Kleinstbetrieb in Märkisch-Oderland - Dritter Schweinepest-Fall bei Hausschweinen in Brandenburg

Mastschweine in Brandenburg (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Audio: Antenne Brandenburg | 17.07.2021 | Matthias Gindorf | Bild: dpa/Patrick Pleul

Ein weiterer Fall von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Hausschweinen ist in Brandenburg bestätigt worden. In einem Kleinstbestand bei Letschtin (Märkisch-Oderland) sind vier Tiere betroffen, wie das Verbraucherschutzministerium am Samstag mitteilte.

Das Friedrich-Loeffler-Institut hatte den Verdacht bestätigt. Zwei Mastschweine seien bereits verendet, zwei erkrankte Tiere hätten getötet werden müssen, hieß es weiter.

Nonnemacher wehrt sich gegen Vorwürfe von Landesbauernverband

Zuvor waren Fälle der Tierseuche im nahegelegenen Kienitz – ebenfalls eine Kleinsthaltung – sowie in einem Bio-Betrieb mit 200 Tieren im Landkreis Spree-Neiße bestätigt worden. Es waren die ersten ASP-Fälle bei Hausschweinen in Brandenburg.

Unterdessen hat Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) den Vorwurf des Bauernverbands zurückgewiesen, wonach die Landesregierung zu wenig gegen die Schweinepest unternehme. Man habe alle auf Landesebene möglichen Maßnahmen zur Eindämmung der Seuche sehr zügig getroffen und umgesetzt, sagte sie am Samstag.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine Viruskrankheit, die Wild- und Hausschweine betrifft und für die Tiere meist tödlich verläuft. Für den Menschen ist die ASP ungefährlich. Die Krankheit wurde in Brandenburg erstmals im September vergangenen Jahres bei Wildschweinen nachgewiesen.

Sendung: Inforadio, 17.07.2021, 17 Uhr

3 Kommentare

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  1. 3.

    Das Thema wird leider auch für politische Ziele missbraucht. Der deutsche Jagdtverband und CDU Politiker streuen immer wieder falsch Informationen und behaupten die Schweine Pest verbreitet sich durch Wildschweine. Nur da mit es Abschussprämien gibt. Das ist leider falsch und lässt sich laut Studien des Instituts für WIldtierforschung der Uni Dresden nicht mit den Ausbreitungsmustern überein bringen. Durch WIldpopulationen hätte sich die ASP nie so schnell vom Schwarzen Meer ins Baltikum verbreiten können. Vermutlich sind es Tiertransporte und die Kausalität ist genau umgekehrt. Es stecken sich lokale WIldpopulationen bei Hausschaweinen oder Autobahnrastplätzen an.

  2. 2.

    Und wenn man dann noch bedenkt, dass die ASP weder für Menschen noch für Tiere gefährlich ist, sondern einzig und allein für Schweine jedweder Art, dann sind die ganzen Maßnahmen nicht mehr nachvollzieh- und vertretbar. Hier werden normale Menschen an der Ausübung ihrer Aktivitäten gehindert und dass nur für die Schweineindustrie. Sollen die doch ihre Anlagen selbst schützen. Jeder Eigenheimbesitzer muss das doch auch tun.

  3. 1.

    Sie hat das ganze Land mit Zäunen zerschnitten. Ohne Rücksicht... Erst Spät hat man eingelenkt und zumindest Tore eingebaut. Leider die wichtigste Maßnahme den Bestand zu reduzieren ist nicht gelungen. Weil man erst warten musste bis die Vegetation hochgewachsen war und die Schweine sich ganz gut verstecken können.

    Kritik ist angesagt an fraglichen Maßnahmen, mit fraglichen Erfolg wie man jetzt sieht. Mit verursacht hat dies die billig Fleischindustrie, die sich mit keinem Cent an den Kosten beteiligt. Um der geht es hier auch, nicht um die Kleinbauern. In dessen Tier gerechten Haltung lassen sich diese schlecht schützen. Der Verursacher darf munter weiter machen... Die Kleinbauern können ihre Tiere in den Stall sperren, bis sie durchdrehen. Hauptsache der Verbraucher hat sein billiges Fleisch auf den Tisch.

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