Archivbild: Blick auf Hochwasser im Nationalpark Unteres Odertal (Quelle: dpa/Lothar Steiner)
Audio: Antenne Brandenburg | 21.10.2020 | Sebastian Dosch | Bild: dpa/Lothar Steiner

Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt gibt Entwarnung - Hochwasser-Welle fließt am Wochenende durch die Oder

Aufgrund von ergiebigen Niederschlägen im Oder-Einzugsgebiet in Polen und Tschechien in den vergangenen Wochen führt der Grenzfluss aktuell einen hohen Wasserstand. Für das Wochenende wird vom Landesumweltamt der Höchststand im Bereich der Alarmstufen 1 und 2 erwartet.

Anstieg um bis zu 27 Zentimeter

Aktuell liegt der Pegel etwa in Frankfurt (Oder) bei 374 und könnte am Sonntag bis auf 400 Zentimeter ansteigen. An der Messtation in Stützkow südlich von Schwedt (Uckermark) könnte die Oder bis Sonntag um weitere elf, in Ratzdorf (Oder-Spree) 27 Zentimeter steigen. So geht auch das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Oder-Havel (WSA) am Dienstag auf Anfrage des rbb in den kommenden Tagen von einer Hochwasserwelle aus, doch ist diese "in einem verträglichen Bereich" und keine Rede von einem Katastrophen-Hochwasser.

"Die Alarmstufen 1 und 2 sind das klassische Herbst-Hochwasser, welches wir in früheren Jahren regelmäßig hatten", so Pressesprecher Sebastian Dosch. Durch die Trockenheit der vergangenen drei Jahre habe in der Oder Niedrigwasser geherrscht. "In der Rückschau führt das jetzt zu einem Pegel-Anstieg, der aber nicht die Standsicherheit der Deiche gefährdet." Das Wasser könne bis an den Deich-Fuß reichen und an einigen Stellen überfließen. Dies sei aber kein Grund zur Besorgnis, da keine Gefahrenlage mit weiteren Sicherungsmaßnahmen abzusehen sei.

Kein Vergleich mit Katastrophen-Hochwasser

Auch an den Nebenflüssen der Oder, wie beispielsweise der Warte oder Neiße, seien derzeit keine besorgniserregenden Wasserstände zu beobachten. Der WSA-Sprecher sagte dazu: "Das ist anders, als wir es bei den Katastrophen-Jahren hier in Deutschland hatten. Da waren gerade die kleinen Zuflüsse dramatisch angewachsen, dass eben an der Elbe und eben auch an der Oder Katastrophen-Hochwasser entstanden sind. Das haben wir derzeit nicht. Warte und Neiße sind alle von den Abflüssen her in einem Normalbereich, sodass also von dort nicht nochmal irgendwelche Dinge zu befürchten sind."

Sendung: Antenne Brandenburg, 21.10.2020, 14:30 Uhr

2 Kommentare

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  1. 2.

    Bitte entschuldigen Sie den Fehler, Herr Dosch! Wir haben die Schreibweise Ihres Namens nun korrigiert.

  2. 1.

    Streichen Sie bitte das "r" aus meinem Nachnamen. Das ist zwar immer der richtige Vergleich mit dem Fisch, aber ich habe schon seit meiner Geburt auf das "r" verzichtet.

    Gruß

    Sebastian Dosch, WSA Oder-Havel
    Pressesprecher

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