Symbolbild: Zelten in der Natur (Quelle: dpa/Frank May)
Audio: Antenne Brandenburg | 30.04.2021 | John-Alexander Döring | Bild: dpa/Frank May

Urlaub im Nachbarland - Polen erlaubt in 425 Waldgebieten das Wildcampen

Eine Idee, die Schule machen könnte: Polen hat hunderte Waldgebiete zum Wildcampen freigegeben. Mit Regeln freilich: Übernachten an maximal zwei aufeinander folgenden Tagen am selben Ort - unter einer Plane, in einer Hängematte oder im Zelt.

Ab dem 1. Mai ist in Polen das Wildcampen in mehr Waldgebieten erlaubt. Das teilt der polnische Staatsforstbetrieb "Lasy Państwowe" am Freitag auf seiner Facebook-Seite mit. Die Entscheidung der Staatsforstbetriebe ist das Ergebnis eines Pilotprojekts aus dem vergangenen Jahr. Damals war Corona-bedingt das Interesse am Urlaub in freier Natur stark gestiegen.

Wildcampen nur mit Umsicht

Mit dem Projekt "Night in the Woods" [zanocujwlesie.lasy.gov.pl] stehen ab Samstag insgesamt mehr als 600.000 Hektar in 425 Waldgebieten zur Verfügung. Bisher gab es 46 Gebiete, die zum Zelten freigegeben waren. Die polnischen Behörden haben die Gebiete online auf einer Karte ausgewiesen.

Erlaubt ist das Übernachten an maximal zwei aufeinander folgenden Tagen am selben Ort unter einer Plane, in einer Hängematte oder eben im Zelt. Ab einer Gruppe von zehn Personen müssen sich die Camper zuvor bei der jeweiligen Forstverwaltung anmelden. Lagerfeuer sind nur an ausgewiesenen Feuerstellen erlaubt. In einigen Bereichen sind Gaskocher erlaubt. Aber: Die Wildcamper dürfen keinerlei Spuren oder Müll hinterlassen. Auch gibt es in den polnischen Wäldern weiterhin ausgewiesene Zonen, die nicht betreten werden dürfen.

Negativ-Test nötig

Aufgrund der Corona-Pandemie warnt das Auswärtige Amt derzeit (Stand: 1. Mai 2021) vor touristischen Reisen nach Polen. Dort sind die Inzidenz-Werte zwar rückläufig, aber immer noch hoch.

Einreisen von Deutschland nach Polen sind zurzeit mit einem negativen Corona-Testergebnis möglich, sofern es nicht älter als 48 Stunden ist [Informationen beim Auswärtigen Amt].

Bei Rückreise nach Brandenburg müssten Reisende jedoch in häusliche Quarantäne. Komplett-Geimpfte mit Impfpass müssten bei der Rückkehr nach Deutschland einen Beleg über einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Sendung: Antenne Brandenburg, 30.04.2021

28 Kommentare

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  1. 28.

    Da haben Sie gleichzeitig recht und Unrecht. Mit uns Skandinaviern funktioniert das super, weil wir unser Verhältnis zum Draußen sein anders definieren. Mit Touristen aus D funktioniert das eher nicht.schauen Sie sich in Smaland, Halland und Väst an den Stränden und Seeufern um: niedergetrampelt, angebrannt und Müll, wo auf dem Plastik und den Dosen zu erkennen ist, dass es nicht in S eingekauft wurde. ICA ist den Touristen zu teuer , SB auch.

  2. 27.

    Es gibt Traditionen, Kulturen, da geht man auch in Freundschaften Hand in Hand. ;)

  3. 26.

    Ach, da sieht man gleich mal wieder was dein Kopfkiono hier so anrichtet! Also es wäre schon traurig, wenn ich mit meiner Partnerin oder meinem Partner nicht Hand in Hand am Strand spazieren kann. Das sind für mich normale Gesten der Nähe in einer Partnerschaft. Aber wenn man deswegen leider gleich negative und diskriminierende Erfahrungen macht, oder Angst hat, angespuckt oder sowas zu werden - naja - dann ist das leider schade und mensch kann nur auf die aufgeklärte Jugend hoffen!

  4. 25.

    Also in Skandinavien funktioniert das super, man findet so gut wie keinen Müll. Die Leute haben dadurch das viele an den Wochenenden mit der Familie in der Natur sind ein ganz anderes bewusstsein. Selbst um Städte wie Oslo herum ist der Wald super sauber. Ich hoffe das Model macht Schule

  5. 23.

    Dann geh mal an die Grenze bei Forst der Wald sieht aus wie eine große Mülltonne. Im Landesinneren mag es anders aussehen kann ich nix zu sagen.

  6. 22.

    Man muss ja auch nicht in der Öffentlichkeit seine sexuelle Ausrichtung zur Schau stellen. Intime Angelegenheiten gehören nicht in die Öffentlichkeit, egal ob hetero oder homo.

  7. 21.

    Sorry, aber ich kriege Polen und das Vogtland nicht so recht zusammen. Waren die gemütlichen Vogtländer etwa auch böse zu Ihnen ? Dann muss das nicht unbedingt an den Einheimischen liegen.Würd ich mal nachdenken

  8. 19.

    Tolle Idee der Polen das eigene Land besser kennen zu lernen und die Natur als Basis des Lebens zu entdecken. Bei nahezu der halben Bevölkerungsdichte wie in Deutschland ein guter Ansatz Verständnis für eine intakte Natur zu wecken und zu fördern. Leider findet man das in unserem schönen Deutschland eher seltener, Gerade im Berliner Umland müssen die Tiere schnell lernen den Müll jeglicher Art zu meiden . Vielleicht macht sich jeder einfach klar was das Jedermannsrecht bedeutet. Auf dem Klo spült mann/frau doch auch! Wünsche den Polen viel Erfolg.

  9. 18.

    Dann können ja die ganzen Polen, die im Tiergarten in Zelten hausen endlich zurück in ihre Heimat und dort campen!

  10. 17.

    Als offen lesbisches Paar ist es uns leider nicht mehr möglich die schöne polnische Ostsee zu besuchen. 2 Mal hatten wir sehr unschöne, ja beängstigende Erlebnisse. Dabei fahre ich seit meiner Kindheit dorthin.
    Hoffentlich ändert sich schnell etwas mit der neuen Partei und meine Frau und ich können nach Corona endlich wieder gen Osten reisen.

  11. 16.

    "So ein Schmarrn ! Das kann nur einer schreiben, der keine Ahnung hat."
    ...oder jemand, der schlechtere Erfahrungen machte. Ich war auch schon oft in Polen und mehrfach im Jahr im Vogtland, tolle Orte, nette Leute, dennoch würde ich jedem farbigen Menschen oder homosexuellem Paar abraten, in diese Gegenden zu fahren, denn kann man besonders an den Orten, die ich erlebt habe, zur Zielscheibe werden.

  12. 15.

    "Mit dem Projekt 'Night in the Woods' [zanocujwlesie.lasy.gov.pl] ..." - Das Projekt heißt "Zanocuj w lesie", also "Nacht im Wald". Warum wird es hier englisch bezeichnet? Weil so viele englischsprachige Leute die rbb24-Seite lesen? LOL

  13. 14.

    Die Polen waren uns mit der Einrichtung schoen gelegener und in Anlage ausreichender Zahl von Biwak-Plaetzen zb. fuer Wasserwanderer schon seit 20 Jahren meilenweit voraus. Hier hatte man sich klar an Skandinavien orientiert. Das ist jetzt natuerlich noch attraktiver. In Polen scheint das auch gut zu funktionieren.

  14. 13.

    Deine Denkweise zeigt, daß du noch nie in Polen warst, ausser vlt auf dem Polenmarkt kurz hinter der Grenze.
    Wir haben viele freundliche Menschen kennen gelernt auf der masurischen Seenplatte und auch an der polnischen Ostsee Küste.
    Natürlich sind wir dort Gäste und nicht das Maß aller Dinge.
    Anfang September möchten wir wieder mindestens eine Woche Richtung Polen, sofern es die Situation erlaubt

  15. 12.

    Eigentlich eine schöne Idee, wenn die Wildcamper sich tatsächlich an die Regeln halten. Ich bin rund um Berlin oft in der Natur unterwegs und finde es sehr betrüblich, wieviel Müll teilweise zu finden ist. Statt Pilz heißt es dann Pils in Form leerer Flaschen und Dosen. Aber Picknickreste sind nicht alles, sondern komplettes Mobiliar und ausgediente Elektrogeräte landen im Wald. Vielleicht sind die Polen aber auch mehr um ihre Umwelt bedacht? Ich mache ab und zu Tagesausflüge dorthin, habe auch Urlaub im Riesengebirge, in der Hohen Tatra und an der Ostsee gemacht. Ich kann mich nicht erinnern, dort irgendwo so traurige Müllhalden gesehen zu haben.

  16. 11.

    Dazu gehören auch die Pflichten und das Beachten der Vorschriften. In S N Fi kann man dies. Touristen leider besonders aus D handeln oft so, als wären sie bei sich zu Hause: Müll am Seeufer,abgebrochene Schilf, zertrampelter Waldboden, mit Motorrädern auf Waldwegen, Respektlosigkeit gegenüber Natur und Menschen. Bitte geht auf den Zeltplatz oder mietet eine Stuga.
    Hoffentlich muss Polen nicht diegleichen schlechten Erfahrungen mit Touristen machen. Wenn sich jeder auf seine Pflichten besinnt, ist das nämlich eine gute Idee um etwas im Freien auszuspannen.

  17. 10.

    Ich fahre seit 10 Jahren jedes Jahr nach Usedom/ Swinnemünde, Misdroy/Wollin.
    In Swinnemünde sind wir meist ab Weinachten bis Januar, alle sind freundlich..Man sollte halt offen und tolerant sein
    .Ich passe dort genauso auf meine Sachen auf wie in D.Und ich sehe manchmal, wie dumm sich Menschen auf dem Grenzmarkt benehmen.Wie sind gern dort.
    Jahre zuvor war ich in Lubniwicze( bei Küstrin- noch ca.1/2 Stunde fahren) immer wieder.Wunderschöne Seen, nette Menschen, Reiterhof.Die Menschen dort wollen nicht alle Ihre Regierung.Und die fremdenfeindlichkeit und Intoleranz, von einigen Deutschen, ist beängstigend.Leider fällt mir das aber auch in Berlin auf. Sollten diese Menschen eben nicht dort hin fahren.

  18. 9.

    So ein Schmarrn ! Das kann nur einer schreiben, der keine Ahnung hat. Wir fahren seit 8 Jahren jeweils eine Woche nach Polen,Ferienhaus am See, da Angler. Während der gesamten Zeit haben wir nur gute Erfahrungen genacht-- mit den Nachbarn, in Geschäften und Restaurants. Es kommt halt immer darauf an, wie man den Menschen entgegentritt -- wie man in den Wald hineinruft....... Sie sollten mit Ihren Ansichten besser zu Hause bleiben, für unser Land sind Sie nicht repräsentativ

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