Symbolbild: Eine SARS-CoV-2-Impfung wird per Spritze in einen Oberarm injiziert
Bild: imago-images/Laci Perenyi

Noch vieles unklar - Ostbrandenburger Impfzentren weiter in Warteschleife

Mindestens 1.500 Quadratmeter, genung Platz für Büros und gut desinfizierbar: Das sind nur einige Anforderungen an Standorte für Impfzentren. Nach intensiver Suche haben Frankfurt, Eberswalde und Prenzlau passende Räumlichkeiten gefunden. Von Georg-Stefan Russew

Der Aufbau der drei für Ostbrandenburg geplanten Impfzentren lässt weiter auf sich warten. Passende Räume seien in Frankfurt, Eberswalde und Prenzlau zwar bereits gefunden, teilten Verwaltungssprecher mit. Aufgrund des in der EU noch nicht zugelassenen Impfstoffs habe sich der Starttermin aber nach hinten verschoben, so das Brandenburger Gesundheitsministerium.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die ersten Brandenburger Impfzentren in Cottbus und Potsdam am 5. Januar 2021 an den Start gehen sollen.

Suche nach medizinischem Personal

Laut Kassenärztlicher Vereinigung (KVBB) gebe es aktuell sehr viele Unwägbarkeiten. Man wisse nicht, ob der Corona-Impfstoff kommende Woche zugelassen wird. Dann sei es noch unklar, wieviel Impfstoff tatsächlich in Brandenburg zu Beginn ankommt.

Außerdem müsse noch ausreichend medizinisches Personal gefunden werden, erklärte KVBB-Sprecher Christian Wehry. "Pro Impfzentrum sollen sechs Teams - bestehend aus jeweils einem Arzt und zwei Krankenschwestern - arbeiten, wovon sechs stationär sich um Impfwillige kümmern sollen. Eins soll mobil arbeiten", erklärte Wehry.

Prenzlauer Impfzentrum soll nicht vor Ende Januar öffnen

Knapp 1.000 Ärzte hätten sich nach KVBB-Angaben zwischenzeitlich für die Impfzentren gemeldet. Diese folgten damit Aufrufen wie dem der Kreisverwaltung Barnim, der offensiv auf seiner Webseite für Hilfseinsätze geworben hat.

Nach dem Start der ersten Zentren in Potsdam und Cottbus sollen Woche für Woche drei weitere Zentren ans Netz gehen. Der uckermärkische Gesundheitsdezernent Henryk Wichmann rechnet in Prenzlau mit einem Start frühestens Ende Januar/Anfang Februar. Obwohl der Kontakt zum Land und zur KVBB sehr gut sei, wünschte sich Wichmann trotzdem mehr belastbare Informationen.

Informationsdefizit hängt mit sehr dynamischen Lage zusammen

Wehry räumte aber ein, dass "das Informationsdefizit aktuell ein sehr großes Problem" sei und erklärte in diesem Zusammenhang, dass auch die KVBB täglich von neuen Nachrichten überrascht werde. Wehry sprach von einer sehr dynamischen Lage. Zunächst werde vom 29. Dezember als Zulassungsdatum gesprochen. Dann werden der 23. und der 21. Dezember ins Spiel gebracht. Darauf müsse die KVBB stets reagieren. "Und dann ist die Frage nach dem Innenausbau der Impfcenter in Frankfurt oder Eberswalde das kleinere Problem", unterstrich der KVBB-Sprecher.

Insgesamt sollen elf Impfcenter in ganz Brandenburg eröffnet werden. Um aber flexibel und schnell reagieren zu können, stünden schon jetzt mobile Teams in den Startlöchern, um nach Auslieferung des Impfstoffs schnell in Brandenburg mit den Impfungen zu starten, erklärte Ministeriumssprecher Gabriel Hesse.

Sendung: Antenne Brandenburg, 16.12.2020, 15:30 Uhr



1 Kommentar

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  1. 1.

    Anfang Januar?
    Und in welchem Jahr???

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