Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) - Betreiber des Helenesees reichen Eilantrag gegen Sperrung ein

Do 24.06.21 | 16:41 Uhr
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Helenesee gesperrt
Audio: Antenne Brandenburg | 24.06.2021 | Sabine Tzitschke | Bild: Robert Schwaß/rbb

Zu dem aus Sicherheitsgründen gesperrten Helenesee ist beim Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) ein Eilantrag der Betreibergesellschaft Helene-See AG eingegangen. Dieser richtet sich gegen die Sperrung. Das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe hatte per Allgemeinverfügung vom 21. Mai das Betreten und Befahren für Teile des Helenesees, insbesondere der Strand- und Uferbereiche, angeordnet, teilte das Gericht am Donnerstag mit (Aktenzeichen: VG 5 L 237/21).

Alle Beteiligten haben die Möglichkeit zur Stellungnahme. Ein konkreter Entscheidungstermin kann nach den Angaben nicht mitgeteilt werden.

Anfang März wurden am Ostufer des beliebten touristischen Ausflugsziels massive Rutschungen festgestellt. Bis Ende Juli gilt die Verfügung des Landesbergamtes. Momentan prüfen Experten vor Ort, wie gefährlich der See ist und was "auch auf die Schnelle" saniert werden könnte. Bei einer Anhörung von Fachleuten im Wirtschaftsausschuss des Brandenburger Landtags war sogar die Rede davon, dass eine Sanierung "Jahre dauern könnte". Dies zeigen Erfahrungen aus Sachsen/ Knappenrode.

Bis Jahresende soll ein Nachweis für die Sicherheit der Strandabschnitte vorliegen, hieß es zuletzt vom Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe. Geprüft wird noch, ob einige Abschnitte aus der Sperrung herausgenommen werden können.

Sendung: Antenne Brandenburg, 24.06.2021, 14:30 Uhr

2 Kommentare

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  1. 2.

    Sehe ich genauso.

    Was wäre auch die Alternative. Freier Zugang trotz Kenntnis der Gefahr?
    Es ist sicher keine gute Situation für den Betreiber. Doch ob dieser die Haftung für alle möglichen Schäden an Personen und Gütern übernimmt falls etwas abrutscht bezweifle ich.

  2. 1.

    Verständlicher Schritt vermutlich um die Bedingungen der Versicherungen zu erfüllen. Die Chancen auf ein Erfolg sind er mager. Der See wurde zwar von der Stadt Frankfurt als Badesee verpachtet ist er aber nicht. Das Recht dort zu baden hatte nie bestanden. Die Stadt ließ zu das Tonnen schwere Bühnen am Ufer und an Böschungen entstanden. Ohne sich der Gefahr bewusst zu sein das diese Abrutschen könnten. Aus heutiger Sicht merkt man wie naiv man mit dem Gelände umging.

    Die Sperrung erfolgte auf Grund des Drucks der Gutachter und die sind Fachlich in der Lage das einzuschätzen. Viel besser als jene die nur ihre Wirtschaftlichen Interessen nachgehen wollen. Das Gericht wird mit hoher Wahrscheinlichkeit das Gutachten abwarten, da der Zustand Jahre lang nicht untersucht wurde. So kann auch das Gericht nicht abwägen wie hoch die Gefahr wirklich ist.

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