Gelände des EWE Erdgasspeichers in Rüdersdorf
Jörg Schattling
Audio: Antenne Brandenburg | 19.02.2021 | EWE-Sprecherin Nadine Auras | Bild: Jörg Schattling

Erneuerbare Energien - Baustart für Sechs-Tonnen-Wasserstoffspeicher in Rüdersdorf

In Rüdersdorf (Märkisch-Oderland) beginnen in der kommenden Woche die Baumaßnahmen für eine Wasserstoff-Testkaverne. Wie der Energiedienstleister EWE am Freitag mitteilte, startet das Unternehmen damit ein Pilotprojekt zur sicheren Speicherung von Wasserstoff. Das Projekt soll dem Ausbau der Wasserstoff-Wirtschaft Vorschub leisten.

Wasserstoff für 1.000 Autos

In der Test-Kaverne werden bis zu sechs Tonnen Wasserstoff eingelagert. Damit könnten rund 1.000 Autos vollgetankt werden. Das Investitionsvolumen liegt bei zehn Millionen Euro. EWE-Sprecherin Nadine Auras sagte dem rbb: "Das Projekt ist bahnbrechend, weil wir das erste Mal 100 Prozent Wasserstoff in einer Kaverne einspeichern wollen, wie wir sie aus dem Bereich Erdgas kennen. Damit nehmen wir Europa-weit eine Vorreiter-Rolle ein."

Die Erkenntnisse über die Reinheit des Wasserstoffs nach dem Speichern sollen später auch auf Kavernen mit dem tausndfachen Volumen übertragbar sein. Nadine Auras zufolge wäre dies ein großer Schritt zur Energiewende. Das durch erneuerbare Energien gewonnene Gas habe den Vorteil, dass es gespeichert und transportiert werden kann. Mit ersten Testergebnissen rechnet das Unternehmen Ende 2022. Das Projekt wird vom Bundesverkehrsministerium gefördert.

Speicher unter Tage

Eine Bohrung für den neuen Speicher ist laut Auras bereits vorhanden. "In Rüdersdorf haben wir eine sehr tiefe Salzgestein-Schicht. Dieser Hohlraum wird dann mit Wasserstoff gefüllt." Im ersten Schritt soll nun innerhalb einer Woche ein Bohrturm errichtet werden. Bis Anfang April soll dann ein Stahlrohr bis in 1.000 Meter Tiefe folgen.

EWE hat in Rüdersdorf zwei seiner Deutschlandweit insgesamt 37 Erdgas-Kavernen gebaut. Seit 2007 speichert das Unternehmen darin Erdgas.

Sendung: Antenne Brandenburg, 19.02.2021, 14:30 Uhr

17 Kommentare

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  1. 17.

    Die beiden Windkraftanlagen stehen nicht etwa gleich "dahinter". Sieht so nahe aus. Die stehen aber in Richtung Rehfelde. Auch ein schöner Ortsnahme. Hier gibt es aber auch Rehe. So 150 m weg von hier beginnt der klägliche Rest der "Grünen Kehle". Die hat der Tagebau bis auf den kleinen Rest aufgefressen. Damit Berlin Zement bekommen kann. Aber ins Teslagebiet wird auch geliefert.

  2. 16.

    Ihren Vergleich zwischen leicht brennbaren und hochexplosiven Stoffen, verstehe ich damit aber immer noch nicht.
    Zumindest hab ich noch keinen Erdungsanschluss an meinem Auto und der Tankstelle meiner Wahl gefunden.
    Wie gesagt ich bin Freund der H2 Technologie aber in Bezug auf Sicherheit ist das nunmal ein anderes Level als Benzin und Diesel.

  3. 15.

    Das Speichervolumen von 500m³ ist mir einfach entfallen; vergessen oder gar überlesen. Vorhaben ist ja hier nicht neu; es gibt aber eben Befürchtungen bei einigen Eigenheimbesitzern gleich daneben. Diese Menschen sind nicht etwa blöd; Genie wie sie ? Ne snaju. Natürlich kann ich als Physiktechniker nun den Druck ermitteln. Aber wie sie das formulierten ist unverkennbar Neumannsche Art. ( Nicht mit Kunst verwechseln ). Wir haten in der "Thälmann-Schule" einen gläsernen Schrank mit "Salzstangen" und tolle Kalksteinfunde. Hier wurde nämlich schon viel früher nach Erdgas gesucht. Der Bohrturm war fast ein Wahrzeichen. Knallgasexplosion mußte ich für SIE erwähnen; da springt er an sagte ich mir. Übrigens; die TRAM 88 hat da oben ihre Wendeschleife. Bergauf schafft es die Atic-Trans spielend; 8x 65 kW ; 80kmh durch den Friedrichshagener/ Schöneicher Forst.

  4. 14.

    Wie soll es aber die "größte Knallgasexplosion aller Zeiten geben" können, wenn eben die 6 t Wasserstoff eben nicht auf eine Schlag hochgehen, sondern sich Ihnen folgend an einem Leck entzünden könnten?

    Um deb Vergleich aus dem Steassenbahnartikel anders zu verdeutlichen: Die finusche Artuc-Baureihe verhält sich zur u.a. in FF bestellten FirCity Plus wie ekn Skoda Felicitas zu einem VW Polo. Der Skoda wurde bereits vor der Übernahme des Herstellers dirch den VW-Konzern produziert. Die neuen Bahnen in Brandenburg haben mit den in Finnland produzierten vor allem gemein, dass die aktuelk vom gleichen Konzern hergestellt wurden und ggf. Teil gleiche Zulieferer haben. Es sind jedoch völlig unterschiedliche Baureihen.

    Fußball ist anders als bei Ihnen nicht mein Ding, Deshalb würde ich gar nicht erst zu Ihrem Stammtisch gehen und wie so manch anderer hier ahnungslose Geschichten dort zum Besten geben.

  5. 13.

    Ich kann mir irgendwie keinen Fußballstammtisch vorstellen, der Ihnen länger zuhört oder etwas mitteilen möchte.

  6. 12.

    Dann verstehe ich Ihren eigenartigen Vergleich nicht.
    Andererseits eine Leckage in so einer H2 Anlage ist dann eben doch ein anderes Spektakel als ein paar Liter Diesel oder Benzin auf dem Pflaster der Tankstelle. Und darauf bezog ich mich.
    Ich bin absoluter Freund der H2 Technologie.
    Waren Sie das nicht mit Äpfel und Birnen in dem Straßenbahnartikel?

  7. 11.

    Dann verstehe ich Ihren eigenartigen Vergleich nicht.
    Andererseits eine Leckage in so einer H2 Anlage ist dann eben doch ein anderes Spektakel als ein paar Liter Diesel oder Benzin auf dem Pflaster der Tankstelle. Und darauf bezog ich mich.
    Ich bin absoluter Freund der H2 Technologie.
    Waren Sie das nicht mit Äpfel und Birnen in dem Straßenbahnartikel?

  8. 10.

    *Ich* habe aufgepasst und mich über die *Explosions*gefahr informiert - aber nicht am Fußballstammtisch oder unter der Kerosindusche. In der Schule hätte man lernen können, dass O2 und H2 zusammengebracht werden müssen, damit es zu einer Knallgasexplosion kommt. Mit zu wenig O2 knallt da nix. Oder glauben Sie etwa, dass in der Kaverne auch Sauerstoff gespeichert werden soll?

  9. 9.

    Na in Chemie nicht aufgepasst oder zu oft James Bond Filme geschaut?
    Benzin als auch Diesel spielen in Bezug auf Explosionsgefahr in der Regionalliga, während Wasserstoff sowas wie der FC Bayern unter den explosiven Gasen ist.
    Explodierende Autos und Tankstellen in Filmen sind Show, nicht mehr.

  10. 8.

    Der Virhabenteäger schrieb in seiner Presseerklärung, die auch die Basis für diesen Artikel bildeten, dass der Speicher ein Volumen von 500 m³ haben soll. Mit dem Gasgesetz können Sie als Mann der Forschung dann ja leicht den Druck ausrechnen, da das zu den Basics gehört.

  11. 7.

    Die Verfechter der Explisionskraftmaschine stören sich puzugerweise nicht daran, dass die äquivalent Menge explosiver Flüssigkeiten an zigtausend Stellen sogar in unmittelbarer Nähe zur Wohnbevölkerung gelagert wird.

  12. 6.

    6 Tonnen = 6000kg. Wie groß soll das Kavernenvolumen sein ? Oder der Druck im Speicher ? Jeder kennt das Atomgewicht von H2. War mal da; zum Tag der offenen Tür. Werde wohl den Ing. dort fragen müssen. Über den Gasspeichern hebt und senkt sich der Erdboden um bis so 20 cm; je nach Füllung.

  13. 5.

    "Damit könnten rund 1.000 Autos vollgetankt werden." Gibt es hierzulande überhaupt so viele H2-PKW? Vor allem darf man bei H2 nicht nur an Kraftfahrzeige denken. Anderen Sektoren wie z.B. die Stahlindustrie hat nur wenige Alternative zum leichtetes aller Elemente, wenn die Dekarbonisierung sich nur nur auf den Straßenverkehr beschränken soll.

  14. 4.

    Eine "große" und eine "kleine". Eigentlich sollte noch eine ausgesolt werden. Das Wasser für die Aussolung entnimmt man am Museumspark aus dem Mühlenfließ; eigentlich ist es Grundwasser, dass man zur Trockenhaltung des Kalksteinbruchs abpumpt. Die Salzsole verpresst man in Heckelberg. Rohre alle unsichtbar im Erdreich. Ob es die größte Knallgasexplosion aller Zeiten geben könnte ? Einige Anwohner befürchten das.

  15. 2.

    Keine BI in Sicht?? Na das wäre ja mal ein Ding.
    Eine Angabe zum angestrebten Gesamt-Wirkungsgrad fehlt mir.

  16. 1.

    Ewe hat in Rüdersdorf nur 2 Kavernen, aber insgesamt in Deutschland 37 Kavernen errichtet.

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