau ein Doppeljubiläum: Die Wiedereröffnung vor 25 Jahren und seinen 550. Geburtstag. Für die Stadt ist er heute ein wichtiger Treffpunkt. Von Eva Kirchner

Es ist in den vergangenen Tagen sein Abendritual geworden: Jeden Abend steigt Fürstenwaldes Kirchenmusikdirektor Georg Popp mit seiner Trompete unter dem Arm auf den 68 Meter hohen Turm des St. Marien-Doms. Er öffnet die Fenster und übermittelt in alle vier Himmelsrichtungen seine musikalische Botschaft anlässlich des Jubiläums. "Ich bin als Fürstenwalder einfach stolz auf den Dom mit allem, was da eben ist", sagt er.

Der St. Marien Dom ist 25 Jahre nach seiner Wiedereinweihung mehr als nur eine Kirche. Er ist Treffpunkt, Gemeindehaus und Konzertsaal. Viele Gründe, warum er den Fürstenwaldern so wichtig ist: Sie schätzen die Mischung aus alter Bausubstanz und modernem Anbau, für viele ist er zu einem Zentrum in der Stadt geworden.

Fürstenwalder bauten mit auf

An diesem Wochenende nun feiert der St. Marien-Dom sein Doppel-Jubiläum. Vor 550 Jahren – 1470 – wurde das Gotteshaus geweiht. Damals eine besondere Ehre für die Stadt, berichtet Dompfarrer Kevin Jessa. "Dome stehen nur da, wo ein Bischof residierte", sage er. "Dass das Zentrum des Bistums Lebus nach Fürstenwalde kam, drückt aus, dass die Stadt schon damals nicht unwichtig war."

1945, in den letzten Kriegstagen wurde der Dom dann komplett zerstört. Der Wiederaufbau ging nur mühsam voran. Es dauerte 50 Jahre, bis er vollständig rekonstruiert und wieder eingeweiht werden konnte. Der Wiederaufbau gelang, trotz unzähliger Hürden, nicht zuletzt durch finanzielle Hilfen. Hier waren es vor allem viele Fürstenwalder, die sich engagierten. Sie spendeten nicht nur Geld, sondern auch Arbeitskraft und bauten den Dom gemeinsam wieder auf.

Beitrag von Eva Rätsch-Kirchner

1 Kommentar

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  1. 1.

    Aufschlussreich ist auch, dass der Wiederaufbau des Fürstenwalder Domes wenige Jahre vor 1990 sichtbar für alle begann und wenige Jahre nach 1990 dann vollendet wurde. Insofern ist er ein Panorama der Baugeschichte, der jeweiligen Vorstellungen und auch der verwendeten Materialien. Was nach meinem Eindruck immer noch fehlt: Die Stadt hört ja - aus westlicher Blickrichtung betrachtet - ja keineswegs am Dom auf. Ich hoffe, dieses städtische Vakuum im Osten des Doms wird sich füllen.

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